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River calls

Lying along water, photo by Laura von Niederhäusern

Synergies for future-oriented senses of respect, rhythms and relationalities

River calls untersucht Formen der - materiellen, mentalen und spirituellen - Interaktion zwischen Flüssen und Menschen und anderen Lebewesen, die neue Wahrnehmungen und Vorstellungen von Beziehungen ermöglichen und einen Sinn für die langfristige Perspektive wecken. In einer Reihe von kollaborativen und singulären Forschungsaufenthalten experimentiert und sammelt das Projekt ästhetische Praktiken mit Gewässern, die sich mit Fragen der Handlungsfähigkeit und Interdependenz auseinandersetzen.

Seit Menschengedenken rufen Flüsse Vorstellungen von (Lebens-)Zeit hervor, die über eine metaphorische Rolle hinausgehen - wie beispielsweise dem Wiederkehrenden und Nie-Gleichen. Welche neuen Erkenntnisse über Zeitlichkeiten können sich in unserem Verhältnis zu Flüssen in Zeiten von Klimakrise und drohenden Katastrophen entwickeln? Wie können Flüsse unsere zeitliche Orientierung, unser Empfinden und Handeln verändern?

Auch wenn Flüsse heute als Rechtspersonen beansprucht und mancherorts anerkannt werden und Renaturierungsprozesse versuchen, den Nutzen des natürlichen Gleichgewichts von Flusslandschaften wiederherzustellen, bleiben die sichtbarsten menschlichen Praktiken im Umgang mit Flüssen ausbeuterisch: zur Kühlung von Servern oder Atomreaktoren, zur Entsorgung von Abwasser, zur Energiegewinnung durch Rückstau oder als Wasserspeicher für die Landwirtschaft. Dieses Projekt hingegen sucht nach kulturellen Dimensionen des Austauschs mit Flüssen, die in ihren Erfahrungen nach Nachhaltigkeit und Gegenseitigkeit streben. Mit künstlerischen Methoden wird untersucht und gefragt, wie Flüsse mit Respekt behandelt werden können, was mensch ihnen zurückgeben kann und was mensch mit/durch sie lernen kann. Wie können physische und spirituelle Begegnungen mit Flüssen unsere Sensibilität und unser Bewusstsein für Langfristigkeit entwickeln und gleichzeitig unsere Handlungsfähigkeit in der Gegenwart angesichts der Klimadringlichkeiten stärken?
Bewusste Rituale, Geschichten und Parabeln, alltägliche Handlungen und Praktiken, um Zeit in/an/mit Wasser zu verbringen, werden gesammelt, beobachtet, erfunden und in ästhetischen Erfahrungen reflektiert, die zu transformativen Konzepten und Sinneswahrnehmungen von Zeit beitragen können, wie z.B. langfristige Maßstäbe, tiefe Zeit, spiralförmige Zeit und der Umgang mit Unsicherheit.

Keywords: more-than-human temporalities, decentering, interdependencies, speculative imagination, animism, deceleration, hydrofeminism, rewilding, long view


Projektleitung
 

Laura von Niederhäusern

Projektteam

Liquid Stays Artist Research Group
Peiran Wang
Mëlle Cornut
Marit Mihklepp
Mayumi Arai
Nina Willimann
Esther Kempf
Claudia Kübler
 

Kooperations
 

Urban Waters 2026
Bagni Popolar
 

Laufzeit
 

2024-2027
 
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Liquid Stays: Artist Research Group on Water and Time

Phase 3: Forging collective practices and deepening site-specific research, spring 2026 – spring 2027

Phase 3
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Limmat Calls: Liquid Practices

Phase 2: First public sharings, March-April 2026

Sechs kollektive Begegnungen mit der Limmat: Erkundung körperlicher Interaktionen und der Wirkung von Wasser in zeitlichen Erfahrungen. Vorgeschlagen und geleitet von Liquid Stays, einer Künstlerinnengruppe, die sich mit Wasser und Zeit beschäftigt, im Rahmen von Urban Waters 2026. 

Liquid Practices
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Rhone River Residencies

Phase 1: Short research stays and dialogues by the glacier/stream/estuary, fall 2024 – autumn 2025

Bild-collage_Liquid-stays
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Preliminary Research: Going with the flow of Rhone

Field research by walking, May 6 – June 24, 2024

Going-with-the-Rhone
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