Die Zahl der Demenzerkrankungen in der Schweiz wird sich in den kommenden 25 Jahren voraussichtlich verdoppeln. Das wird Betroffene, Angehörige, Betreuungspersonen, aber auch das Gesundheitssystem stark fordern. Die Autorin dieser Arbeit befragt, wie ein kultureller Wandel hin zu einer demenzfreundlichen Gesellschaft aussehen könnte, in der Betroffene und ihre Angehörigen sichtbar sind, aktiv unterstützt und sozial eingebunden werden. Rund um den Röschibachplatz in Zürich entwickelt und testet sie Interventionen, die systemische, sozialraumorientierte, innovative und partizipative Ansätze verbinden und zivilgesellschaftliche Beteiligung aktivieren. Lokalen Akteur:innen kommt dabei eine zentrale Rolle zu, um tragfähige Strukturen aufzubauen und eine gemeinsame Sprache im Quartier zu etablieren. Das Ziel ist ein Umfeld, das die Selbstständigkeit und gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Demenz stärkt und ihre aktive Einbindung fördert. Langfristig soll so eine Caring Community entstehen, die Verantwortung übernimmt, solidarisch sorgt und Inklusion im Alltag lebt.