Dossier Learning & Teaching
«Das Dossier Learning & Teaching unterstützt und fördert an wichtigen Stellen den Diskurs zu hochschulübergreifenden Themen in der Lehrentwicklung. Aus der Verbindung der beiden Leistungsaufträge Lehre und Weiterbildung entstehen Synergien zu Themen wie Durchlässigkeit, Intergenerationalität oder die Stärkung der didaktischen Qualifikation der Lehrenden über alle Ausbildungsstufen.»
Meilensteine
Dossier
Mit dem endgültigen Übergang in den Betrieb des neuen Major-Minor-Studienmodells übernahm das Dossier zentrale Aufgaben für die Prozesse und die Weiterentwicklung des Minor-Portfolios. Nach den ersten zwei Minor-Wahlen durch die Studierenden galt es, das Portfolio aus deren Perspektive zu evaluieren und die Qualität des aktuellen Portfolios zu diskutieren.
Am «Tag des Lernens:Lehrens 2025» vom 12. September 2025 wurden Erkenntnisse und Fragen aus den ersten Durchläufen im neuen Studienmodell geteilt. Mit der Einführung des neuen Studienmodells wurde das langjährige Z-Modul-Wahlpflichtprogramm eingestellt: Es wird vom transversalen Angebot der T-Minors abgelöst.
E-Learning
Mit der Webinarreihe «Digitale Didaktik» stärkte das E-Learning das hochschuldidaktische Qualifikationsangebot in den Themen «Digitale Resilienz» und «Equity, Diversity & Inclusivity in online und hybrider Lehre» und lancierte die neue Workshop-Reihe «Sinnvoll lernen und lehren mit KI».
Die Community-Formate wie «Prompt me a pizza» und «Culture Club» wurden sowohl von Lehrpersonen als auch von Studierenden rege zum Austausch und der Kompetenzentwicklung im Bereich digital geprägten Lernens und Lehrens besucht.
Beratungsnetzwerk
Das Beratungsnetzwerk entwickelte sich zu einer hilfreichen Anlaufstation für Studierende sowie Studienbewerberinnen und -bewerber im Major-Minor-Studienmodell und unterstützte die Studiengänge bei der Aufbereitung der Informationen zu den Minors mit der Herstellung der Minor-Infovideos.
School of Commons
Die School of Commons (SoC) setzte wichtige Impulse zur Weiterentwicklung kollaborativer Lern- und Wissenspraktiken. Die SoC Assembly 2025 am 8. und 9. Februar versammelte vor Ort und online 150 Teilnehmende und widmete sich der Frage, wie gemeinschaftliches Lernen unter den aktuellen sozialen, politischen, ökonomischen und ökologischen Bedingungen gestaltet werden kann. Auf der Grundlage commons-orientierter Wissensmodelle verstand die Assembly Austausch als zirkulierenden, relationalen und gegenseitigen Prozess.
Darüber hinaus stärkte die SoC ihre Kooperationsnetzwerke, unter anderem durch einen Co-Research-Austausch mit CERNs IdeaSquare und den fortlaufenden Austausch zu Bildungsperspektiven mit dem Casco Art Institute. Die Peer-Learning-Ökologie wurde durch die peer-geführte digitale Publikation «ISSUES 2024: Embracing Chaos» weiter ausgebaut, welche die Arbeitsprozesse der 2024er-Kohorte dokumentiert und sichtbar macht. Das Meta-Forschungsprojekt «Re:make Diversity», gefördert von der Mercator Stiftung, trat in seine Abschlussphase ein. Das entstehende Handbuch zu Barrierefreiheit, Inklusion und gerechten hybriden Lernumgebungen erscheint Mitte 2026.
T-Minors
Das Dossier erarbeitete zuhanden der Hochschulleitung Szenarien, nach denen das Portfolio der T-Minors angesichts der auslaufenden Zwischenfinanzierung angepasst werden kann.
Die Hochschulleitung beschloss, zwei wenig nachgefragte Minors einzustellen, zwei weitere Minors alternierend durchzuführen sowie zwei thematisch ähnlich ausgerichtete Minors zusammenzulegen.
Zentrum Weiterbildung
Das Angebot des Zentrums Weiterbildung wurde einer ausführlichen Portfolioanalyse unterzogen. Dabei stützte sich das Zentrum auf folgende Kriterien: Wirtschaftlichkeit, Marktabschöpfung, Berufsfeldrelevanz, strategische Relevanz und Innovationsbeitrag. Berücksichtigt wurde zudem, lebenslanges Lernen auch als intergenerationelles Lernen zu verstehen und die Durchlässigkeit zwischen Aus- und Weiterbildung auszubauen.
In der Weiterbildung Design wurden drei neue CAS-Programme lanciert: der CAS Crafting Futures, der CAS Facilitating Innovation und der CAS Games & Play in Virtual Spaces. Im Herbstsemester konnte zudem der neubewilligte MAS Design Direction starten.
In der Weiterbildung Musik wurde mit dem Start des CAS Musikpädagogik plus ein wichtiger Schritt in Richtung Anrechnung von Microcredentials gemacht. Dank der flexiblen Unterrichtskontingentierung zahlreicher CAS-Programme konnte zudem die individuelle Studiengestaltung verbessert werden. Die Anmelde- und Belegungszahlen zeigen einen positiven Trend.
Das Zentrum Weiterbildung bietet in Zusammenarbeit mit der grundständigen Lehre sieben Minor-Angebote an. Damit fördert die ZHdK die vielfach diskutierte Durchlässigkeit zwischen den Ausbildungsstufen und Generationen.
Ausgezeichnet
Der ZHdK Lehrpreis 2025 wurde an das Team um Karin Fromherz und Christian Vetter aus dem BA Art Education des Departements Kulturanalysen und Vermittlung vergeben. Das Konzept zur «Ökologie des Lernens» überzeugte die Jury in Bezug auf die aktuellen Herausforderungen in der Lehr- und Lernbeziehung und stiftet wichtige Ideen für die Weiterentwicklung der Lehre an der ZHdK.
Die Musiktherapeutin und Absolventin des Studiengangs MAS in Klinischer Musiktherapie Marianne Amsler wurde mit dem Barbara & Jürg Klopfenstein-Kubli-Stipendium 2025 ausgezeichnet. Das von der Fondation ZHdK vergebene Stipendium würdigt Masterarbeiten der ZHdK, die zur Weiterentwicklung der Musiktherapie beitragen. Amslers Masterarbeit trägt den Titel «Lauschen mit dem inneren Auge. Eine qualitative und künstlerische Untersuchung des Resonanzgeschehens in der musiktherapeutischen Arbeit mit Menschen mit schweren quantitativen Bewusstseinsstörungen (DoC)».
Charlotte Hug Raschèr, Studiengangsleitung des CAS Creation & Scenario in Music und des Bausteins Focusing on Creation, wurde mit dem Schweizer Musikpreis 2025 des Bundesamts für Kultur (BAK) ausgezeichnet.
Weiterlesen
→ Studierendenporträt Janis Labhart
→ Ideen, die den Wandel vorantreiben. Ein Interview mit Jonas Petermann und Renato Soldenhoff, die Programmverantwortlichen des CAS Crafting Futures
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