In seiner Masterarbeit untersucht Ilja Kager Dekonstruktion als analytisch-gestalterische Praxis an der Schnittstelle von Kunst, Design und Mode. Im Zentrum steht der Sneaker als kulturell codiertes Designobjekt, das durch Zerlegung, Transformation und Rekontextualisierung seiner Gebrauchsfunktion entzogen und als skulpturales sowie reflexives Medium neu lesbar gemacht wird. Ausgehend von den Positionen von Martin Margiela und Alexandra Bircken analysiert die Arbeit dekonstruktive Verfahren als prozesshafte Methode, durch die materielle, kulturelle und soziale Einschreibungen sichtbar werden. Gestaltung wird dabei als erkenntnisorientierter Prozess verstanden, in dem Bedeutung im direkten Dialog mit Material, Fragment und Spur entsteht.