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    1. Nachhaltigkeit
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    Diplomführung 2025

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    Foto: ZHdK

    Diplomführung «Nachhaltigkeit in den Künsten»

    Was bedeutete Nachhaltigkeit – künstlerisch gedacht, kritisch hinterfragt, sinnlich erfahrbar?

    Im Rahmen der ZHdK-Diplomausstellung 2025 lud re-source | Sustainability in the Arts am 16. Juni 2025 zu einer Führung ein, die Projekte präsentierte, in denen sich Studierende kreativ, spekulativ und experimentell mit den ökologischen, gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen unserer Zeit auseinandersetzten.

    Die gezeigten Werke eröffneten neue Perspektiven. Sie reflektierten, forderten heraus, erzählten anders – poetisch, provokativ, mutig. Sie zeigten, wie Kunst und Design zum Mitdenken, Mitfühlen und Mitgestalten einer nachhaltigen Zukunft beitragen konnten.

    Wir freuen uns über das grosse Interesse und die positive Resonanz und danken allen Beteiligten und Besuchenden herzlich für ihre Teilnahme.

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    Projekte

    Im Vorfeld wurden im Rahmen einer Ausschreibung acht Projekte ausgewählt. Teil der diesjährigen Führung waren folgende Diplomarbeiten:

    • Printed Plants Catalog

      Nicolas Wagner
      BA Visual Communication

      Herkömmliche Druckfarben bestehen grösstenteils aus fossilen Rohstoffen. Printed Plants ist ein Katalog für im Siebdruck gedruckte pflanzliche Pigmente. Im Kern liegen der Anbau, die Herstellung und die Verwendung von lokal angebauten und biologisch abbaubaren Druckfarben als Lösungsansatz für eine nachhaltige Visuelle Kommunikation. Die Publikation enthält Farbmuster, Prozessbilder und Informationen zu den jeweiligen Pflanzen. Alle Bestandteile des Katalogs sind biologisch abbaubar und die Mehrheit der Pflanzenfarben wurde selbst angebaut, geerntet und hergestellt.

    • Doomscrolling

      Antoine Félix Bürcher
      MA Fine Arts

      Meine Arbeit ist eine Archäologie der Zukunft. Ich sammle gebrauchtes Glas zu Hause und in der Stadt und verschmelze es in Formen – Zeitlichkeiten und Erinnerungen vermischen sich und erinnern an eine natürliche Architektur, wie die Gesteinsschichten, die vom Ablauf der Zeit jenseits menschlicher Dimensionen zeugen. Die Arbeit ist eine Forschung über fiktive Welten und eine Reflexion über die Zeit, in der die Gestaltung unserer gegenwärtigen Realität ebenso wie ihre Nachhaltigkeit und Vergänglichkeit unweigerlich ins Zentrum rücken. Die Skulpturen, datiert in der Zukunft zwischen 2050 und 2100, spiegeln eine Generation wider, die sich fragt, wie man sich die Zukunft vorstellen kann – und was davon bleibt.

    • Big John

      Smilla Diener
      MA Cultural Critique

      Woran merken wir, dass wir im Anthropozän leben? In der Masterarbeit «Big John» geht Smilla Diener auf Spurensuche im Stein – und stösst auf Hermann Ernst, der als bester Tunnelbohrmaschinenbauer der Welt ein Leben lang deren Oberfläche umgeformt hat. «Big John» wechselt zwischen dokumentarischen, fiktionalisierten und fiktionalen Passagen und spinnt eine Erzählung über das schnellste Jahrhundert der Erdgeschichte. Und stellt Fragen zu unserer Zeit: Wer sind die Bauherren der Grossen Aufwärtsrampe, der Great Acceleration? Woher kommen und wohin gehen die Unmengen an Material, die wir verbauen?

    • Schmelzpunkt – Monument eines fortschreitenden Abschieds

      Nuriel Delmée
      BA Trends & Identity

      In der Schweiz sind bisher 900 Gletscher verschwunden. Mit ihrem Verschwinden verändert sich nicht nur die Landschaft, sondern auch unsere Beziehung zu ihnen. «Schmelzpunkt» ist eine Hommage – ein Erinnerungsdossier in Form einer Zeitschrift: zwischen Dokumentation, Klimakritik und Solastalgie. Stille Zeugen des Verlusts begleiten diese Zeitschrift: Glasmonumente symbolisieren die Vergänglichkeit des Eises. Sie wurden an Orte des Verschwindens platziert. Die Zeitschrift wurde zu einer Berghütte getragen – zurück an den Ursprung, als bleibender Abschied.

    • Soma

      Luca Busby, Basil Egger
      BA Interaction Design

      Diese weltweit einzigartige Installation ermöglicht die direkte Kommunikation mit im Labor gezüchteten, lebenden Neuronenzellen – so genannte Gehirn-Organoide. Durch Berührung einer künstlichen Haut erzeugen Sie Impulse im Organoid, dessen Reaktion als Bewegung in derselben Membran zurückkommt. Indem wir dieses neu entstehende Feld transparenter machen, laden wir zum Nachdenken über eine nachhaltige und organische Zukunft ein, in der biologisches Material als Lösung für die moderne Computertechnik vorgeschlagen wird.

    • locally sourced

      Vera Steinmann
      BA Fine Arts

      www.locallysourced.ch ist eine von mir geführte Beratungsstelle für Künstler:innen, die sich mit Klimabewusstsein in der Kunstproduktion auseinandersetzen wollen. In den Beratungen möchte ich mit den Künstler:innen eine CO2 Reduktion in ihrer Praxis erzielen, ohne dabei das grundlegende Anliegen der Arbeiten zu verändern. Auf der Website befindet sich zusätzlich eine Sammlung an Materialien, welche lokal oder in umliegenden Ländern produziert werden, eine Aufzählung von Anlaufstellen für Second Hand Materialien, ein CO2 Rechner für Kunstprojekte, sowie eine Sammlung an offenen Werkstätten.

    • buen vivir – ñutse canseye

      Zoé Nathalie Kugler
      BA Film

      Kurzer Dokumentarfilm. 16.5min lang. Synopsis: Ganze Böden und Gewässer eines Naturparadieses werden durch die Erdölförderung im Amazonasgebiet verseucht. Ein langsamer Prozess, welcher die Gesundheit und die traditionelle Kultur der dort ansässigen Gemeinschaften gefährdeten. Dreizehn Frauen erheben ihre Stimme gegen die Zerstörung ihrer Heimat. Mit Protesten und stillem Widerstand stellen sie sich einem undurchsichtigen globalen Machtgefüge entgegen.

    • Hard Boiled Wonderland

      Manning Dong
      MA Dance, Choreography

      Wenn die Tänzerin zwischen den durch Materialien wie Wippen, Reifen, Planken und Tücher simulierten Machtverhältnissen und sozialen Strukturen positioniert ist, wird der Körper zu einem Wesen, das von diesen Strukturen gehalten, unterdrückt und zugleich in Bewegung versetzt wird. Können wir soziale Strukturen, in denen wir leben, durch körperliche Erfahrung neu verstehen und verändern? Die Beziehung der Tänzerin zum Material bewegt sich vom einseitigen Kontrollverhältnis hin zu gegenseitiger Unterstützung – zwischen dem Zusammenbruch und der Reorganisation der Struktur. Dabei wird die menschliche Natur zu einem möglichen Weg sozialer Nachhaltigkeit, getragen von einem Gefühl der Co-Präsenz.