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    Mehr zu: FLAKS

    FLAKS/ Profil

    FLAKS unterstützt die Fach- und Unterrichtsentwicklung in den Bereichen Bildnerisches Gestalten und Schulmusik sowie die qualitative Weiterentwicklung theaterpädagogischer Praxis an Schulen. Hierfür wird die Auseinandersetzung mit (zeitgenössischer) Kunst-, Musik- und Theaterproduktion für den Unterricht fruchtbar gemacht. Die darauf bezogene kunstbasierte, fachdidaktische Forschung erfolgt gemeinsam mit Lehrpersonen und/oder Theaterpädagog_innen.
    Die profilgebenden Setzungen von FLAKS sind:
    • Fachdidaktische Forschung und Unterrichtsentwicklung
    • Aktions- und Teamforschung
    • (Zeitgenössische) Kunst, Musik und Theater
    • Fachdidaktische Forschung und Unterrichtsentwicklung

      Wie kann es gelingen, trotz bildungspolitischer Bedingungen wie Effizienznachweis, Legitimationsdruck und Optimierungsfantasien, fachdidaktische Forschung und Unterrichtsentwicklung anders zu denken?
      FLAKS versucht mit Kooperationsprojekten, den bildungspolitischen Sachzwängen nicht legitimatorisch, sondern kritisch-konstruktiv zu begegnen: Dabei wird den (Gegenwarts-)Künsten ein subversives Potenzial im Umgang mit genau jenen ökonomischen Logiken (z. B. Kreativ-Kapitalismus) zugesprochen, welche die Debatten um die Rolle der Bildung und die Funktion des Kunstunterrichts in der Wissensgesellschaft derzeit dominieren – wohl wissend, dass Kunst selbst Teil dieser Logiken ist und «der Künstler/die Künstlerin» als Blaupause für eine erfolgversprechende Subjektivierung fungiert.
      Um im Kontext fachdidaktischer Forschung auf komplexe gesellschaftliche wie bildungspolitische Bedingungsverhältnisse eingehen zu können, die unsere Fächer betreffen, sind nicht nur die Befunde der Praxis, sondern insbesondere auch die Erkenntnisse der Bildungstheorie für die Arbeit von FLAKS relevant. Abweichend vom Paradigma der Aktionsforschung, wonach die Frage aus der Praxis heraus zu entwickeln ist, sehen wir für die Forschung von FLAKS einen Gewinn darin, auch bildungstheoretische Thesen und Erkenntnisse zum Ausgangspunkt des Fragens zu machen. Das Aufsuchen der Bildungstheorie ermöglicht – wie auch die Bezugnahme auf Kunst – einen differenzierenden Blick auf das stark von Routinen und Alltagszwängen geprägte Denken und Handeln als Lehrperson.
      Die Bildungstheorie zum Ausgangspunkt von Aktions- und Teamforschungsprozessen zu machen bedeutet, dass Fragen aufgeworfen werden, die sich nicht aus der alltäglichen Praxis heraus stellen. Gleichwohl aber berühren diese Fragen die Voraussetzungen und Prämissen – also die impliziten, nicht-bewussten Grundlagen – des eigenen Handelns. Die Auseinandersetzung mit bildungstheoretischen Einlassungen bedeutet für die forschenden Berufspraktiker_innen daher nicht selten zunächst eine Verkomplizierung, die aber eine Form der Distanznahme darstellt und Bedingung dafür ist, dass neue Differenzierungen erarbeitet werden können. Letztlich führt die Befremdung der eigenen Praxis durch Bildungstheorie zu einer Erweiterung des eigenen Handlungsspielraumes. Wenn wir es als die Aufgabe von FLAKS erachten, die Komplexität der Fachgegenwart herauszustellen, gilt es also auch zu fragen, wie Lehrende beim kunstbezogenen Vermitteln und Unterrichten unter komplexen, teilweise auch paradoxen Bedingungen handlungsfähig sein können.
      FLAKS versteht und betreibt Unterrichtsentwicklung und fachdidaktische Forschung nicht im Sinne einer Optimierung von Unterricht, sondern als eine Herausforderung unterrichtlicher Routinen und fachdidaktischer Prämissen durch die Konfrontation mit bildungstheoretischen Erkenntnissen und mit den Ansprüchen von Kunst, Musik und Theater als Gegenstände einer fachlichen Auseinandersetzung.
    • Aktions- und Teamforschung

      Bei FLAKS forschen Berufspraktiker_innen und Studierende (teilweise unter Einbezug von Schüler_innen), um implizites (Praxis-)Wissen auf methodisch nachvollziehbare Weise sichtbar zu machen und theoriegestützt zu reflektieren. Denn sowohl BG-Lehrpersonen als auch Theaterpädagog_innen verfügen aufgrund ihrer künstlerisch-pädagogischen Erfahrungen über ein spezifisches Wissen, das wertvoll ist, aber als solches kaum formuliert oder sichtbar gemacht wird.
      Die methodische Grundlage für die forschende Zusammenarbeit bildet bei FLAKS die Aktions- und Teamforschung im Kontext von «Arts-Based Research in Education» (ABER). Diese forschungsmethodische Ausrichtung verknüpft und erweitert den sozialwissenschaftlich informierten Ansatz der Aktions- und Teamforschung um kunstbasierte Strategien und Methoden. Dank der Erweiterung um kunstbasierte Verfahren können wir bei FLAKS zur Beforschung fachdidaktischer Fragen das Reservoir an Arbeitsweisen und Methoden aus der künstlerisch-pädagogischen Vermittlungspraxis und/oder den Künsten nutzbar machen – und damit auch ein spezifisches, professionsbezogenes Wissen in die Forschungsprojekte einbringen, das dem Gegenstand Kunst-/Musik-/Theaterpädagogik adäquat ist.
      Der Ansatz der Teamforschung, nach dem Forschung in durchmischten Teams stattfindet, erweist sich auch für die transdisziplinäre Perspektive von FLAKS als geeignet: Er ermöglicht es, unterschiedliche Formen von Wissen einbeziehen und die Unterschiede in den Perspektiven zur Bearbeitung von Forschungsfragen nutzen zu können.
      Die Ausformung zu einer kunstbasierten Aktions- und Teamforschung reagiert wiederum auf die Herausforderungen, die sich bei der forschenden Auseinandersetzung mit künstlerisch-pädagogischen Situationen aufgrund ihres Ereignischarakters ergeben. Mit kunstbasiert ist dabei eine tentative und iterative Suchbewegung gemeint, die auf das reagieren kann, was sich während des Forschungsprozesses zeigt und dadurch Spielräume zu öffnen vermag. 
      Die folgenden Links führen zu Erläuterungen zur Aktions- und Teamforschung sowie zu ABER. 
    • (Zeitgenössische) Kunst, Musik und Theater

      Wo Kunst, Musik und Theater zur gesellschaftlichen und demokratisierenden Selbstverständigung beitragen, bestehen vielfache Optionen und Impulse für die Entwicklung des Unterrichts in den künstlerischen Fächern und der künstlerisch-pädagogischen Arbeit. Ziel unserer Forschungsarbeit bei FLAKS ist es, das Potenzial der Künste für Bildungsprozesse in Form fachdidaktischer Ansätze sowohl für die Vermittlungspraxis an Schulen als auch für die Ausbildung von Lehrpersonen und Theaterpädagog_innen fruchtbar werden zu lassen. Durch unsere inhaltliche Fokussierung auf das «Potenzial zeitgenössischer Kunstpraxis für den Unterricht» geben wir der Arbeit von FLAKS ein Profil und eine Orientierung.
      Unser Ziel, das Feld zeitgenössischer Kunstproduktion als Ausgangspunkt für künstlerisch-pädagogische Prozesse an Schulen zu nutzen, verbinden wir mit selbstreflexiven, institutionskritischen oder dekonstruktivistischen Ansätzen von Kunst. Dabei interessiert uns Kunst als eine Form des Nachdenkens und der Erkenntnisproduktion über das System Schule – und darüber hinaus. Insofern weist unser Forschungsinteresse im Unterschied zu einem von Legitimationsdruck geprägten Fachverständnis in eine gänzlich andere Richtung. Während bei Letzterem der Wunsch nach Transfereffekten, die Verwertbarkeit der künstlerischen Auseinandersetzung für die übrigen Fächer sowie die Ausbildung arbeitsmarktkompatibler Kompetenzen im Vordergrund stehen, sind wir an einer widersprüchlich-vielstimmigen Bildung von Kunst aus interessiert und an der Arbeit mit und an zeitgenössischen Gegenentwürfen.
      Forschungsmethodisch erweitern wir das sozialwissenschaftliche Methodenrepertoire um künstlerische Verfahren. Denn diese eignen sich einerseits dazu, Selbstverständlichkeiten durch das Herstellen von Differenzen herauszufordern, sowie andererseits dazu, Wissensproduktion in ihrer Performativität und Fragilität darzustellen. Wir setzen insgesamt auf eine Stärkung kunstspezifischer Suchbewegungen, in denen tentativ auf das reagiert werden kann, was sich zeigt. Mit den daran anknüpfenden Erkenntnisformen (abduktiv und hypothesenbildend) wird versucht, Allgemeines im Konkreten aufzuzeigen – wohl wissend um die Unwägbarkeit sowie die konstitutive Unabschliessbarkeit von Deutungen und Konstruktionen. In dieser Eigenschaft decken sich künstlerische Verfahren mit den theoretischen Ansätzen des Poststrukturalismus, die das So-Sein der Dinge und der Verhältnisse nicht als zwingend, sondern vielmehr als kontingent auffassen. 
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