Was passiert, wenn wir uns in Bilder, Objekte, Räume oder Situationen einfühlen? Ist Empathie eine wichtige Gestaltungsgrundlage? Dieser Baustein hat das Ziel, Empathie als Wahrnehmungs- und Denkweise in der Gestaltung zu erkunden, ihre Vor- und Nachteile zu analysieren – und dabei Erkenntnisse für kreative Praxis und Rezeption zu gewinnen.
Theoretische Inputs werden mit praktischen Übungen und kreativem Doing verknüpft. Der Baustein bietet Gelegenheit, die subjektive Wahrnehmung in einem diskursiven Lernraum zu schulen. Wir gehen Fragen nach wie: Was sind Spiegelneuronen? Ist Mitleid dasselbe wie Empathie? Wie verhält sich Einfühlung zu KI-gestützter Gestaltung? Alle, die sich für das Zusammenspiel von Wahrnehmung, Gefühl und Gestaltung interessieren, sind eingeladen darüber zu diskutieren und zu experimentieren.
Anhand aktueller neurowissenschaftlicher Erkenntnisse beleuchten wir, wie Einfühlung funktioniert und wo sie gezielt eingesetzt wird, etwa zur emotionalen Ansprache in Ausstellungen, Produkten oder Kampagnen. Museumsbesuche, Fallbeispiele und Übungen bieten Raum für Analyse, Diskussion und Perspektivwechsel. Dabei hinterfragen wir auch kritisch: Wo wirkt Empathie als verbindendes menschliches Moment, wo als clever eingesetzte Strategie – und wo als Manipulation? Die Teilnehmenden sind eingeladen, eigene Ideen oder Projekte in der Gruppe zu reflektieren und praktisch zu erproben. Das Mitbringen eines Projekts ist jedoch kein Muss – es stehen Übungen zur Verfügung.