Das ZKF lädt regelmässig zur Gesprächsreihe «Art in Conflict» ein. Dabei werden grundlegende Fragen diskutiert, mit denen sich Praktiker:innen während ihrer Arbeit immer wieder konfrontiert sehen: Was kann Kunst in von Kriegen betroffenen Regionen bewirken? Wie engagieren sich Kunstschaffende für die Wahrung menschlicher Würde, für neue Begegnungsmöglichkeiten und für friedliche Konfliktbearbeitung? Diese und andere Fragen sollen in der Gesprächsreihe «Art in Conflict» zur Diskussion gestellt werden. Jede Veranstaltung hat die Form eines Tischgesprächs mit konkretem Thema.
«Art in Conflict» ist eine hybride Veranstaltung in englischer Sprache, die im Stall 6 an der Gessnerallee stattfindet. Den Anfangsimpuls für den Austausch geben jeweils eingeladene Expert:innen, die mit Kunstinitiativen verschiedener Sparten in Konfliktregionen tätig sind oder darüber publiziert haben. Dies geschieht entweder in Form einer kurzen Präsentation oder einem Text, der vorab verschickt wird. Interessierte Besucher:innen sind willkommen, den Gesprächen zuzuhören oder mitzureden.
→ Das aktuelle Programm der Gesprächsreihe Art in Conflict über diesen Link abonnieren.
Mittwoch, 10. Juni 2026, 17.30–19.00 Uhr
Zugehörigkeit, Verlust und die Sprache der Kunst
mit Vida Rucli (Architektin, Kulturschaffende, Robida Collective), online zugeschaltet, und Fazil On Yu (Tänzer, Choreograf, Aktivist und Performance-Künstler), vor Ort anwesend
Gessnerallee Zürich, Stall 6, Gessnerallee 8 & Zoom
Vida Rucli, Mitglied des interdisziplinär arbeitenden Robida Collective, das – als Teil der slowenischen Minderheit in Italien – im Grenzdorf Topolò/Topolove aktiv ist, und Fazil On Yu, in Uganda geboren und heute in der Schweiz lebender Performance-Künstler, der ebenfalls interdisziplinär und kollaborativ arbeitet, treten in ein Gespräch über Zugehörigkeit, Verlust und Geschichte. Dies der Frage folgend, wie Dialoge entstehen können – trotz aller Unterschiedlichkeit. Dabei geht es nicht nur um die Begegnung zwischen Menschen, sondern auch um die Beschäftigung mit Orten, Landschaften und Erinnerungen. Wie lässt sich in einer Welt, die von Migration, Mehrsprachigkeit und kolonialen Nachwirkungen geprägt ist, ein offenes Gespräch führen? Und welche Rolle spielt die Kunst dabei, neue Räume des Zuhörens und Verstehens zu schaffen?
Eine spontane Teilnahme vor Ort ist jederzeit möglich. Mit vorgängiger Anmeldung ist eine Teilnahme via Zoom möglich. Eintritt frei. Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.
Für die Veranstaltung am 10. Juni bitte hier anmelden