Die Arbeit untersucht, wie Co-Leader:innen Spannungen in ihrer gemeinsamen Führungsarbeit erkennen, ansprechen und als Ressource für Entwicklung nutzen können. Ausgehend von der eigenen Co-Leadership-Erfahrung der Autorin und ergänzt durch Interviews, Workshops und Co-Creation-Formate, gestaltet sie drei «Zwischenräume», in denen Co-Leader:innen ihre Praxis reflektieren und Spannungen sichtbar machen. Theoretisch verankert sie das Thema in Modellen zu Self-Leadership, psychologischer Sicherheit, Ambiguitätstoleranz und reflexiver Praxis und verbindet diese mit Strategic-Design-Haltungen wie iterativem Arbeiten, Perspektivenwechsel und Gestalten von Möglichkeitsräumen. Als Ergebnis entwickelt sie den Co-Leadership Spannungs-Loop sowie zwei praxistaugliche Artefakte – das Peer-Format co:labor und das Kartenset spannungs:loop – die Co-Leader:innen dabei unterstützen sollen, Spannungen systematisch und produktiv zu bearbeiten und ihre gemeinsame Führung weiterzuentwickeln.