Räume entstehen nicht nur durch ihre Form, sondern durch Beziehungen, Handlungen und Entscheidungen. Spatial Thinking bietet eine praxisorientierte Methode, um räumliche Situationen zu untersuchen, Zusammenhänge sichtbar zu machen und daraus konkrete Möglichkeiten zu entwickeln und zu erproben.
In BEFORE FORM erstellen Sie gemeinsam mit den anderen Teilnehmenden ein Archiv aus Objekten, Bildern, Zeichnungen, Bewegungen, Regeln, Erinnerungen und Beobachtungen. Diese Fragmente werden durch Modellbau, Zeichnen, Bewegung und regelbasierte Übungen immer wieder neu angeordnet. Dabei untersuchen Sie, was sich verändert, wenn räumliche Beziehungen neu organisiert werden: Was wird sichtbar, verbunden oder zugänglich? Was bleibt getrennt oder ausgeschlossen?
TOWARDS FORM führt von dieser Untersuchung zur Entwicklung konkreter Vorschläge. Ausgehend vom gemeinsamen Archiv werden Konfigurationen durch Modelle, Prototypen, Zeichnungen, Performances und andere praktische Experimente weiterentwickelt, erprobt und verändert.
Im Zentrum steht die Fähigkeit, räumliche Situationen durch praktisches Experimentieren zu untersuchen, Ideen frühzeitig zu testen und neue Handlungsmöglichkeiten zu erkennen. Dabei wird erfahrbar, wie Form räumliche Beziehungen organisiert, Handlungen ermöglicht oder begrenzt und neue Bedingungen schafft. Die Methode lässt sich auf unterschiedliche berufliche Kontexte übertragen, ohne dass ein fertiges architektonisches Projekt entwickelt werden muss.
Die Teilnehmenden schliessen mit einem bewerteten Projekt ab und erhalten ein Microcredential-Zertifikat im Umfang von 4 ECTS-Punkten. Dieses Angebot entspricht in Umfang und Preis zwei Bausteinen.