Die Eignungsprüfung ist der erste Schritt zum Musikstudium im Major Pop.
In den verschiedenen Abschnitten der Prüfung evaluieren wir die musikalischen, kreativen, instrumental-/gesangstechnischen und sozialen Fähigkeiten Kanditat:innen.
Der Eintritt in das Studium ist nicht nur vom Bestehen der Prüfung abhängig, sondern auch von den zur Verfügung stehenden Studienplätzen.
Im Major Pop werden in der Regel 5–6 Studierende pro Jahrgang aufgenommen.
Sänger:innen, Instrumentalist:innen (nur Gitarre, Bass, Drums, Piano / Elektronische Tasteninstrumente wie Synths, Rhodes, Orgel, etc.) und Live-Electronics-Artists mit Laptop, ggfs. plus Instrument oder Vocals können sich für einen Studienplatz bewerben.
Kann Kandidierenden nach einer grundsätzlich bestandenen Prüfung kein Studienplatz angeboten werden, müssen sie die Prüfung bei einer Kandidatur für einen späteren Studieneintritt wiederholen.
Wichtig zu wissen: Kandidierende, die im Anschluss an die Bachelor-Aufnahmeprüfung keinen Studienplatz erhalten, werden bei Interesse nicht automatisch im PreCollege Musik aufgenommen. Wir empfehlen, sich gegebenenfalls unbedingt und vollständig auch für das PreCollege Musik bis 1. März anzumelden.
Zulassung zur Eignungsprüfung anhand eines Video-Portfolios als Teil der Online-Anmeldung
Alle Kandidierenden präsentieren sich und ihre Musik in einem selbständig produzierten Video (max. 5 Minuten). Form und Ablauf des Videos sind freigestellt, das Video soll kreativ und künstlerisch gestaltet werden.
- Das Video wird mit den restlichen Unterlagen bei der Online-Anmeldung bis spätestens 1. März via Link zu einer Streaming-Plattform (YouTube, etc.) eingereicht. Der Link muss bis zum 31. Mai abrufbar sein.
- Es enthält einen aussagekräftigen Einblick in das individuelle künstlerische Schaffen und Ausschnitte aus mindestens zwei musikalischen Performances. Eigenkompositionen / originale Songs sind sehr erwünscht.
- Mindestens eine der Performances muss mit Hauptinstrument oder Stimme «live» gespielt und gesungen werden. Vollplaybacks, lip-syncing und Bearbeitungen der Tonhöhe, des Timings, etc. und Zusammenschnitte aus verschiedenen aufgenommenen Versionen («Comping») sind nicht zulässig und führen zum Ausschluss aus dem Aufnahmeverfahren.
Vor der Zulassung zur Eignungsprüfung werden zunächst die eingereichten Unterlagen durch die Hochschuladministration auf Vollständigkeit geprüft.
Die Hochschuladministration teilt daraufhin den Kandidierenden und der Prüfungsjury mit, ob die Unterlagen korrekt sind und die Kandidatin / der Kandidat zur fachlichen Evaluation, also der Sichtung des Video-Portfolios durch die Jury, freigegeben wird.
Dies ist lediglich eine administrative Vorabklärung und nicht die Zulassung zur Eignungsprüfung durch die Jury. Diese erfolgt danach in einem zweiten Schritt und wird gesondert kommuniziert.
Nach Sichtung aller Video-Portfolios entscheidet die Jury, ob die Kandidat:innen die erforderlichen künstlerischen Anforderungen für das Studium erfüllen und sie zur Eignungsprüfung zugelassen werden oder nicht.
Die Jury bewertet
- die Exzellenz der instrumentalen/vokalen Performances,
- die musikalische Eigenständigkeit/Wiedererkennbarkeit
- die allgemeine Kreativität und Originalität des Videos und der Performances,
- das künstlerische Potenzial / die Individualität der eigenen Musik / der Interpretationen.
Ab dem 29. März werden alle Kandidierenden vom Sekretariat Jazz und Pop via E-Mail über die fachliche Zulassung oder Nicht-Zulassung zur Eignungsprüfung informiert. Bis dahin bitten wir um Geduld, Nachfragen im Sekretariat können nicht beantwortet werden.
Ein Anspruch auf eine fachliche Begründung der Entscheidung besteht nicht.
Die Eignungsprüfung besteht aus vier Teilen:
- Künstlerisch-musikalische Performance inkl. Interview
- Gehörbildung / Theorie
- Songwriting
- Eignungsgespräch
1. Künstlerisch-musikalische Performance inkl. Interview
Dauer: ca. 45 Minuten, einzeln
Die praktische Instrumental-/Vokalprüfung findet auf der Bühne im hauseigenen Musikklub Mehrspur statt. Eine Prüfungsband vor Ort wird von uns gestellt und besteht zusammen mit den Kandidierenden aus Drums, Bass, Gitarre, Keyboards und Gesang.
- mit Band
- Vortrag eines Songs (frei wählbar) gemäss der Repertoireliste, die den Kandidierenden ca. 2 Wochen vor der Prüfung zugeschickt wird.
- Instruktion der Band: Die Kandidierenden bringen einen eigenen kurzen Song in Form von Leadsheets oder Noten mit, den sie mit der Band performen (etwa 1 Vers, 1 Chorus, ca. 90 Sek.). Sie haben 3–4 Minuten Zeit, die Band zu instruieren.
- Alternativ können sie auch einen kurzen, neuen Song inklusive Grundarrangement und Textidee nach einer vorgegebenen Akkordfolge entwickeln.
- Jammen/Improvisieren im Bandkontext nach Gehör über eine unbekannte Akkordfolge. Kandidierende Vocals: mit (spontanem) Text. Kandidierende Drums: Groove und Fills zu einem Song in A-B-Form.
- ohne Band
- Präsentation zweier selbst geschriebener Songs (instrumental/vokal), als Solo-Vortrag ohne Band- oder Playback-Begleitung (Sänger:innen dürfen sich selbst an einem Instrument begleiten, Instrumentalist:innen dürfen selbst singen, die Verwendung eines «Loopers» ist erlaubt).
Der zweite Song kann auch als selbständig erstellte Produktion präsentiert werden. In diesem Fall bringen die Kandidierenden die entsprechenden DAW Projekte auf einem eigenen Laptop mit und erläutern Idee und Produktionsprozess.
Ein Beamer und Anschlusskabel Klinke 3.5 mm stehen zur Verfügung.
Evtl. Spielen/Singen verschiedener instrumental-/vokaltypischer Übungen, Grooves, Kadenzen, Akkorde, Tonleiter, Arpeggios nach Ansage der Jury.
- Blattspielen/-singen
- Gitarre: Vortrag einer Melodie ab Blatt.
- Bass: Vortrag einer Basslinie ab Blatt.
- Keyboards: Vortrag eines zweihändigen Klavierstückes ab Blatt (Melodie plus Akkordsymbole).
- Gesang: Singen einer Melodie im Violinschlüssel ab Blatt.
- Gitarre, Keyboards, Bass: Begleiten ab Blatt nach chiffrierten Akkordsymbolen in verschiedenen Stilistiken.
- Drums: Blattspiel mehrerer Grooves ab Blatt, mit eingefügten improvisierten Fills.
Vorhandenes Equipment: - Gesang: ein Mikrofon Shure SM 58 inkl. Mikrofonständer und Kabel. Ein eigenes Mikrofon kann mitgebracht werden.
- Gitarre: Gitarrenverstärker (Fender, Vox, Blackstar). Effektgeräte, Stimmgerät und Kabel müssen mitgebracht werden. Zusätzliche eigene Verstärker oder Boxen sind nicht zugelassen.
- Drums: ein Drumkit mit 3 Toms, Hihat und je einem Ride- und Crashbecken. Eigene Cymbals und eine Snare können mitgebracht werden, ebenso benötigte Perkussionsinstrumente. Ein zusätzliches eigenes Drumkit ist nicht zugelassen.
- Bass: ein Bassverstärker. Effektgeräte, Stimmgerät und Kabel müssen mitgebracht werden. Ein zusätzlicher eigener Verstärker ist nicht zugelassen.
- Keyboards: DI-Boxen, Kabel und Keyboardständer. Benötigte Keyboards müssen mitgebracht werden. Ein akustisches Piano steht nicht zur Verfügung.
2. Gehörbildung/Theorie
- Schriftlich
Dauer: ca. 2 Stunden, Gruppe- a) Hören
- einstimmiges diatonisches Melodiediktat
- Rhythmusdiktat im 2/4, 3/4, 4/4, 6/8, 9/8 oder 12/8-Takt
- Intervalle benennen (Sekund bis Oktav, Töne gleichzeitig oder als Folge gespielt)
- Skalen benennen (alle gängigen Skalen aus Halb-, Ganz- oder Anderthalbtonschritten)
- Dreiklänge benennen, Dur und Moll auch in Umkehrungen, Septakkorde in Grundstellung
- Harmoniediktat mit Drei- und Vierklängen
- allgemeine Fragen zu verschiedenen Hörbeispielen (z. B. Instrumentation, Taktart, Musikstil, etc.)
- b) Schreiben
- Skalen (s. oben) notieren und bestimmen, Akkordskalen (Skalen den passenden Akkorden zuordnen)
- Akkorde (s. oben) notieren und bestimmen, Stimmführung mit Drei- und Vierklängen und Guide-Tone Lines
- Bestimmung der Akkorde und Stufen von Liedern und Songs
- Motiv- und Form-Analyse von Liedern und Songs
- Mündlich
Dauer: ca. 20 Minuten, einzeln- Melodie ab Blatt singen
- Rhythmen ab Blatt wiedergeben
- Singen der unter «Hören» genannten Intervalle, Skalen und Akkorde
- Umsetzen einfacher Polyrhythmen (2:3, 3:2, 3:4 und 4:3) durch Klatschen, Gehen, Reden
- ein Rhythmus wird vorgegeben. Der:die Kandidat:in findet dazu den passenden Puls und singt die Phrase nach
- Spielen von Kadenzen am Klavier in Dur und Moll in Tonarten bis und mit 3 Vorzeichen: I–IV–V–I dreistimmig in allen Lagen
3. Songwriting
Dauer: ca. 30 Minuten, Gruppe
Gruppen-Songwriting und Performance zu einem vorgegebenen Thema.
4. Eignungsgespräch
Dauer: ca. 15 Minuten, einzeln
Offenes Gespräch mit einer Vertreterin / einem Vertreter des Studien-Mentorats: Fragen zur Vorbereitung auf die Prüfung, zu den beruflichen Absichten und zur Organisation des Studiums. Die Fragen nehmen Bezug auf das mit der Anmeldung eingereichte Motivationsschreiben.
Beispiele Gehörbildungs- und Theorieprüfung schriftlich/mündlich
Vergabe der Studienplätze
Ab dem 10. Mai werden alle Kandidierenden vom Sekretariat Jazz und Pop via E-Mail darüber informiert, ob ihnen ein Studienplatz angeboten wird oder nicht. Bis dahin bitten wir um Geduld, vorherige Nachfragen im Sekretariat können nicht beantwortet werden.
Kandidierende, mit Status «Warteliste» erhalten zunächst keinen Studienplatz, können jedoch im Fall von Absagen anderer Kandidierender auf einen Studienplatz nachrücken und werden ab 29. Mai vom Sekretariat Jazz und Pop via E-Mail darüber informiert, ob ihnen ein Studienplatz angeboten wird oder nicht. Bis dahin bitten wir um Geduld, Nachfragen im Sekretariat können nicht beantwortet werden.
Ein Anspruch auf eine weitergehende Begründung der Entscheidungen besteht nicht.
Kann Kandidierenden nach einer grundsätzlich bestandenen Prüfung kein Studienplatz angeboten werden, müssen sie die Prüfung bei einer Kandidatur für einen späteren Studieneintritt wiederholen.