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    1. Studium
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    3. MA Cultural Critique, Kulturpublizistik
    Mehr zu: MA Cultural Critique, Kulturpublizistik

    Inhalt und Aufbau

    • Inhalte
    • Praxisschwerpunkte
    • Netzwerk Berufspraxis
    • Masterthesen und Mentoring-System
    • Voraussetzungen

    Inhalte

    Wer bin ich als schreibende Person? Warum schreibe ich – und für wen? Was macht mich zu einer ernst zu nehmenden Autor:in und welche Verantwortung trage ich? Was bedeutet eigentlich kollaborative oder plurale Autor:innenschaft? Und wie verändert sich das künstlerische Schreiben im Zeitalter von LLMs (Large Language Models) und KI? 

    Mehr denn je sind Persönlichkeiten gefragt, die mit Praktiken des Schreibens, des Veröffentlichens und des Vermittelns eine dynamische Kulturlandschaft kritisch begleiten und aktiv mitgestalten. Der Major Kulturpublizistik verbindet dafür drei Bereiche: 

    • die Profilierung der eigenen Autor:innenschaft und die kritische Auseinandersetzung damit,

    • die Entwicklung medienübergreifender publizistischer Formate und 

    • die praktische Arbeit in der Kulturvermittlung.

    Studierende verfassen fiktionale und non-fiktionale Texte, professionalisieren ihre sprachlichen Kompetenzen und schärfen ihr individuelles Profil als Autor:innen. In der Arbeit mit digitalen, analogen, performativen und hybriden Formaten entsteht zugleich eine eigenständige publizistische Praxis – etwa in kollaborativen Publikationen, Podcasts, Veranstaltungsformaten, kuratorischen Konzepten oder performativen Settings. Sie lernen kulturelle Themen für unterschiedliche Öffentlichkeiten zugänglich zu machen, Diskurse anzustossen und Räume für einen vielfältigen Austausch zu gestalten – u.a. als Autor:innen, Redakteur:innen, Verleger:innen, Kurator:innen oder Moderator:innen.

    Praxisschwerpunkte

    Der Major Kulturpublizistik gliedert sich in vier Praxisbereiche:

    Schreiben 
    Studierende erlernen zentrale Techniken des Schreibens. Sie üben ihre individuelle Schreibfähigkeit, entwickeln Stilsicherheit und erproben sich in diversen Bereichen des künstlerischen Schreibens (literarisch, experimentell, szenisch und performativ) sowie des Schreibens für non-fiktionale und dokumentarische Formate wie der Reportage, des Essays oder der Kritik. In der praktischen Auseinandersetzung mit LLMs erforschen die Studierenden zeitgemässe Formen kollaborativer Autor:innenschaft und entwickeln neue Schreibpraktiken an der Schnittstelle von Mensch und KI. 

    Veröffentlichen 
    Studierende setzen sich gezielt mit der Wirkung ihres Schreibens auseinander und entwickeln innovative Formate des Publizierens von der klassischen Print-Veröffentlichung über mediale, digitale und hybride Formen bis hin zu Formaten performativer Praxis. Die Studierende positionieren sich als Autor:innen und lernen gleichzeitig in kollektiv und kollaborativ ausgerichteten Arbeitsweisen ein erweitertes Verständnis von künstlerischer Autor:innenschaft kennen. 

    Vermitteln 
    Hier steht die Praxis des «Über-Setzens» im Zentrum. Studierende üben sich in der Rolle von Vermittler:innen und leisten den Transfer zwischen Kultur-/Kunstschaffenden und einer breiten Öffentlichkeit oder einer spezifischen Community. Als Autor:innen oder Publizist:innen ordnen sie aktuelle Debatten ein und schaffen Orientierung, als Moderator:innen führen sie Gespräche mit Expert:innen, als Kurator:innen gestalten sie Diskursräume zu relevanten Themen, als Kommunikator:innen suchen und schaffen sie neue Öffentlichkeiten.

    Forschen 
    Im Kontext der eigenen Profilierung schaffen die Studierenden mit ihrer künstlerischen und theoretischen Expertise ein tragfähiges Fundament für die reflektierte Auseinandersetzung mit inhaltlichen, methodischen oder praxisrelevanten Diskursen. 

    Netzwerk Berufspraxis

    Für alle Praxisschwerpunkte (schreiben, veröffentlichen, vermitteln und forschen) ermöglicht die spezifische Ausrichtung des Curriculums Kollaborationen mit wechselnden Praxispartner:innen. Von Beginn an lernen die Studierenden Prozesse und Produkte der eigenen Arbeit auf den Prüfstand zu stellen. Im Austausch mit den entsprechenden Expert:innen sammeln sie Erfahrungen in den angestrebten Berufsfeldern und haben die Chance, sich ausserhalb des Studiums (zum Beispiel über Veröffentlichungen) zu profilieren. Die aktuellen Kooperationen (Link zu den aktuellen Kooperationen) forcieren die Netzwerkarbeit und sollen helfen, nachhaltige Kontakte zu knüpfen. 

    Masterthesen und Mentoring-System

    Mit der Masterthesis zeigen die Studierenden ihr individuelles Profil und leisten auf den Praxisfeldern der Kulturpublizistik (schreiben, veröffentlichen, vermitteln, forschen) einen relevanten Beitrag zu einem ausgewählten, aktuellen Diskursfeld. Masterthesen können nicht nur individuell, sondern auch kollaborativ verfasst werden (z.B. von Arbeits-/Autor:innenkollektiven). Die Studierenden haben ausserdem die Option, ihre Masterthesis mit Blick auf ein PhD-Vorhaben zu konzipieren.   

    Masterthesen der Kulturpublizistik sind zum Beispiel:

    • Printpublikationen

    • literarische oder künstlerische Textarbeiten (u.a. Erzählungen, Romanfragmente, Theaterstücke)

    • non-fiktionale Texte (u.a. Longform-Reportage oder Essay)

    • Podcasts

    • Vermittlungsformate und -strategien

    • Kommunikationskonzepte

    • Forschungsarbeiten

    • U.v.m.

    Bei der Erarbeitung von Masterthesen und von individuellen Projekten, werden die Studierenden im Eins-zu-eins-Austausch von Mentor:innen aus der Praxis begleitet. Je nach inhaltlicher Fragestellung und formaler Ausrichtung können die Studierenden ihre Mentor:innen aus der Dozierendenschaft wählen oder externe Expert:innen aus der Berufspraxis vorschlagen und einbeziehen. Die gezielte individuelle Betreuung ermöglicht es, das eigene Profil im Dialog mit erfahrenen Praktiker:innen zu schärfen und eigenständig Kontakte zur Berufswelt zu knüpfen.

    [Zu den externen Mentor:innen zählen u.a. Lukas Bärfuss, Barbi Marković, Tine Melzer, Tabea Steiner, Julia Weber, Saskia Winkelmann] 

    Voraussetzungen

    Studierende des Major Kulturpublizistik verstehen sich als Autor:innen und /oder Agent:innen, die heutige Kultur- und Medienlandschaften kreativ mitgestalten und den Dialog innerhalb der Gesellschaft fördern wollen. Vorausgesetzt werden ein differenziertes Text- und Sprachverständnis, eine genaue Wahrnehmungs- und Beobachtungsgabe und ein ausgeprägtes Interesse an aktuellen Entwicklungen, Diskursen und Positionen in den Bereichen Kunst und Design, Kultur und Gesellschaft sowie Kunst- und Kulturvermittlung.

    Formale Voraussetzung ist der Bachelordiplom oder ein gleichwertiger Studienabschluss einer anerkannten oder akkreditierten Hochschule in einer künstlerisch-gestalterischen, kommunikations-, medien-, sprach- kunst- oder kulturwissenschaftlichen, pädagogischen oder einer verwandten Studienrichtung, die Anschlüsse an die Praxis des Schreibens, des Publizierens und/oder des Vermittelns ermöglicht.