Stoffentwicklung
Die Teilnehmenden entwickeln szenische Sequenzen für performative Medien (Bühne/Leinwand) oder literarische Textproben unterschiedlicher Genres. Dabei werden die Grundlagen szenischen und literarischen Schreibens, die Spezifika des jeweiligen Mediums, die transmediale Übersetzung sowie dramaturgische Konventionen vermittelt, angewendet und kritisch reflektiert. Ausgangspunkt für den Entwicklungsprozess der Textproben im Kurs bildet der persönliche Zugang und die je eigene ästhetische Erfahrung.
Dozierende: Barbara Sommer
Mo–Mi, 11.01.–13.01.27, 9.15–16.45 Uhr
2 ECTS
Workshop Drehbuchschreiben
Das Schreiben für Film und Serien ereignet sich als komplexer Zusammenschluss verschiedener künstlerische Praktiken: Von der ersten Idee bis zum fertigen Drehbuch werden unterschiedliche Stadien konzeptioneller, schreibender und reflektierender Schaffensprozesse durchlaufen. Kollaborative Arbeit ist dabei ebenso wichtig wie die individuelle Schreibpraxis. In diesem Workshop schliessen sich die Teilnehmenden zu mehreren „Writer’s Rooms“ zusammen und konzipieren anhand eigener Ideen mögliche Storylines für einen Spielfilm oder den Piloten einer Serie. Neben der kollaborativen Entwicklungsarbeit werden Methoden des Drehbuchschreibens und die damit verknüpften narrativen Implikationen vermittelt und kritisch hinterfragt.
Dozierende: N.N.
Mo–Fr, 18.01.–22.01.27, 9.15–16.45 Uhr
3 ECTS
Vom Podcast bis zum Poetry Slam: Storytelling fürs Ohr
In diesem Seminar werden verschiedene Möglichkeiten des Schreibens für Audioproduktionen (vom Podcast bis zu performativen Formaten) eruiert, ausprobiert und reflektiert. Dabei werden die Studierenden von einer professionellen Autor:in/Podcaster:in/Perfomer:in begleitet.
Der spezifische Durchführungsbeschrieb erscheint Ende Oktober.
Dozierende: N.N.
Mo–Mi, 22.02.–24.02.27, 9.15–16.45 Uhr
2 ECTS
Experimentelles Schreiben
Insbesondere in Zeiten generativer KI gewinnt das Schreiben mit anderen Menschen an Bedeutung: Es eröffnet Räume für gemeinsame Reflexion, Austausch, kritisch-kreative Auseinandersetzung, und nicht zuletzt geteilte Präsenz. In diesen Projekttagen untersuchen wir die aktuelle Relevanz kollektiven Schreibens und erkunden sein kritisch-kreatives Potenzial. Unser Fokus liegt auf Praktiken, die dominante Kategorien und Ordnungen hinterfragen und alternative Formen des In-Beziehung-Tretens jenseits etablierter Schemata erkunden.
Von den Dadaist:innen über das cadavre exquis der Surrealist:innen, von der Oulipo-Gruppe bis hin zu feministischen und queeren Ansätzen: Kollektives Schreiben blickt auf eine lange Geschichte zurück, die als Kontrapunkt zur traditionellen und bis heute verbreiteten Vorstellung des im „Elfenbeinturm“ isolierten Autors (sic.) fungiert. Nach einer gemeinsamen Auseinandersetzung mit ausgewählten historischen und zeitgenössischen Beispielen entwickeln die Teilnehmenden eigene Experimente des Schreibens in kollektiven Konstellationen und nutzen dabei verschiedene analoge und digitale Werkzeuge.
Dozierende: Delphine Chapuis Schmitz
Mo–Mi, 01.03.–03.03.27, 9.15–16.45 Uhr
3 ECTS (Achtung: Der Kurs findet auf deutsch und englisch statt.)
Literarisches Schreiben
Wir schreiben so oft es geht. Wir schreiben im Fluss. Und am Fluss vielleicht auch. Wir beschreiben unsere Finger, wenn uns sonst nichts einfällt und plötzlich ist in der Beschreibung der Finger eine ganze Welt. Wir beschreiben gross und beschreiben klein und Kleines wird gross und Grosses kann klein sein. Stilles laut und Lautes wird leise. Wenn jemand ein Buch zuhause hat, das diesen Menschen zum Schreiben gebracht hat, soll er es mitnehmen und uns daraus vorlesen. Wir wandern in unseren Köpfen umher. Und wir lesen das Geschriebene vor. Dann sagen wir der lesenden Person, was bei uns angekommen ist und wie es sich anfühlt.
In diesem Workshop werden verschiedene Möglichkeiten des literarischen Schreibens in praktischen Übungen eruiert, ausprobiert und reflektiert. Dabei werden die Studierenden von einer professionellen und erfahrenen Autor:in begleitet.
Dozierende: Julia Weber
Mo–Fr, 25.01–29.01.27, 9.15–16.45 Uhr
3 ECTS
Autor:innenschaft
«Viele, wie ich wahrscheinlich auch, schreiben, um kein Gesicht mehr zu haben.» (Foucault 1969)
Diese auf den ersten Blick paradoxe Aussage verweist auf eine zentrale Dimension des literarischen Schreibens in der ersten Person: die Distanz zwischen dem schreibenden und dem erzählten Ich. Genau diesem Spannungsfeld wollen wir im Seminar nachgehen, indem wir zeitgenössische Schreibpraktiken untersuchen und kritisch befragen.
Ausgehend von den Erfahrungen der Teilnehmenden reflektieren wir gemeinsam, wie sich die Grenzziehungen zwischen Fiktion und Realität sowie zwischen «Authentizität» und «Inszenierung» im Verlauf von Schreibprozessen in der ersten Person verschieben. Ergänzend dazu setzen wir uns mit ausgewählten Textpassagen aus Literatur und literarischer Theorie auseinander und diskutieren Fragen wie: Worin unterscheiden sich autobiografisches und autofiktionales Schreiben? Auf welchem Verständnis von «Selbst» beruhen diese Schreibweisen? Welche Konzepte von Autor:innenschaft treten dabei hervor? Wie manifestiert sich diese in paratextuellen Elementen?
Diese Auseinandersetzungen bilden die Grundlage für einen vertieften Dialog mit Gastautor:innen, die in den letzten Sitzungen eingeladen sind, Einblicke in ihre eigene Schreibpraxis zu geben und ihre Erfahrungen mit uns zu teilen.
Dozierende: Delphine Chapuis Schmitz
Fr, 19.03.27, 02.04.27, 09.04.27, 16.04.27, 23.04.27, 30.04.27, jeweils von 13.15–16.45 Uhr
2 ECTS