Rektorat



«Wer weltweit eine tragende Rolle spielen will, kann sich einem dynamischen Umfeld nicht entziehen. Entscheidend ist, wie man ihm begegnet: mit klaren Strukturen, gemeinsamer Orientierung und dem Mut, Neues zu wagen.»

Dr. Karin Mairitsch, Rektorin

Bereiche

Akkreditierung & Qualitätsentwicklung
Digitalrat
Generalsekretariat
Gleichstellung & Diversity
Hochschulentwicklung
Hochschulkommunikation
Medien- und Informationszentrum
Rechtsdienst / Zentrum für Kulturrecht
Zurich Centre for Creative Economies


Meilensteine

Im Bereich Akkreditierung & Qualitätsentwicklung haben Lehrende und Studierende mit dem Start des neuen Major-Minor-Studienmodells die Lehrveranstaltungen evaluiert. Die Rückmeldungen der Studierenden waren insgesamt sehr positiv. Verbesserungsvorschläge werden in den Studiengängen umgesetzt. Das Departement Fine Arts hat zudem ein Peer-Review-Verfahren mit vier externen Expertinnen und Experten durchgeführt. In gemeinsamen Workshops hat das Departement seine Studiengänge, die Forschung und die Kommunikation reflektiert und diese Themen in einem dreitägigen Peer Visit weiter vertieft. Solche Peer Reviews finden auf Departementsebene alle sieben Jahre statt.

Hinsichtlich Digitalisierung lag der Fokus auf dem Thema Künstliche Intelligenz (KI). Anhand der Rückmeldungen aus der jährlich durch den Digitalrat durchgeführten Umfrage «KI an der ZHdK» konnte ein breites Angebot an Austausch- und Weiterbildungsformaten konzipiert werden, das den Hochschulangehörigen erlaubt, ihre KI-Kompetenzen bedarfsgerecht weiterzuentwickeln.

Die Digitalisierungsinitiative der Zürcher Hochschulen (DIZH) feierte ihr fünfjähriges Bestehen und damit ihre «Halbzeit». Die sehr positive Zwischenbilanz – bislang 40 DIZH-Projekte mit ZHdK Beteilung aus allen Bereichen der Hochschule – zeigt, dass sich die Zusammenarbeit mit den Partnerhochschulen und lokalen Praxispartnern etabliert hat, und eröffnet vielversprechende Perspektiven auf eine Zukunft über die DIZH hinaus.

Im Rahmen der Mandate des Digitalrats konnte die Zusammenarbeit mit digitalswitzerland intensiviert und die Mitwirkung der ZHdK am nationalen AI Action Plan ermöglicht werden. 

Mit finanzieller Unterstützung aus projektgebundenen Beiträgen des Bundes konnte die Fachstelle Gleichstellung & Diversity gemeinsam mit dem Dossier Learning & Teaching ein umfassendes internes Weiterbildungs- und Coachingangebot «Approaching EDI» entwickeln und umsetzen. Zudem hat die Fachstelle das Thema Neurodiversität durch gezielte Weiterbildungen und den transparenzfördernden Prozess zum Nachteilsausgleich weiter ausgebaut.

2025 stand bezüglich Hochschulentwicklung, deren Leitung per 1. Juli mit Prof. Dr. Elena Wilhelm besetzt werden konnte, im Zeichen der Bewegung. Mit ihrer «Living Strategy» hat die ZHdK einen agilen Strategieprozess etabliert, der nicht in Plänen verharrt, sondern sich vierteljährlich weiterentwickelt.

Das Grossprojekt Major-Minor-Studienmodell konnte erfolgreich abgeschlossen und in den Regelbetrieb überführt werden.

Nach einer breit abgestützten Vernehmlassung legte die ZHdK dem Fachhochschulrat die neue Organisationsstruktur vor. Sie schafft mit den beiden Prorektoraten «Bildung» sowie «Forschung und Innovation» eine zukunftsgerichtete Grundlage für eine koordinierte, wirksame Hochschulentwicklung und löst die bisherige Dossierstruktur ab. Die beiden Prorektorate werden auf Anfang August 2026 implementiert.

Auch inhaltlich wurden im Rahmen der Retraite der Hochschulleitung entscheidende Weichen gestellt: Neue «Cluster» (Arbeitstitel) wie «Art, Design, Technology & Society» und «Art, Design & Health» stärken das Profil der ZHdK an den Schnittstellen von Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft. Gleichzeitig rückt die sogenannte Generativität stärker in den Fokus – die Fähigkeit, Studierende auf eine verantwortungsvolle, kreative und nachhaltige Berufspraxis vorzubereiten. Mehr dazu im Fokus-Artikel.

Nicht zuletzt konnte die Initiative zur finanziellen Stabilisierung der ZHdK erfolgreich fortgeführt werden. Sie schafft die Voraussetzung, um die anstehenden Reformen kostenneutral umzusetzen.

Mit der Unterzeichnung einer Rahmenvereinbarung bauen das Opernhaus Zürich und die ZHdK ihre enge Zusammenarbeit weiter aus. Unterstützung erhielten sie dabei von der Bildungsdirektion des Kantons Zürich unter der Leitung von Regierungsrätin Dr. Silvia Steiner sowie von der Direktion der Justiz und des Inneren unter der Leitung von Regierungsrätin Jacqueline Fehr. Beide Direktionen würdigen die Kooperation als zukunftsweisend und sind überzeugt, dass sie den Institutionen neue Perspektiven eröffnet und zusätzliche Potenziale freisetzt.

Der Strategie-Prozess der Hochschulkommunikation, deren Leitung per 1. Juli Andrea Joss übernommen hat, wurde mit unterschiedlichen Input-Workshops gestartet – zu Themen wie Markenkommunikation, Events oder zu Social Media –, zu denen Hochschulangehörige aus verschiedenen Abteilungen und Departementen eingeladen wurden. Die daraus entstandenen Ergebnisse bildeten die Grundlage zur Ausarbeitung der Gesamtstrategie Hochschulkommunikation 2025–2030. Zudem erzielte die Medienarbeit der ZHdK eine erfreuliche Verbesserung bei der Resonanz auf platzierte Geschichten, von Diplomarbeiten über Forschungsprojekte bis zu institutionellen Themen.

Nach einer umfassenden Evaluation wurde die vom Medien- und Informationszentrum (MIZ) und Informationstechnologie-Zentrum entwickelte Software Madek durch die Hochschulleitung bestätigt. Die Software wird nun langfristig gezielt weiterentwickelt. Mit Madek wird das Medienarchiv betrieben – das institutionelle Repositorium der ZHdK für digitale Medien sowie das digitale Langzeitarchiv für künstlerische und wissenschaftliche Werke, wie zum Beispiel Abschlussarbeiten.

Drei Projekte im swissuniversities-Programm «Open Science», bei denen sich das MIZ für die ZHdK während drei Jahren beteiligte, fanden Ende 2024 ihren Abschluss. Aus den Erfahrungen an der ZHdK entstand die Förderlinie «Innovatives Publizieren in Open Science», die zunächst im Projektrahmen erprobt und im Jahr 2025 über die Publikationsdienste des MIZ verstetigt wurde. Das MIZ nimmt auch an den jeweiligen Folgeprojekten des swissuniversities-Programms teil. Ihnen gemeinsam ist das Ziel, das Publizieren offener Inhalte national koordiniert weiter voranzutreiben.

Im Berichtsjahr beschäftigten den Rechtsdienst nach wie vor Umsetzungsfragen in Zusammenhang mit dem Major-Minor-Studienmodell. Zudem konnten die mit Inkrafttreten der neuen Personalverordnung der Zürcher Fachhochschule (PVF) erforderlich gewordenen Erneuerungs- und Überarbeitungsaufgaben an Richtlinien und Reglementen, beispielsweise dem Qualifikationsstellenreglement, in weiten Teilen abgeschlossen werden. Auch wurden rechtliche Vorbereitungsabklärungen im Hinblick auf die Überarbeitung der Organisationsstruktur der ZHdK aufgenommen. Zeitgleich konnten die Organisationseinheiten bei der Vertragsgestaltung kontinuierlich beraten und unterstützt werden.

Das Zurich Centre for Creative Economies (ZCCE) beleuchtete die Arbeitsrealitäten in der Kreativwirtschaft. Im Auftrag der Swiss Design Association (SDA) entstand die erste umfassende Studie «Löhne und Honorare von Designer:innen 2025», die Lohnunterschiede aufzeigt und eine evidenzbasierte Debatte ermöglicht. Das Creative Economies Forum 2025 vom 2. Oktober in Uster vernetzte als interaktiver Workshop gezielt KMU mit Kreativschaffenden zur Förderung hybrider Innovationen. Zudem analysierte der in Auftrag gegebene Text «Visual Protest» des ehemaligen ZCCE-Fellows Justin Wong die Rolle visueller Kunst als Protestform in den Hongkonger Bewegungen. Die Arbeit untersucht die Entstehung kollektiver Kreativität und versteht sich als Plädoyer für die Freiheit der Künste. Die Publikation wurde im Mai gemeinsam mit der Asia Society Switzerland im Toni-Areal mit einer Diskussionsrunde zum Thema präsentiert. 


Veranstaltungs-Highlight

Die neu initiierte Ausstellungsreihe schaumichan des MIZ rückt regelmässig physische Bestände der Bibliothek in den Fokus und animiert zum Entdecken und zur Ausleihe. 2025 zum Thema Wasser – in Anlehnung an das Festival «Urban Waters» in der Badi Tiefenbrunnen und an die Ausstellung «Wasser. Gestaltung für die Zukunft» im Museum für Gestaltung Zürich – und dem vom Autor und Designer Bernd Kuchenbeiser inspirierten Webseiten-Projekt. 


Ausgezeichnet

Der Hochschultag fand am 17. Juni zum ersten Mal im Rahmen der Diplomausstellung statt. Die geladenen Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft konnten an unterschiedlichen Führungen in die Vielfalt der an der ZHdK entstandenen Diplomprojekte eintauchen. Drei Alumni wurden im Kino Toni für ihre Verdienste ausgezeichnet: der Künstler Thomas Hirschhorn erhielt den Ehrentitel «Honorary Companion ZHdK». Die Industrial Designer Simon Oschwald und Fabian Engel von Circleg wurden als «Companion ZHdK» ausgezeichnet. 


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→ Neue Webseite zu «KI an der ZHdK»
«Zwischen künstlerischer Freiheit und Open Science Standards»: Förderlinie «Innovatives Publizieren in Open Science» 


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