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Die Geste des Schreibens

    Vilém Flusser schreibt: »Es ist falsch zu sagen, dass die Schrift das Denken fixiert. Schreiben ist eine Weise des Denkens. Es gibt kein Denken, das nicht durch eine Geste artikuliert würde.« Das Denken geht der Schrift nicht voraus, sondern schreiben und denken sind ineinander verwickelt und ermöglichen sich im Vollzug. Die Lesegruppe beschäftigt sich mit Texten, die ihre medialen Bedingungen schreibend mitdenken. So steht beispielsweise bei Hélène Cixous und Jacques Derrida dem Stil, über den der Autor verfügt, eine performative, verkörpert-verkörpernde écriture (féminine) gegenüber, die sich selbst gebärt. Bei Maurice Blanchot wiederum wird im Akt des Schreibens das Ich zur neutralen Instanz und das Wort zerstört das, was es benennt.

    Teilnehmende:

    • Dominique Raemy
    • Annika Haas
    • Shantala Hummler
    • Juliane Laitzsch
    • Marlen Mairhofer
    • Miriam Laura Leonardi