Correcting the Code: Women, Gender, Technology and the Transformation of Digital Art ist ein öffentliches Programm aus Austauschveranstaltungen, performativen Aktivierungen und Workshops. Ko-organisiert wird es von HEK (House of Electronic Arts), Basel, und dem Institute for Contemporary Art Research (IfCAR) der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK).
Digitale Technologien haben die Kunst von Grund auf verändert: wie sie produziert, verbreitet, gesammelt und bewahrt wird. Das reicht von frühen computerbasierten Experimenten der 1960er-Jahre bis zu den heutigen vernetzten, plattformbasierten und KI-gestützten Praktiken. Doch die Geschichte der digitalen Kunst weist bis heute deutliche Leerstellen auf — vor allem feministische, kollektive und geschlechtlich marginalisierte Praktiken sind darin unterrepräsentiert.
Das Programm ist in vier thematische Kapitel gegliedert: frühe Geschichten der digitalen Kunst, feministische Manifeste, kollektive und gemeinschaftsbasierte Praktiken sowie die geschlechtsspezifische Politik künstlicher Intelligenz. In jedem Kapitel treffen Künstlerinnen, Kuratorinnen, Theoretikerinnen und Forschende aus den Science and Technology Studies aufeinander — für einen öffentlichen Austausch zwischen künstlerischen und nicht-künstlerischen Perspektiven auf Technologie, digitale Kultur und Geschlecht.
Im Kern stellt das Programm eine Frage: Wie lässt sich die Geschichte und Zukunft der digitalen Kunst so neu schreiben, dass sie jene Praktiken, jenes Wissen und jene Infrastrukturen sichtbar macht, die sie geprägt haben, aber aus ihrem Kanon ausgeschlossen blieben?
Das Programm wurde von Marie-France Rafael, Jeni Fulton und Asya Yaghmurian konzipiert – in Zusammenarbeit mit Sabine Himmelsbach und Marlene Wenger.