Startseite
Startseite
Startseite
Startseite
    • DE
    • EN
  • Menu
  1. Weiterbildung
  2. /
  3. Vermittlung
  4. /
  5. CAS Arts & Design in Practice
  6. /
    • Inhalte und Aufbau
    • Studiendaten
    • Ausbildungsziele
    • Eignung und Zulassungsbedingungen
    • Kosten und Anmeldung
    • Mentorat
    • Studienberatung / Sekretariat

CAS-Abschlussarbeiten

    Ausgewählte Abschlussarbeiten, die im Rahmen des CAS Arts & Design in Practice entstanden sind:

    • Kathrin Gehring: Alles in einem Fluss – Widerstand zwecklos. Zu einem Ende kommen performativ gedacht. (2026)

      Die Arbeit untersucht das Beenden als notwendigen, aber oft negativ besetzten Teil von Veränderungsprozessen und plädiert dafür, das Aufhören als gestaltbare Praxis zurückzugewinnen. Das Ende wird dabei nicht als abrupter Schlusspunkt, sondern als fliessender Prozess begriffen. Die Autorin erprobt dies in einem künstlerischen Selbstversuch, bei dem sie den bevorstehenden Abschied vom elterlichen Bauernhof mittels analoger Fotografie begleitet. Durch den bewussten Fokus auf das Hier und Jetzt sowie die haptische Arbeit mit den Bildern entsteht eine distanzierte, wertschätzende Ästhetik, die den schmerzvollen Verlust in eine generative Erfahrung transformiert. Letztlich zeigt die Untersuchung, dass das aktive Tun und das Zulassen von Ungewissheit im Raum zwischen dem „Nicht-mehr“ und „Noch-nicht“ eine wesentliche Befähigung für individuelle und gesellschaftliche Transformationen darstellen.

      Kathrin Gehring, CAS ADP 2026
      Kathrin Gehring, CAS ADP 2026
    • Milena Steiner: SBB Decoded – wenn visuelle Codes der SBB zu Statement-Pieces werden (2026)

      Das Projekt „SBB Decoded“ entwickelt ein zeitgemässes, genderneutrales Merchandising-Konzept, das über klassisches Logo-Branding hinausgeht und stattdessen die subtilen visuellen Codes der Schweizerischen Bundesbahnen nutzt. Basierend auf einer fundierten Markenanalyse und Experteninterviews werden funktionale Elemente wie Zugnummern (UIC), Streckenbezeichnungen und App-Funktionen („EasyRide“) in modische Statement-Pieces übersetzt. Die daraus entstandene prototypische Mini-Kollektion zielt darauf ab, den Pendleralltag als emotionalen Resonanzraum zu begreifen und Merchandise als strategisches Instrument zur Identifikation und Community-Bildung zu etablieren. Durch die Abgrenzung von rein werblichen Artikeln hin zu narrativen, Streetwear-orientierten Designs wird das „Profane“ des Bahnbetriebs kulturell aufgewertet und für eine junge, lifestyle-affine Zielgruppe attraktiv gemacht. Ein begleitendes Look-book und ein Lifestyle-Fotoshooting an realen Touchpoints inszenieren die Kollektion als authentischen Teil der Schweizer Alltagskultur.

      Milena Steiner, CAS ADP 2026
    • Gabriela Gründler: Vom Handwerk zu KI und zurück (2026)

      Diese Abschlussarbeit untersucht das Spannungsfeld sowie die Unterschiede zwischen analoger Illustration und der Bildgenerierung mittels künstlicher Intelligenz. Während das traditionelle Gestalten von Hand und Techniken wie die Risographie durch Entschleunigung, haptische Erfahrungen und bewusste Unvorhersehbarkeit einen tiefen kreativen „Flow“ fördern, besticht KI durch enorme Geschwindigkeit und algorithmische Präzision. Anhand ihres eigenen Projekts „Mantralala“ zeigt die Autorin, wie das Bedürfnis nach realer, handwerklicher Arbeit als bewusster Ausgleich zum digitalisierten Alltag fungiert. Das Fazit der Arbeit plädiert gegen ein reines „Entweder-oder“ und hebt stattdessen die Vorzüge einer hybriden Gestaltungspraxis hervor. Dabei dient künstliche Intelligenz als nützliches Werkzeug für Inspiration und Mockups, während die künstlerische Handschrift, die finale Kontrolle und die Umsetzung bewusst im analogen Prozess verankert bleiben.

      Gabriela Gründler, CAS ADP 2026
      Gabriela Gründler, CAS ADP 2026
    • Ljubica Arsić: Archiving the Unmeasured (2026)

      Die Studierende untersucht in ihrer Arbeit die Weiterentwicklung ihrer multidisziplinären kreativen Praxis durch die Methode der künstlerischen Forschung. Im Zentrum steht eine kritische Auseinandersetzung mit dem gesellschaftlichen Drang nach perfekter Messbarkeit und dem Konzept des „Totalen Archivs“, welches emotionale und lebendige Erfahrungen oft auslöscht. Durch gezielte künstlerische Interventionen untergräbt die Künstlerin die visuelle Autorität technischer Systeme wie der Kartografie oder der Meteorologie, um das inhärent Unmessbare festzuhalten. Praktisch analysiert die Arbeit drei eigene Werkserien, in denen menschliche Erfahrungen auf sterile Datenstrukturen treffen. Aus dieser Reibung entsteht ein bewusst fehlerhaftes Archiv, das als Akt des Widerstands die Grenzen vermeintlich objektiver Systeme aufzeigt.

      Ljubica Arsić, CAS ADP 2026
      Ljubica Arsić, CAS ADP 2026
    • Lara Künzler: VIER WÄNDE – zusammen bauen wir eine Zelle (2025)

      Diese Arbeit befasst sich mit der Frage, wie Kindsbesuche im Gefängnis kinderfreundlicher gestaltet und dadurch die Eltern-Kind-Beziehung unter den Bedingungen der Inhaftierung gestärkt werden können. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass gemeinsame Aktivitäten einen wichtigen Beziehungsraum eröffnen können, auch wenn verbale Kommunikation erschwert ist. Die schriftliche Prozessdokumentation beschreibt die Entwicklung des Bastelkits „Vier Wände – zusammen bauen wir eine Zelle“, das als kreatives, beziehungsförderndes Produkt für Eltern und Kinder während der Besuchszeit konzipiert wurde. Ziel der Arbeit war es, einen Prototyp zu entwickeln, der gemeinsames Tun im Hier und Jetzt ermöglicht und Kindern einen kindgerechten Zugang zur Lebenswelt Gefängnis eröffnet. Der Entwicklungsprozess umfasste Recherche, konzeptionelle Überlegungen sowie gestalterisches Prototyping. Das entstandene Bastelkit dient als vermittelndes Element zur Förderung von Beziehung, Austausch und emotionalem Ausdruck zwischen inhaftierten Eltern und ihren Kindern.

      Lara Künzler, CAS ADP 2025
      Lara Künzler, CAS ADP 2025
    • Myrta Holinger: Intermezzo – eine Gemeinschaftsaktivierung zwischen der BIENNALE BREGAGLIA 2024 und 2026 (2025)

      Seit 2010 findet im Bergell die BIENNALE BREGAGLIA alle zwei Jahre als ortsspezifische, zeitgenössische Kunstintervention statt. Diese reflektiert die sozialen, historischen und politischen Strukturen des Tals. Zwischen den Biennalen bleibt es jedoch weitgehend still, wodurch die öffentliche Sichtbarkeit und die Einbindung der Bevölkerung zurückgehen. Das partizipative Projekt INTERMEZZO füllt diese Zwischenzeit, indem es ein mobiles Leuchtobjekt schafft, das von Mensch zu Mensch weitergegeben wird und so Transit, Bewegung und lokale Identität symbolisiert. Das Objekt aktiviert die lokale Gemeinschaft, fördert Begegnung, Identifikation und Vorfreude auf die kommende Biennale 2026. Gleichzeitig dokumentiert ein Logbuch die Reise des Objekts, wodurch eine kollektive Geschichte und ein nachhaltiger Bezug zur Kunstveranstaltung entstehen.

      Myrta Holinger, CAS ADP 2025
      Myrta Holinger, CAS ADP 2025
    • Claudia Hedinger: Danke sagen per Podcast – eine NGO kommuniziert auf Ohrenhöhe (2024)

      Im Rahmen des CAS Arts & Design in Practice wurde eine Kommunikationsstrategie für eine NGO entwickelt, die den Übergang zu einem neuen Markenauftritt durch innovative Spender:innenbindung begleitet. Ziel war es, die Beständigkeit der Kernwerte erlebbar zu machen und die Wertschätzung gegenüber Privatspendenden auszudrücken. Das Ergebnis ist die Podcast-Staffel „Auf Ohrenhöhe – wir bleiben dran“, die journalistische Expertise mit Audio-Storytelling verbindet, um komplexe Projektinhalte authentisch und nahbar zu vermitteln. Das Projekt schärft das Profil an der Schnittstelle von Kommunikation und Design und zeigt auf, wie NGOs durch neue Medien eine tiefere, wertbasierte Verbindung zu ihrer Zielgruppe aufbauen können.

      Claudia Hedinger, CAS ADP 2024
      Claudia Hedinger, CAS ADP 2024