Verkörperte Annäherung an das musiktherapeutische Resonanzgeschehen in der Arbeit mit Menschen im Wachkoma und mit schweren quantitativen Bewusstseinsstörungen (DoC)
Leitung: Marianne Amsler
Der diagnostische Komplex der schweren quantitativen Bewusstseinsstörungen (DoC) ist ein Gebiet, auf dem trotz des grossen Wissenszuwachses in den letzten 20 Jahren viele Fragen unbeantwortet bleiben. Musiktherapeut:innen in der klinischen Neurorehabilitation oder auch in der Langzeitbetreuung versuchen in ihrer Arbeit, den Betroffenen in der besonderen Zwischenwelt, in der diese sich befinden, zu begegnen. Zwischen allen klar definierbaren Bewusstseinszuständen und doch mittendrin – im Menschsein mit all seinen nötigen basalen Kompetenzen zur Lebendigkeit.
Nach einer Einführung ins Krankheitsbild und in musiktherapeutische Arbeit mit der betroffenen Klientel nähern wir uns mittels Methoden der künstlerischen Forschung dieser Zwischenwelt an: Wir spüren dem Resonanzgeschehen, das sich in der musiktherapeutischen Dyade abspielt, nach. Wir entwickeln eine Vorstellung von möglichen emotionalen Erlebniswelten der Betroffenen. Und wir versuchen mittels szenischer und bewegter Umsetzung, ein ver-körpertes, implizites Wissen multisensorisch zu erfahren und erfahrbar zu machen.
Der Workshop beinhaltet kurze Präsentationen zur Wissensvermittlung, Selbsterfahrungssequenzen und Arbeit in Kleingruppen.