Departement Kulturanalysen und Vermittlung
«Im DKV diskutieren wir aus langjähriger Erfahrung, was Vermittlung und Transdisziplinarität für eine zeitgemässe Kunsthochschule bedeuten. Die hochschulweite Arbeit an Begriffen und die gemeinsame Suche nach Möglichkeitsräumen verstehe ich als Chance, gemeinsam zu klären, wofür wir stehen und wie wir arbeiten wollen – innerhalb und über Departementsgrenzen hinaus.»
Lehre, Forschung, Vor- und Weiterbildung, Museum
Lehre
Bachelor Art Education
Master Art Education
Critical Social Practice in Art Education
Kunstpädagogik
→ Zu den Studiengängen
Master Cultural Critique
Curatorial Studies
Kulturpublizistik
→ Zu den Studiengängen
Master Transdisziplinarität in den Künsten
→ Zum Studiengang
Forschung
Art Education
Ästhetik
Kulturanalyse in den Künsten
Transdisziplinarität
→ Zur Forschung
Weiterbildung
Diverse CAS und MAS
Vorbildung
Gestalterisches Propädeutikum
→ Zum Propädeutikum
Meilensteine
Gemeinschaftliche Aushandlungsräume und geteilte Verantwortung für die Lernumgebung sind feste Bestandteile des Unterrichts im Bachelor Art Education. Mit der Vergabe des ZHdK Lehrpreises 2025 an die Studienleiterin Karin Fromherz und den Dozenten Christian Vetter hat die Jury ein Zeichen dafür gesetzt, wie Vermittlung an der ZHdK verstanden und gelebt wird. Der mit 10’000 Franken dotierte Lehrpreis stand unter dem Motto der «Lehr-Lern-Beziehungen». In ihrem Konzept «Ökologie des Lernens – Vom universellen zum kontextbezogenen Lernen» zeigen Fromherz und Vetter auf, wie das Studium selbst zum Lerngegenstand werden kann und wie darüber hinaus echte Möglichkeiten von Teilhabe und Einfluss seitens der Studierenden entstehen können. Jurymitglied Lucia Albanese fasste in ihrer Laudatio zusammen: «Lernen ist keine Ansammlung von Modulen, sondern das Knüpfen von Beziehungen. Diese Haltung ist beispielhaft, übertragbar und inspirierend – weit über den Studiengang Art Education hinaus.»
Ausgezeichnet
Im Sommer machten drei Absolventinnen des Masterstudiengangs Transdisziplinarität in den Künsten (MTR) mit Auszeichnungen von sich reden: Shamiran Istifan gewann kurz nach ihrem Erfolg bei den Swiss Art Awards 2025 auch den Manor Kunstpreis Aarau 2026. Maya Lama erhielt für ihr transdisziplinäres Schaffen ein Kunststipendium der Stadt Zürich und Jana Thierfelder, Alumna und Dozentin des MTR, wurde mit dem «Seed Fund» des Canadian Institute for Advanced Research (CIFAR) ausgezeichnet. Mit dieser Förderung wird ihr Projekt «Feeling Science: Investigating the Emotional Dimensions of Research with Living Organisms» unterstützt, in dem ein schweizerisch-kanadisches Team aus den Feldern der Anthropologie, der Kunst, der Neurowissenschaften und der Psychologie die emotionalen Dimensionen wissenschaftlicher Arbeit erforscht.
Ausgewähltes Forschungsprojekt
Das vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) geförderte Projekt «Echoing the Un(for)seen. Listening as a Practice of Cultural Analysis in the Arts» untersucht spezifische Modi des Zuhörens und Möglichkeiten auditiver Sensibilität im Feld des Visuellen. Als Teil des Forschungsschwerpunkts Kulturanalyse in den Künsten beleuchtet das Projekt Formen des möglichen und unmöglichen Zuhörens in Film- und Videoarbeiten, vergleicht modernistische und postkoloniale Hörkonzepte und konzeptualisiert die kulturanalytische Denkfigur «Echo/ing». Dabei versteht sich die Figur des Echos als klangliche Denkfigur einer visuellen, kulturanalytischen Praxis. Diese beschäftigt sich mit den Bedingungen der Vernehmbarkeit von Un(vorher)gesehenem, also dem, was nicht vorgesehen war oder ist, um gesehen oder gehört zu werden – und das im Echo die Form einer anwesenden Abwesenheit erhält.
Veranstaltungs-Highlight
Das artists-in-labs program (ail) vertrat die ZHdK während der Weltausstellung EXPO 2025 in Osaka (Japan) mit einer Ausstellung bei Swissnex, einer Konferenz im Schweizer Pavillon und einer Masterclass zum Thema Wasser. Über die Ausstellung «Converging Waters – Kumo, Kawa, Kōri» kamen die japanische Künstlerin Aki Inomata und der Master-Transdisziplinarität-Alumnus Marcel Rickli mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Japan und der Schweiz in Austausch. Gemeinsam befassten sie sich mit den zahlreichen Facetten von Wasser – mit seinen Aggregatszuständen und Kreisläufen, seiner Rolle für das Wetter, die Landschaft und das Leben auf der Erde sowie mit seinen Mythen und technologischen Verflechtungen. So widerspiegelte auch die Ausstellung vom 8. bis 26. September das ambivalente Verhältnis von Technologie und Ökosystem.
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