Dossier Nachhaltigkeit
«Das Dossier Nachhaltigkeit stärkte mit zahlreichen Projekten, Kooperationen und Veranstaltungen die Visibilität und Wirksamkeit von Nachhaltigkeit in Lehre, Forschung und künstlerisch-gestalterischer Praxis an der ZHdK.»
Meilensteine
Im Rahmen des Förderprogramms 2025 wurden fünf Projekte von Dozierenden und Mitgliedern des Mittelbaus aus unterschiedlichen Departementen fachlich und finanziell unterstützt. Die ausgewählten Vorhaben verdeutlichten die Vielfalt, mit der Kunst und Design ökologische, soziale und kulturelle Fragestellungen aufgreifen. Im Dezember wurden die Projekte in einer Abschlusspräsentation vorgestellt. Ihre Methoden und Ansätze werden auf der Webplattform Growing Sustainability in the Arts dokumentiert und öffentlich zugänglich gemacht.
Im Rahmen der Diplomausstellung 2025 präsentierte das Dossier eine kuratierte Führung mit acht Abschlussarbeiten, die Nachhaltigkeit aus unterschiedlichen künstlerischen und gestalterischen Perspektiven beleuchteten – von pflanzlichen Druckfarben bis zu einer Installation mit lebenden Neuronenzellen und einem Dokumentarfilm über Umweltzerstörung im Amazonas – und zeigten, wie Studierende durch kreative und reflektierte Praxis neue Perspektiven auf eine nachhaltige Zukunft eröffnen.
Mit der Veranstaltung Botanical Thinking: An Ecosystem of Ideas im Botanischen Garten Zürich wurde die Reihe «Perspectives of Change» fortgeführt. In Zusammenarbeit mit dem Zurich-Basel Plant Science Center und dem Master Transdisziplinarität in den Künsten brachte das Format künstlerische und wissenschaftliche Perspektiven zusammen und befasste sich mit der Beziehung zwischen Pflanzen, Wissenschaft und Gesellschaft im Kontext der Nachhaltigkeit.
Gemeinsam mit dem Zurich Knowledge Center for Sustainable Development (ZKSD) organisierte das Dossier zwei Kleidertausche an der ZHdK, ergänzt durch eine Filmvorführung und Reflexionen zu Mode, Konsum und Verantwortung. Darüber hinaus beteiligte sich das Dossier an weiteren Formaten des ZKSD, unter anderem am Matchmaking-Event, bei dem interdisziplinäre Vorhaben aus den vier kantonalen Hochschulen die Möglichkeit auf finanzielle Förderung erhielten. Mehrere Projekte mit Beteiligung der ZHdK nahmen teil und reichten Beiträge für das erstmals ausgeschriebene Förderprogramm ein.
Neben hochschulinternen Formaten war das Dossier auf nationalen Plattformen aktiv. Am Sustainability Science Forum in Bern gestaltete es mit «Beneath the Surface» einen künstlerisch-wissenschaftlichen Denk- und Erfahrungsraum. Zudem nahm die ZHdK am Sustainable University Day an der OST – Ostschweizer Fachhochschule in Rapperswil teil. Dort diskutierten Akteurinnen und Akteure aus Lehre und Forschung über Wege zu einer gelebten Nachhaltigkeitskultur an Hochschulen. Im Rahmen einer Postersession wurde zudem die Förderplattform «Sustainship» vorgestellt. Sie wurde vom Dossier initiiert, von U Change finanziert und unterstützte über einen Zeitraum von vier Jahren studentische Projekte an der ZHdK. Ziel der Plattform war es, sowohl die Kultur der Nachhaltigkeit an der ZHdK zu stärken als auch Studierende in ihren Nachhaltigkeitsbestrebungen zu fördern.
Veranstaltungs-Highlights
Ein besonderes Highlight im Februar bildete die Durchführung von Urban Waters 2025 im Strandbad Tiefenbrunnen. Das frei zugängliche Kunstfestival widmete sich dem Element Wasser als Lebensgrundlage und öffentlichem Gut. Mit Installationen, Performances, Workshops und weiteren Formaten zeigte Urban Waters, wie sich Künstlerinnen und Gestalter der ZHdK mit dem Thema Wasser im urbanen Raum befassen. Das vom Kanton Zürich im Rahmen des Projekts #hallowasser geförderte Festival wurde mit einer Publikation dokumentiert.
Ausgewähltes Forschungsprojekt
Das Dossier Nachhaltigkeit startete gemeinsam mit dem Institut für Umwelt- und Nachhaltigkeitspsychologie der ZHAW das PgB-Projekt (projektgebundene Beiträge) «Von der Behauptung zur Evidenz», das die Wirksamkeit von Kunst und Design im Kontext der Nachhaltigkeit untersucht. Finanziert von swissuniversities, leistet das Projekt einen Beitrag dazu, die Wirkung künstlerisch-gestalterischer Praxis in der nachhaltigen Transformation sichtbar und nachvollziehbar zu machen.
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→ Nachhaltigkeit an der ZHdK
→ Webplattform Growing Sustainability in the Arts
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