Diese Arbeit befasst sich mit der Frage, wie Kindsbesuche im Gefängnis kinderfreundlicher gestaltet und dadurch die Eltern-Kind-Beziehung unter den Bedingungen der Inhaftierung gestärkt werden können. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass gemeinsame Aktivitäten einen wichtigen Beziehungsraum eröffnen können, auch wenn verbale Kommunikation erschwert ist. Die schriftliche Prozessdokumentation beschreibt die Entwicklung des Bastelkits „Vier Wände – zusammen bauen wir eine Zelle“, das als kreatives, beziehungsförderndes Produkt für Eltern und Kinder während der Besuchszeit konzipiert wurde. Ziel der Arbeit war es, einen Prototyp zu entwickeln, der gemeinsames Tun im Hier und Jetzt ermöglicht und Kindern einen kindgerechten Zugang zur Lebenswelt Gefängnis eröffnet. Der Entwicklungsprozess umfasste Recherche, konzeptionelle Überlegungen sowie gestalterisches Prototyping. Das entstandene Bastelkit dient als vermittelndes Element zur Förderung von Beziehung, Austausch und emotionalem Ausdruck zwischen inhaftierten Eltern und ihren Kindern.