In diesem Vortrag reflektiert Dr. Yap Sun Sun Musiktherapiepraxis und -forschung als einen Zwischenraum der Kulturen, Wissensformen und menschlichen Begegnungen. Ausgehend von ihrer Biografie als Hakka in Singapur nutzt sie den Begriff Hakka – wörtlich „Gastvolk“ – als konzeptionellen Ausgangspunkt, um eine therapeutische Haltung zu beschreiben, die von Präsenz, Respekt und Offenheit gegenüber den Lebenswelten anderer geprägt ist.
An der Schnittstelle von Theater, Musiktherapie sowie klinischer Praxis und Forschung in der Neurorehabilitation verbindet Dr. Yap persönliche Reflexionen mit wissenschaftlichen Perspektiven, um das Spannungsfeld zwischen evidenzbasierter Praxis und Erfahrungswissen zu beleuchten. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der Stimme, dyadischer Synchronität und zwischenmenschlicher Resonanz.