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    Mehr zu: CAS / DAS Schreiben in Kunst und Kultur

    Kursinhalte

    Module

    • Modul 1: Grundlagen und Kontexte des Schreibens und Publizierens

      CAS-Kolloquium
      Das CAS-Kolloquium (Januar bis Juni) wird von der Leitung des Weiterbildungsprogramms sowie von den für die CAS/DAS-Studierenden zur Verfügung stehenden Mentor:innen verantwortet. Im Zentrum steht die Entwicklung der eigenen CAS-Arbeit – von der ersten Idee bis hin zu einem tragfähigen Konzept. Dafür stehen die CAS-Teilnehmenden in engem Austausch mit der Leitung und den Mentor:innen. Am letzten Kolloquiumstermin (4.6.) präsentieren die CAS-Teilnehmenden ihr ausgearbeitetes Konzept. Im Anschluss beginnt die Umsetzungsphase der CAS-Arbeit, deren Abgabe jeweils Ende Dezember erfolgt.

      Ergänzend finden im Kolloquium gemeinsame Schreib- und Leseübungen statt. Zudem wird die kritische Auseinandersetzung mit den Poetiken verschiedener Autor:innen gezielt gefördert.

      An einem der Kolloquiumstermine im Januar sind die Absolvent:innen aus der CAS-Kohorte des Vorjahrs eingeladen, um dem neuen Jahrgang ihre CAS-Abschlussarbeiten vorzustellen und persönlich Auskunft über ihre Erfahrungen und Learnings zu geben.

      Dozierende: Barbara Sommer, Franziska Nyffenegger, Delphine Chapuis Schmitz
      Fr, 15.01.27, 29.01.27, 05.03.27, 19.03.27, 16.04.27, 14.05.27, jeweils 17.15–20.45 Uhr
      Fr, 04.06.27, 09.15–18.45 Uhr (Präsentation)
      2 ECTS

      Lesepraxis Essay
      Dieser Kurs versteht sich als Werkstatt, in der das Lesen vorwiegend journalistischer, aber auch literarischer Texte immer auch in den Bezug zum eigenen Schreiben gestellt, reflektiert und diskutiert wird – im Plenum, in Gruppenarbeiten und auch in kleineren Schreibübungen. Die Charakteristika erzählender journalistischer Textsorten werden ebenso eine Rolle spielen wie Erwägungen zu Glaubwürdigkeit, Authentizität, Literarizität und Fiktionalität.

      Dozierende: Ruth Amstutz, Patrick Tschirky
      Di–Do, 16.03.–18.03.27, 9.15–16.45 Uhr
      2 ECTS

      Schreibwerkstatt
      Schreiben braucht Zeit, Methode und Übung. Dafür bietet der Atelierkurs Raum. Die Teilnehmenden lernen unterschiedliche Schreibstrategien und Werkzeuge kennen, diskutieren ihre Schreiberfahrungen und vertiefen ihr Wissen über Genres und Stil. Vor allem aber arbeiten sie an ihren eigenen Schreibprojekten. So werden im Laufe des Semesters aus Ideen Skizzen, aus Skizzen Entwürfe, aus Entwürfen Rohfassungen und aus Rohfassungen fertige Texte.

      Der spezifische Durchführungsbeschrieb erscheint Ende Oktober.

      Dozierende: Franziska Nyffenegger
      Mo, 13.15–16.45 Uhr (ab KW 11 im FS)
      2 ECTS

      Lesepraxis Reportage
      In «Lesepraxis Reportage» lesen und analysieren wir Reportagen aus dem Longform-Journalismus. Wie ist eine solche Reportage aufgebaut? Wie erarbeitet man sie? Was ist ein guter Anfang, eine starke Metapher, wo liegen Fallgruben? Erfahrene Journalist:innen werden als Gäst:innen in den Kurs eingeladen, um uns Antworten auf diese Fragen zu geben. Nebst dem Austausch mit Menschen aus der Berufspraxis schreiben wir eigene Textelemente und diskutieren diese im Plenum. Der Kurs dient als Vorbereitung zum Modul „Reportage“.

      Dozierende: Karin Wenger
      Mo–Di, 20.–21.09.27, 9.15–16.45 Uhr
      2 ECTS

      Professionell Lesen & Lektorieren 
      In diesem Kurs wechseln die Teilnehmenden die Perspektive, mit der sie auf Texte blicken, von der des/der Schreibenden zu der des/der Lektorierenden bzw. «professionell» Lesenden. Der Workshop beinhaltet einen theoretischen Teil, in dem das Berufsbild Lektor:in vorgestellt und eine Toolbox zur Betrachtung, Einordnung und Bearbeitung verschiedener Textgattungen erarbeitet wird. In einem praktischen Teil werden die gelernten Inhalte in Einzel- und Gruppenarbeit an fremden und eigenen Texten angewendet und vertieft. Weitere Schwerpunkte des Kurses bilden Strategien für eine gelingende Feedback-Kultur im Austausch mit Autor:innen sowie ein Ausblick auf Berufsperspektiven verknüpft mit einem Verlagsbesuch. 

      Für diesen Workshop werden die Teilnehmenden gebeten, eigene Texte (literarische, journalistische, wissenschaftliche, Essays etc.) mitzubringen. Diese Texte dürfen auch noch im Entstehungsprozess sein und sind nur für den internen Gebrauch gedacht

      Dozierende: Patrick Tschirky, Marie Duchêne
      Fr, 9.15–12.30 Uhr (ca. fünfmal im HS 27)
      2 ECTS

    • Modul 2: Grundfragen, Formen und Fertigkeiten des Erzählens

      Stoffentwicklung
      Die Teilnehmenden entwickeln szenische Sequenzen für performative Medien (Bühne/Leinwand) oder literarische Textproben unterschiedlicher Genres. Dabei werden die Grundlagen szenischen und literarischen Schreibens, die Spezifika des jeweiligen Mediums, die transmediale Übersetzung sowie dramaturgische Konventionen vermittelt, angewendet und kritisch reflektiert. Ausgangspunkt für den Entwicklungsprozess der Textproben im Kurs bildet der persönliche Zugang und die je eigene ästhetische Erfahrung.

      Dozierende: Barbara Sommer
      Mo–Mi, 11.01.–13.01.27, 9.15–16.45 Uhr
      2 ECTS

      Workshop Drehbuchschreiben 
      Das Schreiben für Film und Serien ereignet sich als komplexer Zusammenschluss verschiedener künstlerische Praktiken: Von der ersten Idee bis zum fertigen Drehbuch werden unterschiedliche Stadien konzeptioneller, schreibender und reflektierender Schaffensprozesse durchlaufen. Kollaborative Arbeit ist dabei ebenso wichtig wie die individuelle Schreibpraxis. In diesem Workshop schliessen sich die Teilnehmenden zu mehreren „Writer’s Rooms“ zusammen und konzipieren anhand eigener Ideen mögliche Storylines für einen Spielfilm oder den Piloten einer Serie. Neben der kollaborativen Entwicklungsarbeit werden Methoden des Drehbuchschreibens und die damit verknüpften narrativen Implikationen vermittelt und kritisch hinterfragt.

      Dozierende: N.N.
      Mo–Fr, 18.01.–22.01.27, 9.15–16.45 Uhr
      3 ECTS

      Vom Podcast bis zum Poetry Slam: Storytelling fürs Ohr
      In diesem Seminar werden verschiedene Möglichkeiten des Schreibens für Audioproduktionen (vom Podcast bis zu performativen Formaten) eruiert, ausprobiert und reflektiert. Dabei werden die Studierenden von einer professionellen Autor:in/Podcaster:in/Perfomer:in begleitet.

      Der spezifische Durchführungsbeschrieb erscheint Ende Oktober.

      Dozierende: N.N.
      Mo–Mi, 22.02.–24.02.27, 9.15–16.45 Uhr
      2 ECTS

      Experimentelles Schreiben
      Insbesondere in Zeiten generativer KI gewinnt das Schreiben mit anderen Menschen an Bedeutung: Es eröffnet Räume für gemeinsame Reflexion, Austausch, kritisch-kreative Auseinandersetzung, und nicht zuletzt geteilte Präsenz. In diesen Projekttagen untersuchen wir die aktuelle Relevanz kollektiven Schreibens und erkunden sein kritisch-kreatives Potenzial. Unser Fokus liegt auf Praktiken, die dominante Kategorien und Ordnungen hinterfragen und alternative Formen des In-Beziehung-Tretens jenseits etablierter Schemata erkunden.
      Von den Dadaist:innen über das cadavre exquis der Surrealist:innen, von der Oulipo-Gruppe bis hin zu feministischen und queeren Ansätzen: Kollektives Schreiben blickt auf eine lange Geschichte zurück, die als Kontrapunkt zur traditionellen und bis heute verbreiteten Vorstellung des im „Elfenbeinturm“ isolierten Autors (sic.) fungiert. Nach einer gemeinsamen Auseinandersetzung mit ausgewählten historischen und zeitgenössischen Beispielen entwickeln die Teilnehmenden eigene Experimente des Schreibens in kollektiven Konstellationen und nutzen dabei verschiedene analoge und digitale Werkzeuge.

      Dozierende: Delphine Chapuis Schmitz
      Mo–Mi, 01.03.–03.03.27, 9.15–16.45 Uhr
      3 ECTS (Achtung: Der Kurs findet auf deutsch und englisch statt.)

      Literarisches Schreiben
      Wir schreiben so oft es geht. Wir schreiben im Fluss. Und am Fluss vielleicht auch. Wir beschreiben unsere Finger, wenn uns sonst nichts einfällt und plötzlich ist in der Beschreibung der Finger eine ganze Welt. Wir beschreiben gross und beschreiben klein und Kleines wird gross und Grosses kann klein sein. Stilles laut und Lautes wird leise. Wenn jemand ein Buch zuhause hat, das diesen Menschen zum Schreiben gebracht hat, soll er es mitnehmen und uns daraus vorlesen. Wir wandern in unseren Köpfen umher. Und wir lesen das Geschriebene vor. Dann sagen wir der lesenden Person, was bei uns angekommen ist und wie es sich anfühlt.

      In diesem Workshop werden verschiedene Möglichkeiten des literarischen Schreibens in praktischen Übungen eruiert, ausprobiert und reflektiert. Dabei werden die Studierenden von einer professionellen und erfahrenen Autor:in begleitet.

      Dozierende: Julia Weber
      Mo–Fr, 25.01–29.01.27, 9.15–16.45 Uhr
      3 ECTS

      Autor:innenschaft
      «Viele, wie ich wahrscheinlich auch, schreiben, um kein Gesicht mehr zu haben.»  (Foucault 1969)
      Diese auf den ersten Blick paradoxe Aussage verweist auf eine zentrale Dimension des literarischen Schreibens in der ersten Person: die Distanz zwischen dem schreibenden und dem erzählten Ich. Genau diesem Spannungsfeld wollen wir im Seminar nachgehen, indem wir zeitgenössische Schreibpraktiken untersuchen und kritisch befragen. 
      Ausgehend von den Erfahrungen der Teilnehmenden reflektieren wir gemeinsam, wie sich die Grenzziehungen zwischen Fiktion und Realität sowie zwischen «Authentizität» und «Inszenierung»  im Verlauf von Schreibprozessen in der ersten Person verschieben. Ergänzend dazu setzen wir uns mit ausgewählten Textpassagen aus Literatur und literarischer Theorie auseinander und diskutieren Fragen wie: Worin unterscheiden sich autobiografisches und autofiktionales Schreiben? Auf welchem Verständnis von «Selbst»  beruhen diese Schreibweisen? Welche Konzepte von Autor:innenschaft treten dabei hervor? Wie manifestiert sich diese in paratextuellen Elementen?
      Diese Auseinandersetzungen bilden die Grundlage für einen vertieften Dialog mit Gastautor:innen, die in den letzten Sitzungen eingeladen sind, Einblicke in ihre eigene Schreibpraxis zu geben und ihre Erfahrungen mit uns zu teilen.

      Dozierende: Delphine Chapuis Schmitz
      Fr, 19.03.27, 02.04.27, 09.04.27, 16.04.27, 23.04.27, 30.04.27, jeweils von 13.15–16.45 Uhr
      2 ECTS

    • Modul 3: Grundformen und Fertigkeiten der Kritik

      Schreiben über Kunst
      Der Kurs dreht sich um das professionelle Schreiben über Kunst, wobei Kunstkritik, die nicht nur Insider erreichen will, im Zentrum steht. Vermittelt werden klassische Genres des Schreibens über Kunst, die Interpretation von Werken vor dem Hintergrund des jeweiligen Kontextes und das Schreiben von Geschichten mit geschärftem Blick auf ein gewähltes Format/Framing und einen darin implizierten Leser. Es entstehen Texte auf Englisch und Deutsch; letztere erscheinen, wenn alle Anforderungen erfüllt sind, im Kunstbulletin und/oder auf der Rezensionen-Plattform der Kunsthalle Zürich.

      Dozierende: Aoife Rosenmeyer, Gianna Rovere
      Do–Fr, 04.–05.03.27, 9.15–16.45 Uhr
      2 ECTS

      Schreiben für das Feuilleton
      Der Kurs dreht sich um alle wesentlichen Dimensionen des professionellen journalistischen Schreibens über Künste und Kultur. Vermittelt und exemplarisch reflektiert werden alle dafür erforderlichen Kompetenzen (so namentlich Ideenfindung, Pitchen, Recherche, Framing, Konzeption und Realisierung von Texten). Eine Auswahl der entstandenen Texte, die alle Anforderungen erfüllen, erscheint in der WOZ.

      Dozierender: Florian Keller
      Fr, 02.04.27, 09.04.27, 16.04.27, 23.04.27, 9.15–12.30 Uhr 
      2 ECTS