Die Arbeit untersucht, wie ein Schweizer KMU durch radikale Kollaboration strategische Vorteile entwickeln kann. Das Unternehmen steht unter starkem internationalem Wettbewerbsdruck und seine sequenzielle, bereichsorientierte Arbeitsweise hemmt Innovation und Geschwindigkeit. Der Autor führt neun strategisch-designorientierte Interventionen in drei Handlungsfeldern – Infrastruktur, Mitarbeitende und Organisation – durch und erprobt, wie räumliche, strukturelle und kulturelle Hebel kollaborativen Schwung erzeugen können. Die Massnahmen reichen von räumlichen Umbauten über interne Community-Formate bis hin zu prototypischen Entwicklungsprozessen. Ergänzt durch Interviews und theoretische Bezüge entsteht ein visuelles Reflexionsinstrument sowie eine Postkarte, die die Prinzipien radikaler Kollaboration zugänglich machen. Die zentrale Erkenntnis: Kollaboration entsteht dann, wenn Verantwortung, Vertrauen und Beteiligung bewusst gestaltet werden.