«Good Writers borrow, Great Writers steal.» So wird T.S. Eliot auf unzähligen Webseiten paraphrasiert. In dieser Schreibwerkstatt wird tatsächlich geborgt und gestohlen, was das Zeug hält – und zwar ausschliesslich von Frauen, von grossen Schriftstellerinnen. Indem wir uns bei ihnen «ein Scheibchen abschneiden», gewinnen wir Inspiration für unsere eigenen Originale:
Die kühne Kürze von Adelheid Duvanel kopieren, mit dem Bewusstseinsstrom von Virginia Woolf schwimmen, auf den Punkt kommen wie Marlene Streeruwitz, mit Marieluise Fleisser den durchdringenden Blick üben, 5-Minuten-Notate schreiben wie Elke Erb, mit Ursula Le Guin ins utopische Gelände vordringen, sich Regeln setzen wie Anne Garréta oder sich mit grosser
Freiheit selbst behaupten wie Zora Neale Hurston. Der erste Teil der Werkstatt ist Schreibexperimenten zu diesen und weiteren Autorinnen gewidmet, im zweiten Teil geht es darum, einen ganz eigenen Text zu schreiben, in dem das eine oder andere Vorbild mitschwingt – sei es thematisch, stilistisch oder formal.