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Zwischen Festlegung und Dekonstruktion

[Translate to English:] Zwischen Festlegung und Dekonstruktion
  • Identitätsdiskurse im Gegenwartstheater

Identitätsdiskurse im Gegenwartstheater

Dr. des. Antonia Leitgeb

Spätestens seit den großen Migrationsbewegungen des Jahres 2015 gibt es am Theater einen verstärkten Trend zurück zur gesellschaftspolitischen Positionierung, der insbesondere identitätspolitisch grundierte Fragestellungen in den Vordergrund treten lässt. Die Theaterbühne als Ort der Repräsentation par exellence wird vermehrt daraufhin untersucht, welche Personen(gruppen) repräsentiert sind, wessen Perspektiven im Zentrum stehen und wessen Geschichten erzählt werden. Doch nicht nur das künstlerische Programm wird gründlichen Identitätsdiagnosen unterworfen, auch Produktionskontexte und institutionelle Strukturen geraten in Kritik, denn die künstlerische Produktion scheint inhaltlich nicht mehr von ihrem Entstehungskontext zu trennen zu sein. Das Projekt untersucht dieses neue Verständnis des Verhältnisses von Theater und Gesellschaft unter dem Blickwinkel soziologischer Ästhetiktheorie und stellt die Frage, wie das Theater der Gegenwart künstlerische Strategien des Umgangs mit Identität zwischen Festlegung und Dekonstruktion produktiv machen kann, um aus dem Mikrokosmos des Theaters auf gesellschaftliche Strukturen zurückzuwirken.

  • Biography

    Antonia Leitgeb studierte Germanistik und Slawistik in Salzburg und Dramaturgie in München. Von 2017 bis 2020 war sie am Theater und Orchester Heidelberg engagiert, zuletzt als Produktionsleiterin und künstlerische Mitarbeiterin des Heidelberger Stückemarkts. Seit 2020 ist sie stellvertretende Leiterin des Studiengangs Dramaturgie an der Theaterakademie August Everding.

  • Info

    • Graduating University: Ludwig-Maximilians-Universität München
    • Supervision: PD Dr. Christiane Plank-Baldauf, Ludwig-Maximilians-Universität München