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    5. Zwischenwelten: Ein Musiktherapie-Symposium
    Mehr zu: Zwischenwelten: Ein Musiktherapie-Symposium

    Workshops

    • 01: Zwischenleibliche Prozesse in der psychodynamischen Psychotherapie
    • 02: Resonanz-Collagen
    • 03: The heart of the matter/The matter of the heart (English)
    • 04: Workshop: Impro-Theater – Begegnung im Moment
    • 05: «Lauschen mit dem inneren Auge»

    Im Rahmen des Musiktherapie-Symposiums Zwischenwelten finden folgende Workshops statt:

    01: Zwischenleibliche Prozesse in der psychodynamischen Psychotherapie

    Leitung: Dr. Maria Teresa Diez Grieser

    Nach einer kurzen theoretischen Einführung soll der Workshop anhand von Fallbeispielen vermitteln, wie körperliche Signale Resonanzen und die therapeutische Beziehung als Informationsquellen für (unbewusste) Dynamiken genutzt werden können. Die Teilnehmenden erhalten konkrete Anregungen, um körperbezogene Perspektiven in ihre therapeutische Praxis zu integrieren und Veränderungsprozesse zu unterstützen. 

    02: Resonanz-Collagen

    Leitung: Joana Aderi

    Auf www.stoerungsmusik.com hat Joana Aderi psychische Zustände musikalisch erforscht. Im Workshop zeigt sie, wie sich die eigene musikalische Sprache nutzen lässt, um Zwischenwelten erklingen zu lassen. Aus Instant Composing, Improvisation und Recording entwickeln die Teilnehmenden anschliessend eigene Soundcollagen – ein Experiment, das Resonanzräume erfahrbar und hörbar machen möchte.

    03: The heart of the matter/The matter of the heart (English)

    Leitung: Dr. Sun Sun Yap & Dr. Simon Gilbertson

    Aus einer performativen Kollaboration hervorgehend, basiert dieser Workshop auf der Annahme, dass wissenschaftliche Forschung stets sowohl individuelle als auch kollektive Dimensionen umfasst. Aufbauend auf einer seit über einem Jahr bestehenden autoethnografischen Zusammenarbeit werden Methoden weiterentwickelt, um die wechselseitigen Einflüsse zwischen Forschenden und ihren Projekten auf ontologischer, epistemologischer und methodologischer Ebene zu erkunden. Zugleich wird reflektiert, wie explizite und implizite Dimensionen durch Haltungen, Überzeugungen und Werte mitgeprägt werden. 

    Die Teilnehmenden erproben ausgewählte Methoden des Projekts und reflektieren gemeinsam die Performance sowie ihre eigenen Erfahrungen. Abschließend eröffnet der Workshop einen autoethnografischen Prozess, in dem persönliche Überzeugungen, Werte und innere Ausrichtungen sichtbar werden, die Forschung und Praxis prägen.

    Der Workshop findet auf Englisch statt.

    04: Workshop: Impro-Theater – Begegnung im Moment

    Leitung: Judith Gorgass

    Der Workshop lädt ein, über Methoden des Improvisationstheaters spontane Begegnung und gemeinsames Gestalten im Hier und Jetzt zu erforschen. 
    Durch einfache, klar angeleitete Übungen entsteht ein kreativer Raum, in dem Präsenz, Resonanz, Körperwahrnehmung und Reaktion aufeinander im Zentrum stehen. 

    In humorvoll-spielerischer Weise schlüpfen wir dabei in unterschiedliche Rollen, Settings und Perspektiven – von menschlichen Charakteren und Archetypen über Tiere, Comic- und Märchenfiguren bis hin zu unbelebten Objekten.  Diese Perspektivwechsel eröffnen neue Zugänge zu Ausdruck, Wahrnehmung und Beziehung. Aus dem gemeinsamen Improvisieren entstehen kurze Spielszenen, die zum Abschluss des Workshops gezeigt werden können.

    Der Workshop ist praxisorientiert und erfordert keine Vorkenntnisse. 

    05: «Lauschen mit dem inneren Auge»

    Verkörperte Annäherung an das musiktherapeutische Resonanzgeschehen in der Arbeit mit Menschen im Wachkoma und mit schweren quantitativen Bewusstseinsstörungen (DoC) 

    Leitung: Marianne Amsler

    Der diagnostische Komplex der schweren quantitativen Bewusstseinsstörungen (DoC) ist ein Gebiet, auf dem trotz des grossen Wissenszuwachses in den letzten 20 Jahren viele Fragen unbeantwortet bleiben. Musiktherapeut:innen in der klinischen Neurorehabilitation oder auch in der Langzeitbetreuung versuchen in ihrer Arbeit, den Betroffenen in der besonderen Zwischenwelt, in der diese sich befinden, zu begegnen. Zwischen allen klar definierbaren Bewusstseinszuständen und doch mittendrin – im Menschsein mit all seinen nötigen basalen Kompetenzen zur Lebendigkeit. 

    Nach einer Einführung ins Krankheitsbild und in musiktherapeutische Arbeit mit der betroffenen Klientel nähern wir uns mittels Methoden der künstlerischen Forschung dieser Zwischenwelt an: Wir spüren dem Resonanzgeschehen, das sich in der musiktherapeutischen Dyade abspielt, nach. Wir entwickeln eine Vorstellung von möglichen emotionalen Erlebniswelten der Betroffenen. Und wir versuchen mittels szenischer und bewegter Umsetzung, ein ver-körpertes, implizites Wissen multisensorisch zu erfahren und erfahrbar zu machen. 

    Der Workshop beinhaltet kurze Präsentationen zur Wissensvermittlung, Selbsterfahrungssequenzen und Arbeit in Kleingruppen. 


    Die Auswahl eines Workshops erfolgt im Rahmen des Anmeldeprozesses.


    • Flyer Zwischenwelten: Ein Musiktherapie-Symposium (PDF)
    • Zeitplan Zwischenwelten: Ein Musiktherapie-Symposium (PDF)