Auf www.stoerungsmusik.com hat Joana Aderi psychische Zustände musikalisch erforscht. Im Workshop zeigt sie, wie sich die eigene musikalische Sprache nutzen lässt, um Zwischenwelten erklingen zu lassen. Aus Instant Composing, Improvisation und Recording entwickeln die Teilnehmenden anschliessend eigene Soundcollagen – ein Experiment, das Resonanzräume erfahrbar und hörbar machen möchte.
Die Teilnehmenden sollten eigene Hauptinstrumente und ein Handy zum Filmen mitbringen.
Wer hat, gerne auch eigene DWS (z. B. Tablet oder Laptop mit Ableton…)
Biographische Angaben
Nach der Matura begann Joana Aderi ihr Studium der Alten Musik in Luzern. Mit dem Wunsch, aktuelle Musik zu schaffen, wechselte sie an die Hochschule für Jazz und studierte in Basel sowie in Trondheim (Norwegen). Dort schloss sie ihr Masterstudium in „Performing and Composing Electronic Music“ mit Auszeichnung ab.
Seit über 20 Jahren ist Aderi als Performerin und Komponistin in der Schweizer Musikszene präsent. Im Zentrum ihrer Arbeit steht die Erforschung der menschlichen Stimme im elektronischen Raum.
Sie hat auf zahlreichen renommierten Festivals im In- und Ausland gespielt und mehrere Alben veröffentlicht. Neben ihren eigenen Projekten komponiert sie auch für Film oder Ballett. Zurzeit schreibt sie an «Lizard», einem Kompositionsauftrag der Basler Sinfonietta mit Uraufführung im Januar 2026.
Parallel zu ihrer musikalischen Laufbahn ist sie leidenschaftlich als Musiktherapeutin in der Erwachsenenpsychiatrie tätig. Ihr Projekt „Störungsmusik“, eine musikalisch-therapeutische Auseinandersetzung mit psychischen Erkrankungen, wurde für den Johannes-Eschen-Preis nominiert.
Nach mehreren Jahren im Ausland lebt Aderi heute wieder in Zürich.