Zeitgemässe visuelle Systeme müssen einer Vielzahl analoger und digitaler Touchpoints gerecht werden. Für hohe und wechselnde Anforderungen müssen immer wieder neue Lösungen erarbeitet werden. Dabei steht nicht nur die Flexibilität, sondern auch die Animierbarkeit von gestalterischen Programmen im Fokus des zeitgenössischen Grafikdesigns. In diesem Baustein erkunden wir die Möglichkeiten von Cavalry als Werkzeug für prozedurale Entwurfsprozesse.
Anders als klassische Timeline-Animationsprogramme ermöglicht Cavalry einen algorithmischen Ansatz: Visuelle Elemente werden durch Regeln und Beziehungen definiert – nicht durch einzelne Keyframes. Das macht Cavalry besonders leistungsfähig für Arbeiten, bei denen sich Designs systematisch entwickeln, variieren oder auf externe Daten reagieren sollen: von generativen Mustern über datengetriebene Visualisierungen bis hin zu komplexen Identitätssystemen. Im Fokus stehen visuelle Systeme, die durch regelbasierte Strukturen flexibel anpassbar, skalierbar und animierbar werden. Der Kurs verbindet konzeptionelle Grundlagen des algorithmischen Designs mit praktischer Arbeit in Cavalry. Wir entwickeln ein Verständnis dafür, wie sich gestalterische Absichten in parametrische Logiken übersetzen lassen und welche gestalterischen Möglichkeiten sich daraus ergeben.