Global Design
In diesem Minor erkundest du die globalen Verflechtungen visueller und materieller Kultur in Vergangenheit und Gegenwart. Du setzt dich mit zentralen Konzepten der Postkolonialstudien und der globalen Designgeschichte auseinander, arbeitest mit Museumssammlungen und tauscht Dich mit internationalen Gastdozierenden über pluriversale Design- und Ausstellungspraxis aus.
Studienstufe
BA und MA
Studienumfang
15 Credits
Hauptunterrichtssprache
Englisch
Studienstart
Jedes Herbstsemester
Studienplätze
Platzzahl beschränkt
Unterrichtszeit
Minor-Wochen und Freitagnachmittage
Studium
Diese Inhalte kommen auf dich zu.
In diesem Minor geht es um die globalen Verflechtungen des Designs. Wir fragen, welche (post-)kolonialen Verflechtungen unsere materielle und visuelle Kultur prägen, wie sich Designgeschichte jenseits des westlichen Kanons erzählen lässt und wodurch sich pluriversale Designpraktiken auszeichnen.
Zu Beginn wirst Du in das Grundvokabular der postkolonialen Theorie und der globalen Designgeschichte eingeführt. Gemeinsam diskutieren wir Schlüsselkonzepte wie «Macht/Wissen» und «Modernität/Kolonialität», «Identität» und «Tradition», «kulturelle Aneignung» und «Othering», «Hybridisierung» und «Transkulturalität» sowie Ansätze zu «respektvollem Design» und «Pluriversalität».
Während der Blockwochen vertiefst Du deine Kenntnisse für transkulturelle Designgeschichte und pluriversale Designpraktiken anhand konkreter Fallstudien. Als Ausgangspunkt dienen ausgewählte Objekte aus Museumssammlungen, deren Form, Funktion, Materialität oder Herkunft von globalen und (post)kolonialen Verflechtungen zeugen.
Die explorative Recherche rund um diese Objekte hat zum Ziel, Geschichte mit Gegenwart zu verknüpfen und neue Formen der Zusammenarbeit, des Gestaltens und des Kuratierens zu erproben. Begleitet wird der Kurs durch Inputs internationaler Gäste aus den Bereichen Theorie, Design, Kunst und Ausstellungspraxis.
Der Minor wird in englischer Sprache unterrichtet und steht BA- und MA-Studierenden aller Fachbereiche offen. Er wird jedes Jahr angeboten.
Diese Kompetenzen erlernst du.
Du erwirbst eine pluralistische Perspektive auf Design und Designgeschichte und baust deine inter- und transkulturellen Kompetenzen weiter aus. Durch das Lesen und gemeinsame Diskutieren von Schlüsseltexten stärkst du deine Fähigkeit, historisch spezifische soziokulturelle Kontexte und deine eigene Situiertheit darin zu analysieren und kritisch zu reflektieren. Du lernst, eigene Forschungsfragen und Gestaltungspraktiken zu entwickeln, die der Komplexität der postkolonialen globalen Gegenwart gerecht werden.
Diese Voraussetzungen bringst du mit.
Du brauchst keine besonderen Vorkenntnisse oder Qualifikationen, außer Offenheit, Neugier und die Bereitschaft, sich auf Komplexität und Ambivalenz einzulassen.
Benötigte Sprachkenntnisse
Folgende Sprachen benötigst du für die Teilnahme an diesem Minor:
– Deutsch oder Englisch: um einer Diskussion folgen zu können
– Deutsch oder Englisch: um sich aktiv an einem mündlichen Austausch zu beteiligen
– Deutsch oder Englisch: um einen Text zu verstehen
– Deutsch oder Englisch: um einen Text zu verfassen
Von diesen Besonderheiten profitierst du.
Du arbeitest Hands-on mit Museumssammlungen, tauscht Dich mit internationalen Expert:innen aus, lernst pluriversale Designgeschichten und -praktiken kennen und erwirbst Einblicke in das kuratorische Forschen.
→ Mehr zu diesem Minor (PDF-Download)
Zeitstruktur
Personen
Minorkoordination
Dozierende und wissenschaftliche Mitarbeitende





