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    5. Zwischenwelten: Ein Musiktherapie-Symposium
    Mehr zu: Zwischenwelten: Ein Musiktherapie-Symposium

    Referent:innen und Workshopleitende

      • Joana Aderi

        Auf www.stoerungsmusik.com hat Joana Aderi psychische Zustände musikalisch erforscht. Im Workshop zeigt sie, wie sich die eigene musikalische Sprache nutzen lässt, um Zwischenwelten erklingen zu lassen. Aus Instant Composing, Improvisation und Recording entwickeln die Teilnehmenden anschliessend eigene Soundcollagen – ein Experiment, das Resonanzräume erfahrbar und hörbar machen möchte. 

        Die Teilnehmenden sollten eigene Hauptinstrumente und ein Handy zum Filmen mitbringen.
        Wer hat, gerne auch eigene DWS (z. B. Tablet oder Laptop mit Ableton…) 

        Biographische Angaben 

        Nach der Matura begann Joana Aderi ihr Studium der Alten Musik in Luzern. Mit dem Wunsch, aktuelle Musik zu schaffen, wechselte sie an die Hochschule für Jazz und studierte in Basel sowie in Trondheim (Norwegen). Dort schloss sie ihr Masterstudium in „Performing and Composing Electronic Music“ mit Auszeichnung ab. 

        Seit über 20 Jahren ist Aderi als Performerin und Komponistin in der Schweizer Musikszene präsent. Im Zentrum ihrer Arbeit steht die Erforschung der menschlichen Stimme im elektronischen Raum. 

        Sie hat auf zahlreichen renommierten Festivals im In- und Ausland gespielt und mehrere Alben veröffentlicht. Neben ihren eigenen Projekten komponiert sie auch für Film oder Ballett. Zurzeit schreibt sie an «Lizard», einem Kompositionsauftrag der Basler Sinfonietta mit Uraufführung im Januar 2026. 

        Parallel zu ihrer musikalischen Laufbahn ist sie leidenschaftlich als Musiktherapeutin in der Erwachsenenpsychiatrie tätig. Ihr Projekt „Störungsmusik“, eine musikalisch-therapeutische Auseinandersetzung mit psychischen Erkrankungen, wurde für den Johannes-Eschen-Preis nominiert. 

        Nach mehreren Jahren im Ausland lebt Aderi heute wieder in Zürich. 

        Joana Aderi
      • Marianne Amsler

        Nach der Matura Ausbildung zur Bewegungsschauspielerin, 2012 zur Musik- und Bewegungspädagogin; 2024 MAS in Klinische Musiktherapie ZHdK. 

        Berufliche Wanderjahre mit Stationen an Theaterkassen, im Bioladen, als Rezeptionistin, in der Essigfabrik, über einen Alpsommer zu Theaterprojekten als Regieassistentin, Inspizientin und Aushilfs-Technikerin; Aufblühen als sozialpädagogische Betreuerin von Menschen mit körperlichen und geistigen Einschränkungen; vorläufig definitives berufliches Ankommen seit 2023 als Musiktherapeutin in der Neurorehabilitation (REHAB Basel). 

        Als roter Faden der letzten 25 Jahre Beschäftigung mit Bewegung und Tanz, Gesang von Jodel bis Klassik, Erlernen von Instrumenten (am liebsten alle, Ziel noch nicht erreicht …), sowie kleinen Kulturprojekten (Solo-Bewegungstheater, Maskenspiel, szenische Gestaltungen mit Musik und Bewegung). 

        Literaturangaben 
        Lauschen mit dem inneren Auge – Eine qualitative und künstlerische Untersuchung des Resonanzgeschehens in der musiktherapeutischen Arbeit mit Menschen mit schweren quantitativen Bewusstseinsstörungen (2024; unveröffentlichte Thesis zur Erlangung des Titels Master of Advanced Studies in Klinische Musiktherapie, Zürcher Hochschule der Künste ZHdK) 

        Marianne Amsler
      • Dr. rer. medic. Simon Keith Gilbertson

        Dr. rer. medic. Simon Keith Gilbertson ist Musiker, Musiktherapeut, Forscher und Autor sowie Associate Professor für Musiktherapie an der Grieg Academy der Universität Bergen in Norwegen. Nach seiner musikalischen Ausbildung an der Royal Academy of Music in London und dem Studium der Komposition am King’s College qualifizierte er sich 1993 als Musiktherapeut. 

        Seine klinische, wissenschaftliche und pädagogische Tätigkeit führte ihn nach England, Deutschland und Irland, wo er mit Kindern und Erwachsenen mit komplexen Entwicklungs- und Gesundheitsbiografien arbeitete. Seine Promotion an der Universität Witten/Herdecke widmete er der improvisatorischen Musiktherapie mit Menschen nach schweren Schädel-Hirn-Verletzungen. Seine Forschungsinteressen umfassen Musiktherapie, Anthropologie, Sinnesgeschichte sowie inter- und transdisziplinäre Zugänge in Forschung und Praxis.

        Dr. Simon Gilbertson
      • Dr. phil. Maria Teresa Diez Grieser

        Maria Teresa Diez Grieser, Dr. phil., Psychologische Psychotherapeutin und Psychoanalytikerin. Nach langjähriger Tätigkeit in verschiedenen Organisationen und Institutionen, selbstständig als Supervisorin, Dozentin und Kursleiterin tätig. 
        Schwerpunkte: Entwicklungspsychologie, Psychotraumatologie, Mentalisieren  

        Wichtigste Publikationen (siehe auch www.diez-grieser.ch): 
        Diez Grieser, M.T. (2025). Mentalisieren in der Elternarbeit. Interventionen und Beziehungsgestaltung in Beratung und Therapie. Leben lernen. Klett-Cotta.
        Diez Grieser, M.T. (2025). Körperlichkeit, Äquivalenzmodus und die Fähigkeit zur Reverie als Basis für gelingendes Mentalisieren. Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapie, Zeitschrift für Psychoanalyse und Tiefenpsychologie, 205, LVI Jag., S. 11-25. Diez Grieser, M.T. (2024). Transgenerationale Traumatisierungen und Mentalisieren. In: Psychodynamische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie, Band 1: Grundlagen. Brandes & Apsel, S. 223-251.
        Diez Grieser, M.T. (2022). Mentalisieren bei Traumatisierungen. Stuttgart: Klett-Cotta. 

        Maria Teresa Diez Grieser
      • Judith Gorgass

        Judith Gorgass absolvierte ihre Schauspielausbildung an der Internationalen Michael-Tschechow-Schule für Schauspielkunst in München und lebt dort als freie Schauspielerin.

        Sie stand in rund 50 Inszenierungen auf der Bühne, ist im Ensemble des ZEBRA Stelzentheaters, des CLOWNESS Theaters und des Mutweltentheaters. Sie schreibt eigene Theaterstücke und unterrichtet Schauspiel und Clownerie für Kinder und Erwachsene. Dabei ist sie auch als Theaterreferentin für verschiedene europäische Goethe Institute im In- und Ausland tätig. 

        Seit 2010 arbeitet sie als Schauspielpatientin an der Technischen Universität München und der Ludwig-Maximilians-Universität sowie in zahlreichen Trainings für Ärzte aller Fachrichtungen. 

        Judith Gorgass
      • Prof. Dr. Dr. Thomas Fuchs

        Prof. Dr. Dr. Thomas Fuchs, Psychiater und Philosoph, lehrt als Karl-Jaspers-Professor für philosophische Grundlagen der Psychiatrie und Psychotherapie an der Universität Heidelberg. Er ist Leiter der Sektion Phänomenologische Psychopathologie und Psychotherapie an der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg. Er ist zudem Herausgeber der Zeitschrift „Psychopathology“ und Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Phänomenologische Anthropologie, Psychiatrie und Psychotherapie (DGAP). Seine Forschungsschwerpunkte sind die Phänomenologische Psychologie, Psychopathologie und Anthropologie, Theorien der Verkörperung und der Neu­rowissenschaften.  

        2023 wurde Thomas Fuchs der Erich-Fromm-Preis für Humanistische Psychologie verliehen. 

        Buchpublikationen u.a.:

        • Randzonen der Erfahrung. Beiträge zur phänomenologischen Psychopathologie. Alber, Freiburg 2020 

        • Verteidigung des Menschen. Grundfragen einer verkörperten Anthropologie. Suhrkamp, Berlin 2020 

        • Das Gehirn – ein Beziehungsorgan. Eine phänomenologisch-ökologische Konzeption. 6. Aufl. Kohlhammer, Stuttgart 2021  

        • Psychiatrie als Beziehungsmedizin. Ein ökologisches Paradigma. Kohlhammer, Stuttgart 2023  

        • Verkörperte Gefühle. Zur Phänomenologie von Affektivität und Interaffektivität. Suhrkamp, Berlin 2024 

        Thomas Fuchs
      • Joram Ronel

        Joram Ronel, PD Dr. med., Jahrgang 1972, ist Chefarzt und Leiter des Departements für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Klinik Barmelweid, eine der grössten psychotherapeutisch-psychosomatischen Klinikeinrichtungen in der Schweiz. Joram ist Internist und Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Psychoanalytiker und Gruppenanalytiker. Er ist Dozent an der TU München sowie Lehrbeauftragter für Psychosomatische und Psychosoziale Medizin an der ETH Zürich. 

        Seine klinischen und wissenschaftlichen Arbeiten fokussieren sich auf Themen der Entwicklungspsychologie, insbesondere im Zusammenhang mit Körperbelastungsbeschwerden und der Psychokardiologie. Seit vielen Jahren ist er in unterschiedlichen Kontexten mit Fragen der Extremtraumatisierung durch die Shoah von Überlebenden und deren Nachkommen engagiert. Eine weitere Leidenschaft liegt in der Durchführung und Entwicklung diverser Weiter- und Fortbildungsformate für verschiedene Zielgruppen aus dem medizinischen und psychotherapeutischen Bereich. So entstand beispielsweise auch der „Therapy Slam“, den er erstmals 2015 moderierte. 

        Joram lebt in der Schweiz und in München, ist verheiratet und Vater zweier Söhne. 

        Publikationsliste:

        https://www.researchgate.net/profile/Joram-Ronel/research 

        Joram Romel
      • Dr. Yap Sun Sun

        Dr. Yap Sun Sun ist Klinikerin und Forscherin im Bereich der Musiktherapie an der Abteilung für Neurologie des Universitätsklinikums Tulln–Klosterneuburg sowie an der Karl-Landsteiner-Universität in Österreich. Nach ihrer Promotion an der Anglia Ruskin University in Cambridge leitet sie derzeit ein Postdoc-Projekt zur deutschen Übersetzung des Music Therapy Assessment Tool for Awareness in Disorders of Consciousness (MATADOC-DE). Weitere Forschungsschwerpunkte sind Trauma-Informed Care, Empathie, dyadische Synchronie sowie musikbasierte Interventionen in der Neuro-Ophthalmologie. 

        Ausgebildet in Music & Imagery, Austin Vocal Psychotherapy und Neurologic Music Therapy verbindet sie klinische Forschung mit performativen Künsten. Mit einem Hintergrund in Theater und Gesang verfügt sie über Erfahrung im autobiografischen Theater, in site-specific Performances sowie mit traditionellen Bergliedern aus verschiedenen Regionen der Welt. 

        Yup Sun Sun