Meine Arbeit setzt den Fokus auf eine kritische Vermittlungspraxis, die auf Konflikte im Raum reagiert. Im Zentrum steht die Frage, wie Räume gehalten werden können, in denen Begegnung trotz Spannung möglich bleibt – insbesondere im Umgang mit schweren, unangenehmen Themen.
Mein primäres Interesse gilt der Vermittlungspraxis selbst: dem Halten von Räumen, dem Aushandeln von Nähe und Distanz sowie dem Umgang mit Reibung, Fragilität und Unsicherheit. Ausgehend von Konflikten, denen ich im Rahmen meines Studiums in Critical Social Praxis in Art Education begegnet bin, habe ich mich im Kontext meiner Masterarbeit mit «Weisssein» als gesellschaftlichem Konstrukt auseinandergesetzt. Dieser Fokus ergibt sich aus der Hochschullogik, in der ich mich bewege, steht jedoch im Dienst einer übergeordneten Fragestellung: Wie können wir im Raum bleiben, wenn es unangenehm wird?
Die Arbeit versteht kritische Vermittlung als einen verkörperten, situativen Prozess. Sie lädt dazu ein, Fragen von Positionierung, Verortung und Race nicht nur diskursiv, sondern auch somatisch zu erfahren: im Körper, in der Wahrnehmung und im gemeinsamen Aushalten.
Eine gesprochene Soundarbeit begleitet die Praxis. In ihr wird meine Spoken-Word-Praxis hörbar und erweitert den Raum um eine auditive Ebene des Zuhörens und Mitfühlens.