Die vorliegende Arbeit nimmt sich vor, die Ausbildung von künftigen Lehrpersonen an eine von systemischen Krisen geprägte Welt anzupassen: Sie soll didaktische Instrumente bereitstellen, die nicht nur Wissen vermitteln, sondern in dieser Ungewissheit echte Handlungsfähigkeit (Agency) ermöglichen. Der Autor, Dozierender an der Pädagogischen Hochschule FHNW, erprobt und iteriert mikrodidaktische Interventionen mit 64 Studierenden. Als Artefakt präsentiert er über 40 kuratierte Methodenkarten sowie ein Handbuch, welche gemeinsam das operative Herzstück dieses «Meta-Playbooks» bilden. Die dort vorgestellten didaktischen Impulse gliedern sich in vier Navigationsphasen: Sensing (körperliche Wahrnehmung), Collaborative Agency (gemeinsames Prototyping), Wide Boundary Intelligence (systemisches Denken) und Critical Hospicing (Verlernen alter Muster). Die zugrundeliegenden Konzepte begreifen Hochschuldidaktik als strategische Intervention, in der Dozierende über reine Inhaltsvermittler:innen hinaus zu strategischen Context-Builder:innen werden.