Theater | News
Im Januar 2026 liest die Regiestudentin Lilly Fagner Kathy Ackers Werk «Pussy, King of the Pirates», irritiert und inspiriert steht für sie fest: Das muss auf die Bühne! Ausgehend vom Original entwickelt Lilly eine eigene, queer-feministische Bühnenfassung und tauft sie «Pussy Punk Pirates».
Ebenso schnell ist für Lilly klar, dass sie die Stückentwicklung gemeinsam mit Menschen realisieren möchte, die ihre Perspektiven teilen und ihr nahestehen. Mit Kommiliton*innen aus den Majors Schauspiel, Szenischer Raum und Theaterpädagogik sowie einer Freundin aus Münchner Studienzeiten formiert sich eine All-FINTA*-Crew:
Amanda dos Reis (Performance), Malina Mikulan (Performance), Mona Lou Wyss (Performance), Annina Deubelbeiss (Performance, Gesang), Livia Wüest (Performance, Gesang), Claudia Gobeli (Bühne, Kostüm), Iva Contin (Bühne, Kostüm), Emma Mulser (Text, Dramaturgie) und Lilly Fagner (Regie, Text, Performance).
ZHdK-Festival «regiemärz 2026»
Erstmals gezeigt wurde die Inszenierung am hochschuleigenen Regiefestival «regiemärz 2026». Das jährlich stattfindende Festival ist eine Präsentations- und Diskussionsplattform für individuelle Projekte der Studierenden des Bachelor Major Regie sowie für weiterentwickelte Formate aus Lehrveranstaltungen. Nach der Premiere and der ZHdK folgten Einladungen an weitere Festivalbühnen: Neben dem Zürcher Theaterspektakel im August ist «Pussy Punk Pirates» im September auch am fanfaluca Festival in Aarau zu sehen.
Inhalt des Stücks «Pussy Punk Pirates»
«Pussy Punk Pirates» erzählt von der Selbstbestimmung von FINTA*-Körpern und vom Kampf gegen patriarchale Gewalt. Die Performance macht das Recht auf Abtreibung zum politischen Schauplatz und fragt, wem unsere Körper gehören, wer über sie bestimmen darf und was es braucht, um sich diese Entscheidungshoheit zurückzuerobern. «Pussy Punk Pirates» versteht sich als queer-feministische Gegenerzählung – laut, politisch und entfesselt durch kompromisslose kollektive Kraft.
Zur Studentin und Regisseurin Lilly Fagner
Lilly Fagner (sie/ihr) studierte Theaterwissenschaft sowie Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Ihre wissenschaftliche Auseinandersetzung mit queer-feministischen Perspektiven auf Erinnerung, Utopie und marginalisierte Stimmen bildet heute die Grundlage ihrer künstlerischen Praxis, in der sie sich zugleich mit Humor, Ambivalenz und radikalen Formen auseinandersetzt.
Bereits vor und während ihres ersten Studiums arbeitete sie als Hospitantin und Regieassistentin an verschiedenen Theatern, insbesondere an den Münchner Kammerspielen, wo sie zudem Teil des Kollektivs «MK:ollektiv» war. Parallel dazu entwickelte sie eigene künstlerische Arbeiten und realisierte Projekte in der freien Szene als Performerin, Kuratorin und Autorin.
Seit Herbst 2025 studiert Lilly Fagner im BA Major Regie an der ZHdK.
Der Bundeswettbewerb deutschsprachiger Schauspielstudierender, der vom 7. bis 13. Juni 2026 im Rahmen des 37. Schauspielschultreffen zur Förderung des Schauspielnachwuchses an der Hochschule für Musik und Theater Rostock stattfand, ist am vergangenen Samstag mit einer Preisverleihung zu Ende gegangen. Rund 230 Schauspielstudierende von 19 Hochschulen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nahmen unter dem Motto «Lass' treffen» teil.
Die unabhängige Fach-Jury zeichnete die Zürcher Schauspielstudierenden des AVO-Jahrgangs 2026 für ihre Ensemble-Leistung in der Produktion «Sonne, los jetzt!» mit einem der drei Ensemblepreise dotiert mit 5.000 Euro aus, gestiftet vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend der Bundesrepublik Deutschland. Die weiteren Ensemblepreise gingen an die Otto-Falckenberg-Schule München und das Max Reinhardt Seminar Wien.
In der Laudatio wurde die Präzision, der Rhythmus und die Wachsamkeit füreinander hervorgehoben, mit der das Ensemble individuelle Stärken sichtbar machte und den Raum mit Wärme und Sinnlichkeit füllte.
Herzlichen Glückwunsch an Sarah, Sebastian, Kerem, Timon, Esther, Phaea, Lea, Hannah L., Sangita, Jaël, Joseph, Alina, Elisa und Ayhan sowie Dank an das Team FX, Martina, Annabelle und Tatjana und die Gastspielbegleitung Marlena, Hannah B., Sina, Dietrich und Matthias.
Seit 2019 wurden ZHdK-Schauspielstudierende bei den sechs bisherigen Bundeswettbewerben bereits mit insgesamt fünf Ensemble- und zwei Solo-Preisen ausgezeichnet, ein schöner Beleg für die Qualität der Ausbildung im BA Major Schauspiel.
Beim diesjährigen BA Atelier des Major Schauspiel wurden in diesem Jahr 14 Abschlussarbeiten diskutiert. Die Jury zeigte sich beeindruckt von der durchweg hohen Qualität und Authentizität der diesjährigen Arbeiten. Denn jede einzelne Performance überzeugte durch eine eigenständige Handschrift und klare künstlerische Interessen. Mit Mut und Tiefgang setzten sich die Studierenden mit der Frage auseinander, wer sie als Schauspielerinnen und Schauspieler sind und sein wollen. Aus diesem aussergewöhnlich starken Feld wurden zwei Arbeiten besonders gewürdigt und mit dem Oprecht-Preis 2026 ausgezeichnet:
Phaea Korycik – Humble / Ich leck Eure Eier nicht
Phaea stellt die Verletzlichkeit in den Mittelpunkt ihrer Solo-Performance; der Verletztlichkeit als Schauspieler:in und in der Konsequenz auch als Mensch, dem die Realität entgleitet. Sie erzählt von einer elementaren Verunsicherung und lotet dabei die Möglichkeiten des Spiels in voller Breite aus. Pur und alltäglich, wütend und weich, auf der Höhe der Sprache und der Form stellt sie alle Facetten ihres Nachdenkens und Empfindens vor. Die Leichtigkeit ihres Spiels verbindet sich mit einem präzisen Einsatz formaler Mittel: in Lautstärke, Pointierung, Gestik und körperlichem Einsatz. Mit diesem Gespür für die performative Situation und den Rhythmus, den sie lässig bestimmt, mit präzisem Einsatz von Musik und Licht sowie einer ausgereiften Spiel-, Sprech- und Gesangstechnik gelingt Phaea Korycik eine reife Performance, in der die persönliche Frage zu einer gemeinsamen wird.
«Mit grosser Selbstverständlichkeit nimmt Phaea Korycik das Publikum in ihr feines Spiel mit. Auch die textliche Auswahl ist klug. In einer wohl durchdachten und auch ungewöhnlichen Folge schaltet sie Textauszüge von Autor:innen hintereinander, die die psychische Verausgabung zwischen einem «sich spüren/in der Welt» sein und dem «ausser sich sein/dem Verlieren von Realität» beschreiben. Und so wird immer klarer, dass die Frage der Schauspielenden letztlich auf das existentielle «Wozu» des Menschseins führt.» – aus dem Jurybericht
Sebastian Baumgarten – Iykyk
Mit dem Schrei «Verstehst du mich, ich will mit dir reden» endet Sebastian Baumgartens furioser Ritt durch den kommunikativen Wahnsinn des digitalen Zeitalters. In einer aufwendigen, raffinierten Sammlung aus Kommentarspalten, Beipackzetteln und Informationsfragmenten erzählt die Performance auf fast clowneske Weise von Menschen, Tieren und Sensationen, davon, wie sich der Mensch als Gott aufführt und dabei selbst zum Opfer der Desinformation wird. Es ist ein ganzkörperlicher Akt, der sich nicht mit der reinen Darstellung des Absurden zufriedengibt, sondern den Versuch unternimmt, menschliche Verirrungen zu verstehen, ohne dabei die Würde aus dem Blick zu verlieren. In übergangslosen Wechseln von Tempo, Rhythmus, Sprechweise, Dialekt, Temperament und Emotion entwirft Sebastian Baumgarten ein umfassendes Panorama einer gegenwärtigen Generation, der er selbst angehören zu scheint. Eindrücklich wechselt er zwischen Banalität und formaler Höhe, zwischen ausgelassenem Spass und tiefer Traurigkeit.
«Sebastian durchdringt und führt jede Partie seiner Performance. Er geht in die maximale Verausgabung und in den Humor, nimmt sich ebenso wieder zurück und bestimmt das Tempo so, dass man jedem Gedanken bestens folgen kann. Dabei bezieht er auch Position, ohne zu moralisieren oder zu vereinfachen. Seine gedankliche und spielerische Wendigkeit verbindet sich mit seiner akrobatischen Körperbeherrschung, die er bewusst bis zur künstlerischen Abstraktion einsetzt.» – aus dem Jurybericht
Über den Oprecht Preis
Der Oprecht Preis ehrt jährlich herausragende künstlerische Leistungen von Schauspielabsolventinnen und -absolventen der ZHdK und ist mit je 3'500 Franken dotiert. Benannt ist die Auszeichnung nach dem Zürcher Verlegerpaar Emil und Emmie Oprecht, das sich während des Zweiten Weltkriegs für verfolgte Künstlerinnen und Künstler einsetzte, ein Vermächtnis, das bis heute fortwirkt.
Die ZHdK gratuliert Phaea Korycik und Sebastian Baumgarten herzlich zu dieser Auszeichnung – und allen 14 Absolventinnen und Absolventen des BA Ateliers zu ihren eindrücklichen Abschlussarbeiten.
Der Oprecht-Preis der Fondation ZHdK wurde im Rahmen der Diplomfeier im Juni 2025 des Departements Darstellende Künste und Film verliehen.
Freiheit als Suche nach Zugehörigkeit
Mit ihrer Bachelor-Performance Freiheit? Ich weiß nicht. setzt sich Annabelle Fabienne Matthies mit der Frage auseinander, was Freiheit und nationale Identität im heutigen Deutschland bedeuten. Drei Stimmen erzählen von der Sehnsucht nach Zusammengehörigkeit, vom Verlust eines Landes und von der Unsicherheit, wer man in einer wiedervereinigten Gesellschaft eigentlich ist. Mehr als drei Jahrzehnte später stellt die Arbeit die unbequeme Frage: 35 Jahre nach der Wiedervereinigung fühlt sich Deutschland gespaltener denn je an oder konnte es nie wirklich zusammenwachsen?
Mit viel Feingefühl und Nuanciertheit bringt Annabelle Matthies dem Publikum gleich mehrere Figuren nahe, deren Erlebnisse und Emotionen die vielschichtige Geschichte, aber auch die Brüche und Spannungsfelder der deutsch-deutschen Wiedervereinigung als Collage erlebbar machen. – aus dem Jurybericht
Identität im digitalen Zeitalter
In ihrer Performance Casting: [Name] Regina R. untersucht Regina Raimjanova die Konstruktion des Ichs in einer posthumanistischen Welt. Ihre Figur verwandelt sich vom Menschen zum Androiden, vom fühlenden Subjekt zur programmierbaren Funktion. Dabei hinterfragt Raimjanova, wie Sprache, Algorithmen und Marktmechanismen die Konstruktion des Ichs beeinflussen.
Mit grosser Spielfreude, Risikobereitschaft und Virtuosität entwirft Regina Raimjanova ein Casting Szenario, in dem sie die Frage von Verkörperung von Mensch und Maschine untersucht und dabei mit viel Witz, grosser Intensität und Variabilität das Freud und Leid ihrer androiden Castingfigur dem Publikum nahebringt. – aus dem Jurybericht
Auszeichnung für herausragende Schauspielarbeiten
Die Auszeichnung ehrt jedes Jahr herausragende künstlerische Leistungen von Schauspielabsolvent:innen und ist mit je 3’500 Franken dotiert. Benannt ist der Preis nach dem Zürcher Verlegerpaar Emil und Emmie Oprecht, das sich während des Zweiten Weltkriegs für verfolgte Künstler:innen einsetzte – ein Vermächtnis, das bis heute fortwirkt.
Daniil Posazhennikovs Präsentation seines Diplomprojekts «@ENDEngel55» für den Master Theater, Regie im Januar 2026 kam mit Ansage: Bereits im Vorfeld wies Posazhennikov das Publikum im Theater der Künste an der Gessnerallee auf die Lautstärke und die Lichtverhältnisse hin – danach sei er nicht mehr verantwortlich. Zum Schutz der Augen wurden Sonnenbrillen verteilt, für die Ohren gab es Oropax.
«@ENDEngel55» ist der Spitzname eines digitalen Engels, gespielt von Regina Raimanjanova, Diplomandin Bachelor Theater, Schauspiel, der im dunklen und tiefen Internet lebt – ebenso wie in seinen physischen Kommunikationsleitungen auf dem Meeresboden. Im zweiten Akt fliegt der Engel über der Bühne, inmitten von weissem Licht und umgeben von dichtem Rauch. War sie der @EndeEngel55? Bestimmt! Ein eindrückliches und schönes Bild, das man am besten persönlich erlebt, da ein Foto diesem Moment kaum gerecht wird.
«@ENDEngel55» ist das siebte Stück des «3rd echelon theater». In seiner ersten Spielzeit produzierte das Kollektiv vier Stücke, spielte über dreissig Vorstellungen, führte erfolgreich eine Crowdfunding-Kampagne durch und wurde von der NZZ am Sonntag als eines der besten kulturellen Highlights des Jahres 2024 ausgezeichnet.
Für ihre Bachelor Performance «Casting: [Name] Regina R.» erhielt Regina Raimjanova letztes Jahr den Oprecht-Preis der ZHdK, der jedes Jahr herausragende künstlerische Leistungen von Schauspielabsolvent:innen ehrt. Ab der kommenden Spielzeit beginnt ihr Engagement im Ensemble des Theater Basel.
Ab Februar 2026 absolvieren Regina Raimjanova und Daniil Posazhennikov mit ihrem Kollektiv eine viermonatige Künstler:innenresidenz im Zeughausareal Uster. Mit ihrer konsequent unabhängigen Arbeitsweise prägt das «3rd Echelon Theater» bereits jetzt die freie Theaterszene in Zürich. Das Kollektiv zeigte seine neue Produktion «CAST*» auch Ende Februar am Filmpodium in Zürich. Die Produktion nutzt die Leinwand als ästhetische Voraussetzung: Sie vergrössert und intensiviert jedes Detail der Performance. Der Kinoraum wird dabei zum Raum eines kollektiven Blicks, in dem sich die lebendige Präsenz der Schauspielerin kontinuierlich in ein mediales Bild verwandelt — ein Übergang in den Bereich des Live Cinema.
In der Spielzeit 2025/ 2026 werden die erfolgreichen Kooperationen zwischen der ZHdK und verschiedenen Theatern fortgeführt. Die enge Zusammenarbeit ermöglicht Studierenden im Bachelor Schauspiel, bereits während ihres Studiums wertvolle Erfahrungen im professionellen Bühnenbetrieb zu sammeln.
Insgesamt zwölf Studierende wirken in sechs Inszenierungen an drei deutschsprachigen Theatern in der Schweiz mit – und das mit grossem Erfolg.
Schauspielhaus Zürich
- Alice Shchutska im Stück Are you ready to die?
- Jaël Saier und Louis Rüegger in Graf Öderland
- Lea Grünbichler in Stützliwösch Supertrans Due
- Agnes Stecher, Sarah Bahmou und Valentino Penassa in (What you’ll find) on the way to becoming
Neue Kooperation mit dem Theater Basel
Erstmals in dieser Spielzeit entsteht eine Zusammenarbeit mit dem Theater Basel. Vier Studierende (Alina Trippl, Esther Gaspart Michels, Phaea Korycik und Sebastian Baumgarten) sind Teil der Inszenierung Biedermann und die Brandstifter und sammeln dort erste Erfahrungen auf einer grossen Bühne ausserhalb Zürichs.
Wiederaufnahme der Kooperation mit dem TOBS
Auch am Theater Orchester Biel Solothurn (TOBS) wird die Kooperation mit der neuen Schauspielleitung aufgenommen. Phaea Korycik ist auch hier in der Produktion Home zu sehen.
Weitere Projekte im professionellen Umfeld
Neben den Theaterproduktionen sind Studierende im Herbstsemester 2025 in weiteren Projekten aktiv – unter anderen im Jungen Schauspielhaus Hamburg, in einer Apple+ Serie, in einem Schweizer Spielfilm sowie im Goetheanum in Faust.
Aus über 700 Produktionen aus dem deutschsprachigen Raum bestimmte die siebenköpfige Jury die Shortlist der «bemerkenwertestens Inszenierungen» aus dem deutschsprachigen Raum. Zehn dieser 36 Produktionen werden im Mai 2026 zum Theatertreffen eingeladen und unter anderem im Haus der Berliner Festspiele gezeigt. Der Spielplan erscheint am 2. April 2026.
Die Nominierungen freuen sehr und sollen uns in unserer Arbeit bestärken. Sie stehen für das Engagement, die künstlerische Neugier und das hohe Niveau aller Beteiligten.
Drei Fragen an Daniil Posazhennikov und Regina Raimjanova
An drei der für das Berliner Theatertreffen 2026 nominierten Inszenierungen wirkten Schauspielstudierenden und Alumni der ZHdK mit. Die Nominierungen dieser Produktionen würdigen ihre künstlerische Arbeit und unterstreichen die Qualität des Schauspielstudiums an der ZHdK.
Produktionen auf der Shortlist des Theatertreffens 2026
Also sprach Zarathustra
nach Friedrich Nietzsche
Regie und Bühne: Sebastian Hartmann
Premiere: 3. Mai 2025
Schauspielhaus Zürich
Mit: Lola Dockhorn (Alumna, Abschlussjahrgang 2025)
Are You Ready to Die?
Liminale Zustände vor der Exekution
von Marie Schleef und Ensemble
nach einer Lücke in Friedrich Schillers Die Jungfrau von Orleans
Regie: Marie Schleef
Uraufführung: 19. September 2025
Schauspielhaus Zürich in Kollaboration mit Amnesty International Schweiz
Mit: Alice Shchutska
Romeo & Julia
Eine Italo-Disco-Oper
von Bonn Park und Ben Roessler nach William Shakespeare
Regie und Text: Bonn Park
Uraufführung: 22. Februar 2025
Schauspielhaus Zürich in Kooperation mit der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK), Bachelor Theater, Schauspiel
Mit: Anita Somogyi (Alumna, Abschlussjahrgang 2024), Martha Benedict (Alumna, Abschlussjahrgang 2025), Hanna Donald (Alumna, Abschlussjahrgang 2025), Ayhan Eranil, Clemens von Gagern, Florian Gamillscheg, Malin Lais, Agnes Stecher und Alice Shchutska
«ver·sor·gen»von Julia Urech
Das Diplomprojekt thematisiert die Geschichte von «administrativ versorgten» jungen Frauen in der Schweiz, welche bis in die 1980er-Jahre unter dem Vorwand der Fürsorge aus ihren Familien genommen, in Heime eingewiesen und zur Zwangsarbeit gezwungen wurden. Sie wurden dann meist in Textilfabriken eingesetzt. Im Zentrum steht eine installativ-performative Arbeit, in der Textilien, Stimme und Raum miteinander verwoben werden. Elemente wie das Rattern einer Stickmaschine, schmelzender Wachs, Videoprojektionen und eine Performerin bilden so eine dichte, atmosphärische Installation. Eine Stimme liefert den historischen Kontext und verweist auf systematische Ausbeutung. Gestickte Zitate von Zeitzeuginnen werden auf mit Wachs gehärteten Stoffen sichtbar gemacht. Durch die körperliche Handlung der Performerin wird das Erinnern sinnlich erfahrbar. Die Installation lädt das Publikum dazu ein, sich durch eine Landschaft aus Material, Geschichte und Erinnerung zu bewegen und schafft so ein künstlerischer Akt gegen das Vergessen.
«Die Verhinderung der Distanz» von Paula Lynn Breuer
Preisträgerin und Bachelor Regie Absolventin Paula Lynn Breuer wurde für ihr Diplomprojekt «Die Verhinderung der Distanz» mit dem ZHdK Förderpreis ausgezeichnet. In ihrem Werk beschäftigt sich Breuer mit der Frage, ob Erinnerungen auf der Bühne live rekonstruiert, re-enactet werden können? nd geben sie dabei nicht immer mehr über das Heute preis als über das Damals? Welche Erinnerungen begleiten uns ein Leben lang? Welche sind zu schmerzhaft, um sie zu teilen? Und wie hilft Erinnern, unsere Vergänglichkeit zu zelebrieren und das JETZT intensiver zu erleben?
Die Theatermacherinnen Paula Lynn Breuer, AnnaKath Bano und Anela Luzi sowie die Mütter zweier von ihnen, Daniela Breuer und Valentina Luzi, erforschen Erinnerung, Ritual und Vermächtnis. Wie lassen sich intime, fragile Erinnerungen re-enacten und neu beleben? Können Gefühle erneut aufkommen, wenn äußere Eindrücke nachgestellt werden? Wie werden Traumata und Verletzungen von Generation zu Generation weitergegeben – und überwunden? Und warum sind Erinnern und Vergessen zugleich höchst individuelle und zugleich höchst kollektive Praxen?
DIE VERHINDERUNG DER DISTANZ ist eine theatrale Zeremonie der Vergänglichkeit, ein feierlicher Versuch, Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart, Sakrales und Profanes sowie mehrere Generationen aufeinandertreffen zu lassen. Ein Schweben zwischen dem ganz Persönlichen und dem Allzumenschlichen – der Versuch, sowohl zeitliche als auch emotionale Distanz zu verhindern.
Der Fachbereich Theater der ZHdK erhält eine neue, international profilierte Persönlichkeit: Lola Arias übernimmt ab dem kommenden Semester die künstlerische Professur «Embodiment in Theatre and Performance». Die argentinische Theatermacherin, Autorin und Filmerin überzeugte mit herausragender künstlerischer Leistung, internationaler Ausstrahlung und innovativem Verständnis von Verkörperung in Theater und Performance. Ihre Berufung ist eine richtungsweisende Setzung für den Fachbereich Theater und für die gesamte Hochschule.
Interdisziplinäre und forschende Lehre
Die künstlerische Professur hat ihren Wirkungsbereich insbesondere im interdisziplinären Master Major of Theater, der ko-kreative und künstlerisch-forschende Prozesse sowie eine experimentelle Theater- und Performancepraxis in den Mittelpunkt stellt. Als Mitglied des Kernteams wird Lola Arias die Curriculumsentwicklung im MA Theater (MATch) prägen und die Positionierung des Major-Programms mitgestalten. Darüber hinaus wird sie innovative Lehrformate im BA und MA entwickeln und interdisziplinäre Kooperationen vorantreiben.
Eine international vernetzte Künstlerin
Lola Arias blickt auf eine beeindruckende internationale Karriere: Ihre Theaterarbeiten wurden u. a. am Maxim-Gorki-Theater, den Münchner Kammerspielen, am Theater Basel, bei den Wiener Festwochen, dem Festival d’Avignon, dem Zürcher Theaterspektakel, dem Kyoto Experiment Festival sowie bei zahlreichen Festivals und Veranstaltungsorten in Lateinamerika und den USA gezeigt. Ihre Filme liefen u. a. auf der Berlinale, beim San Sebastian Film Festival und im MoMA New York. Sie ist Trägerin des Konex Awards 2014 und 2024, des Preises der Autoren 2018 sowie des renommierten International Ibsen Awards 2024. Darüber hinaus veröffentlichte sie mehrere Bücher mit Gedichten, Theaterstücken, Belletristik und Sachbüchern.
Für die fachbereichsübergreifende Professur «Embodiment in Theatre and Performance» ist Lola Arias eine mutige Wahl. Sie hat in den letzten Jahrzehnten eine grenzüberschreitende Form des Dokumentartheaters entwickelt, die Realität und Fiktion verbindet und marginalisierten Stimmen eine Bühne gibt. Ihr geht es darum, das Marginalisierte, Unsichtbare und Ausgegrenzte sichtbar zu machen und Mechanismen von Ungleichheit zu beleuchten. Dabei untersucht sie Verkörperung nicht klassisch als Körperarbeit von Performer:innen, sondern als soziale Körperschaft – und macht damit Körper erfahrbar und sichtbar, denen in Theater und Gesellschaft oft kein Raum gegeben wird.
Ein Gewinn für die Hochschule und die Studierenden
Lola Arias verbindet künstlerische Exzellenz mit langjähriger Lehrerfahrung an Kunsthochschulen, zuletzt als Honorary Fellow an der Royal School for Speech and Drama in London und als Dozentin an der Hochschule der Künste Bern. Mit ihrer Anbindung an die Schweizer Theaterlandschaft – aktuell bereitet sie am Theater Basel das Stück Die Schändung der Lucretia vor – bringt sie wertvolle Kontakte und Netzwerke ein.
Die Findungskommission betonte, dass Lola Arias «das Gegenwartstheater der letzten 25 Jahre entscheidend mitgeprägt» habe und sie mit ihrem internationalen Renommee die Leuchtturmfunktion dieser künstlerischen Professur ausfüllen werde. Sie ist damit prädestiniert für den interdisziplinär und international ausgerichteten MA Theater und eine Bereicherung für alle Studienprogramme des Fachbereichs.
Mit Lola Arias setzt die ZHdK ein starkes Zeichen für Interdisziplinarität, innovative Lehrpraxis und gesellschaftlich relevante Theaterarbeit.
«Zustand»von Safia Hachemi
Die Gletscher verschwinden still und leise. Aktuelle Forschungen zeigen, dass in den letzten rund 40 Jahren die Gletscherflächen um mehr als ein Drittel geschrumpft sind.
Die Gletscher leiden und wir können sie nicht mehr retten.
Das Projekt ZUSTAND ist ein komponierter Zeit-Raum mit Performance. Die dreistündige Performance, an der Kreuzung von Kunstinstallation und Durational Performance, versucht der Klimakrise durch Sinnlichkeit Aufmerksamkeit zu schenken. Es bietet dem Publikum eine Verschiebung der Perspektive und Wahrnehmung. Es will sensibilisieren, Hoffnung bewahren und einen Blick auf die Welt bieten, der nicht nur von Zerstörung geprägt ist, sondern auch eine Beziehung zur Gegenwart und zum Moment ermöglicht. Es plädiert für einen fürsorglichen Umgang mit Leben – von den Mikroorganismen bis zu den Gesteinen der Berge.
Jonas Tawam als Produzent von «Solo Show» und «Ban Dal»
Film ist Teamarbeit – und eine Schlüsselrolle im Entstehungsprozess kommt den Creative Producer:innen zu. An der ZHdK wird Produzieren nicht nur als organisatorische Aufgabe verstanden, sondern als kreativer und inhaltlicher Prozess. Studierende im Major Creative Producing gestalten Projekte aktiv mit und übernehmen Verantwortung, wie es später auch im Berufsfeld verlangt wird. Pro Jahr werden zwei bis drei Studierende ausgebildet – mit grossem Erfolg: Alle bisherigen Absolvent:innen konnten direkt im Beruf Fuss fassen.
Einer von ihnen ist Jonas Tawam. Von Beginn an überzeugte er durch herausragende Kompetenz und grosse Leidenschaft. Er leistete weit mehr als das Studium verlangte und prägte unter anderem zwei Master-Abschlussfilme massgeblich mit. Insgesamt produzierte Tawam während seiner Zeit an der ZHdK sechs Filme – ein starkes Zeugnis für sein Engagement und seine gestalterische Stärke im Creative Producing.
Die Musikerin, Dramaturgin und Autorin erzählt in ihrem neuen Stück «Herz aus Polyester» von Erdlingen auf der interplanetaren Flucht vor einer seltsamen Krankheit und dem zivilisatorischen Zusammenbruch.
«Die Schweizer Autorin Sarah Calörtscher beschreibt eindrücklich die Angst vor Stillstand, die Hoffnungen und die Gier der Menschheit nach Fortschritt. Mit beeindruckender Sprachgewalt erschafft sie nicht nur einem abstrakten Algorithmus eine lebendige Präsenz, sondern zeigt […] auf, welche Möglichkeiten und Ausdrucksmittel das digitale Erzählen auf der Bühne bieten kann, ohne dabei das Menschliche aus den Augen zu verlieren.» (aus der Jury-Begründung Kleist-Förderpreis)
Damit hat sie mit dem Kleist-Förderpreis nun eine der wichtigsten Auszeichnungen für junge Theaterautor:innen der deutschsprachigen Theaterwelt gewonnen. Dieser umfasst neben einem Preisgeld von 7'500 Euro auch eine Uraufführung des prämierten Stücks am Deutschen Theater in Berlin.
Calörtscher schloss 2023 ihr Bachelorstudium der Dramaturgie mit dem Projekt r e f r a c t i o n s ab, in dem sie den Hörraum der Zürcher Hardbrücke untersuchte.
Uraufführung «Herz aus Polyester» (Regie: Daniel Foerster) am 27. September 2024 in der Box im Deutschen Theater Berlin.
Preisverleihung (Laudatio: Thomas Köck) inklusive Aufführung von «Herz aus Polyester» am 9. Oktober 2024 im Rahmen der Kleist-Festtage in Frankfurt (Oder).
ZHdK Schauspiel- und Regiedozent sowie Regie-Alumnus Philippe Heule leitet mit «I want to belong (and sing a song)» die Produktion der «Jungen Marie» des Theaters Marie. Diese Inszenierung mit fünf jungen Menschen wurde und wird im Februar und November 2024 in der Alten Reithalle in Aarau respektive im Kurtheater Baden gezeigt.
Die Tankstelle Bühne ist eine Zentralschweizer Nachwuchsplattform für darstellende Künste, die seit 2013 Künstler:innen am Anfang ihrer Laufbahn unterstützt. Jedes Jahr werden drei Konzepte aus den Sparten Theater, Tanz und Performance ausgewählt und in Zusammenarbeit mit dem Kleintheater Luzern, Südpol Luzern, Chäslager Stans, Theater Uri und Theater im Burgbachkeller aufgeführt. Die Förderplattform ermöglicht jungen Kulturschaffenden so die professionelle Erarbeitung eines Kurzstücks sowie die Vernetzung mit den lokalen Veranstalter:innen und teilnehmenden Künstler:innen. Zudem erhalten die Gewinner:innen Workshops zu den Themen Produktion, Soziale Sicherheit und Technik und eine Coaching Person ihrer Wahl.
Leonie Lerch und Meret Feigenwinter erarbeiteten für die Tankstelle Bühne eine Performance zu queerem Coming of Age zwischen Fiktion und Biografie, die an folgenden Daten zu sehen sein wird:
19. und 21. April 2024 im Südpol Luzern
4. Mai 2024 im Theater im Burgbachkeller Zug
11. Mai 2024 im Chäslager Stans
17. Mai 2024 im Theater Uri Altdorf
→ Mehr Informationen zu den Vorstellungen und zur Nachwuchsplattform Tankstelle Bühne
Meret Feigenwinter und Leonie Lerch führen zudem am 28. Februar und 1./2. März 2024 ihr gemeinsames Diplomprojekt «Wir sind jünger geworden seither» in der Zentralwäscherei in Zürich auf.
Die ZHdK-Schauspiel-Alumna Rachel Braunschweig war aktuell an der Berlinale im Film «In Liebe, eure Hilde» von Andreas Dresen zu sehen. Der Film, der die tragische Geschichte der Widerstandskämpferin Hilde Coppi in der NS-Zeit erzählt, wurde für den Goldenen Bären nominiert. Braunschweig verkörpert im auf einer wahren Geschichte basierenden Wettbewerbsfilm die jüdische Schauspielerin Ella Karma, die Mutter des vormaligen Verlobten von Hilde.
Rachel Braunschweig erhielt 2017 den Schweizer Filmpreis für die Beste Nebenrolle («Die göttliche Ordnung») und wurde als beste Darstellerin nominiert («Spagat»).
Bald im Kino zu sehen: Zusammenarbeit von ZHdK-Alumnae
In diesem Jahr erscheint zudem das historische Drama «Friedas Fall» mit der Schauspielerin in den Kinos, bei dem die ZHdK-Film-Alumna Maria Brendle Regie führte. In diesem Gesellschaftsdrama um die 1904 als Kindsmörderin verurteilte Frieda Keller spielt Braunschweig die Staatsanwalts- und Gefängnisdirektorengattin Erna Gmür.
Als Bachelorstudentin der ZHdK schon auf der Shortlist des Schweizer Theatertreffens: Paula Lynn Breuer wurde an einer curricularen Präsentation «entdeckt» und ermuntert, ein Dossier für das Regie-Nachwuchsförderungsprojekt «next step» einzureichen. Und es hat geklappt: Im September und Oktober 2023 konnte sie die Schweizer Uraufführung von Denis Kellys «Der Weg zurück» im Kellertheater Winterthur inszenieren und im Januar 2024 als Gastspiel an der Winkelwiese in Zürich zeigen. Mit dieser erst zweiten Produktion im Rahmen des Programms «next step» wurde Paula dann gleich auch für die Shortlist des Schweizer Theatertreffens 2024 nominiert.
«Der Weg zurück»
Das Stück «Der Weg zurück» ist ein Gedankenexperiment über die Pendelbewegungen der Geschichte und die Handlungsfähigkeit der menschlichen Individuen darin. Ein junger Vater verliert durch den plötzlichen Tod seiner Frau das Vertrauen in die menschliche Fortschrittserzählung und gründet eine Widerstandsbewegung, die er «Die Regression» nennt. Doch bald stellt sich die Frage, welcher Preis für seine Vision bezahlt werden muss.
«Der Weg zurück» ist eine ZHdK-Produktion durch und durch. Der MA Regie-Student Robert Bohne war für den Sound verantwortlich. Bühne und Kostüme haben Bühnenbild-Alumnae Lilli Unger und Mariana Vieira Grünig entworfen; letztere fungiert zudem an der ZHdK als Koordinatorin des Minors «Performative Materialexperimente – Wie Metaphern die Welt verändern». Die Schauspielerin Hanna Eichel hatte Paula Breuer während des Studiums im Modul «Regiearbeit mit professionellen Schauspieler:innen» kennen- und schätzen gelernt.
Shortlist des Schweizer Theatertreffens
Die Shortlist des Schweizer Theatertreffens würdigt besonders eigenwillige und ästhetisch oder politisch bemerkenswerte Produktionen aus der ganzen Schweiz. Aus der Shortlist wählt die Künstlerische Leitung des Theatertreffens diejenigen Produktionen aus, die am Festival vom 23. bis 26. Mai 2024 im Tessin als Sélection gezeigt werden.
Die Shortlist dient auch als Basis für die Wahl des Preises «Schweizer Theaterproduktion 2023». Dieser Preis wird von der Eidgenössischen Jury für Darstellende Künste als Teil der Schweizer Preise Darstellende Künste vergeben.
Die Diplomproduktion von Paula Lynn Breuer an der ZHdK ist für September 2024 geplant.
Luca Vincenzi schloss 2023 mit «there’s a gap where we meet / where I end and you begin» das BA-Studium der Regie an der ZHdK ab. In der ausgewählten Arbeit setzt sich das Ensemble performativ mit dem Text «Fragmente einer Sprache der Liebe» von Roland Barthes auseinander. Die Produktion widmet sich der Sehnsucht nach der absoluten Nähe wie auch der Unmöglichkeit, eine andere Person vollständig (be-)greifen zu können, und versucht eine Sprache der Liebe zu finden.
Die Schauspielerin, Sprecherin und Performerin Antonia Meier stellte im Februar 2024 ihr Diplomprojekt unter dem Titel «Papa, ich studiere Kunst!» vor und verlässt im Juni mit ihrem Abschluss in Master Schauspiel die ZHdK. In ihrem Diplomstück thematisiert sie das Dasein als Kunststudentin, den Blick der sozialen Umwelt auf dieses und lässt fragen: «Wird nun endlich was passieren? Ruft gleich Hollywood an oder wird sie doch weiter Teller tragen?»
«the future is now»
Das biennale Theaterfestival «the future is now» findet 2024 zum zweiten Mal und neu als Kooperation von Luzerner Theater und Südpol Luzern statt. Das Festival zeigt Abschlussarbeiten von Theaterstudierenden der ZHdK, der Hochschule der Künste Bern (HKB) und der Accademia Dimitri im Tessin. Das Festival findet zwischen dem 3. und 5. Mai 2024 in Luzern statt
Das Theater Marie in Aarau bietet jungen Menschen ohne Schauspielstudium oder professionelle Erfahrung die Möglichkeit, den Alltag als Schauspieler:in auszuprobieren und kennenzulernen. Jährlich realisiert die «Junge Marie» eine Theaterproduktion mit Jugendlichen unter professioneller Leitung.
Der Regisseur und Autor Philippe Heule arbeitet häufig mit jungen Menschen, mit denen er die Stücktexte gemeinsam entwickelt. Die Projekte des ZHdK-Theaterdozenten werden an verschiedenen Theatern und Festivals gezeigt. Die Inszenierung «I want to belong», eine glitzernde Karaoke-Show auf der Suchen nach der Stimme der neuen Generation, war die erste Kooperation mit dem Theater Marie.
ZHdK Schauspiel- und Regiedozent sowie Regie-Alumnus Philippe Heule leitet mit «I want to belong (and sing a song)» die Produktion der «Jungen Marie» des Theaters Marie. Diese Inszenierung mit fünf jungen Menschen wurde und wird im Februar und November 2024 in der Alten Reithalle in Aarau respektive im Kurtheater Baden gezeigt.
Das Theater Marie in Aarau bietet jungen Menschen ohne Schauspielstudium oder professionelle Erfahrung die Möglichkeit, den Alltag als Schauspieler:in auszuprobieren und kennenzulernen. Jährlich realisiert die «Junge Marie» eine Theaterproduktion mit Jugendlichen unter professioneller Leitung.
Der Regisseur und Autor Philippe Heule arbeitet häufig mit jungen Menschen, mit denen er die Stücktexte gemeinsam entwickelt. Die Projekte des ZHdK-Theaterdozenten werden an verschiedenen Theatern und Festivals gezeigt. Die Inszenierung «I want to belong», eine glitzernde Karaoke-Show auf der Suchen nach der Stimme der neuen Generation, war die erste Kooperation mit dem Theater Marie.































![Bachelor Performance «Casting: [Name] Regina R.» von Regina Raimjanova / Foto: Simon Boschi](/file/live/a1/a126a34daa2a3ba51d2c3a730c0d3216ff0acf1b/2025_ddk_theater_oprecht-preis_regina01.jpeg)
![Bachelor Performance «Casting: [Name] Regina R.» von Regina Raimjanova / Foto: Simon Boschi](/file/live/c4/c43b4b4b54ead514a8f6e400344cc318cb0cc4f1/2025_ddk_theater_oprecht-preis_regina02.jpeg)













