Diese Arbeit untersucht, wie kollaboratives Mapping ein gemeinsames abteilungsübergreifendes Verständnis fördert und welche organisatorischen Bedingungen bestimmen, ob dieses Verständnis langfristig tragfähig ist. Hierzu begleitet die Autorin als externe strategische Designerin das Kunsthaus Zürich. Mittels Interviews, Beobachtungen und Mapping-Interventionen mit Schwerpunkt auf Ausstellungsplanung untersucht sie, wie das gemeinsame Mapping bzw. Visualisieren von Rollen, Prozessen und Abhängigkeiten Zusammenhänge sichtbar und diskutierbar macht. Die Arbeit adressiert das Problem, dass abteilungsübergreifende Teams bei schnellem Wachstum oder Umstrukturierungen häufig ein gemeinsames Verständnis für Zusammenhänge verlieren. Verantwortlichkeiten werden unterschiedlich interpretiert, Informationen bleiben implizit und Wechselbeziehungen unausgeschöpft. Als Ergebnis legt Kersten Bepler ein Mapping-Starter-Framework vor, das es Stakeholder:innen ermöglicht, sich einen gemeinsamen Überblick über eine Initiative zu verschaffen und bewusst abzubilden, wer einbezogen werden soll – und so eine klarere Abstimmung zwischen den Abteilungen zu erreichen.