BIOGRAFIE
Miya wurde 2004 in Bern (Schweiz) geboren und wuchs zwischen der schweizerischen und der japanischen Kultur auf. Schon früh entdeckte sie ihre Freude am Tanzen und besuchte später die Talentförderungsklasse „Kunst und Sport“ am Gymnasium Hofwil. 2023 begann sie ihr Bachelorstudium Contemporary Dance an der ZHdK, wo sie ihre Leidenschaft für den zeitgenössischen Tanz weiter vertiefte und dann auch im dritten Jahr ihres Studiums ein ganzjähriges Internship an der Oper Graz absolvieren durfte.
- Geburtsdatum: 5. April 2004
- Augenfarbe: Braun
- Haarfarbe: Dunkelbraun
- Grösse (in cm): 166
- Sprachen: (Schweizer-)Deutsch, Englisch, Japanisch, Französisch
KONTAKT
- miyakaeser@gmail.com
- https://www.instagram.com/8mimiyaya8
TANZERFAHRUNG
Oper Graz
- "Modern times" / Katarzyna Kozielska / 2026
- "La Divina Comedia" / Estefania Miranda / 2026
- "Ring" / Jack Traylen / 2025
- "Ballet Inside" / Nimrod Poles / 2025
ZHdK Dance presents beim Theater der Künste, Gessnerallee
- "Dive" / Edouard Hue / 2025
- "Almost home" / Antonin Roche / 2025
- "Lust" / Caroline Finn / 2024
- "Non solo uno" / Filipe Portugal / 2024
- "Siren Song" / Phoebe Jewitt / 2024
- "Rehimu" / Ido Gidron / 2024
- "Shape it" / Dmitry Khamzin / 2024
- "Petrushka" / Lida Doumouliaka / 2024 + Church project
- "Moment of sensation" / Beatrice Goetz / 2023
- "Hesitation" / Antonio Ruz / 2023
- "Know Hope" / Dor Mamalia / 2023
PREISE UND STIPENDIEN
Stipendium für das dreiwöchige Summer Intensive 2024 bei der Martha Graham School in New York, USA.
ABSCHLUSSPROJEKT
- Projekttitel: "Ball of energy"
- Kurzbeschrieb: Dieses Bachelorprojekt im Bereich des zeitgenössischen Tanzes untersucht multikulturelle Identität aus einer körperlichen Perspektive. Grundlage des Projekts ist eine Reihe von Interviews mit Künstler*innen, die – wie ich selbst – teilweise japanisch sind und in multikulturellen Umfeldern aufgewachsen sind. Die Gespräche werden mit Coko De Windt, Harumi Mumenthaler und Mariko Ackermann geführt.
In diesen persönlichen Begegnungen teilen sie ihre Erfahrungen von Zugehörigkeit und Nicht-Zugehörigkeit, vom Leben zwischen verschiedenen kulturellen Kontexten, von ihren Beziehungen zu ihren japanischen Müttern sowie davon, was es bedeutet, als Künstler*in mit einem multikulturellen Hintergrund zu arbeiten.
Die Interviews werden aufgezeichnet; ausgewählte Stimmen und Aussagen fließen als Elemente in die Tonspur des Projekts ein. Auf dieser Grundlage entsteht ein Tanzfilm, in dem die erzählten Geschichten nicht wörtlich dargestellt, sondern durch Bewegung, Körperzustände und choreografische Entscheidungen übersetzt werden. Mein Körper dient dabei als Träger von Erinnerung, Identität und gelebter Erfahrung - sowohl der interviewten Personen als auch meiner eigenen.
Ein roter Faden erscheint als wiederkehrendes visuelles Motiv: Er steht für Verbindung, Herkunft und die prägende, positive Energie unserer japanischen Mütter - ebenso wie für die oft unsichtbaren Linien zwischen unterschiedlichen kulturellen Einflüssen. Zugleich wird mit seiner Fragilität gearbeitet: Was geschieht, wenn diese Verbindung unterbrochen wird? Was verändert sich in uns? Der rote Faden macht sichtbar, wie zentral Zusammenhalt und Freundschaft sind – und dass die Erinnerungen, die in diesen Verbindungen liegen, uns dauerhaft begleiten.
Durch den Einsatz unterschiedlicher Kameraeinstellungen, Perspektiven und Close-ups entsteht ein intimer filmischer Raum, der den Körper als Resonanzort für Stimme, Geschichte und kulturelles Dazwischen erfahrbar macht.
Das Projekt verbindet Tanz, Film und dokumentarisches Material zu einer künstlerischen Auseinandersetzung mit hybrider Identität.
- Choreographer / Copyright / Choreograf:in / Copyright: Miya Kaeser
- Additional Persons / Contributors / Weitere Personen / Mitwirkende: Tänzerinnen: Adonia Martineau, Florian Mozar, Hannes Lüttringhaus / Interviews (Audio im Video): Coko De Windt, Harumi Mumenthaler, Mariko Ackermann / Aushilfe Kamera: Yossif Marinov
Q&A MIT MIYA KAESER
Welche Bedeutung hat der Tanz für dich?
- Eines meiner Lebensziele ist es, mich selbst als Künstlerin immer tiefer kennenzulernen – und ich weiß, dass Tanz für mich der ehrlichste Weg dorthin ist. Wenn ich tanze, fühle ich mich am glücklichsten und am meisten bei mir selbst. Tanz inspiriert mich, treibt mich voran und öffnet mir neue Räume in mir. Gleichzeitig ist er für mich ein Rückzugsort – ein Ort, an dem ich mich geborgen und zuhause fühle. Wenn mir die Außenwelt zu viel wird, finde ich im Tanz Ruhe, Klarheit und wieder zu mir selbst zurück.
Welches Highlight nimmst du mit von deiner Studienzeit an der ZHdK?
- Es gab so viele Highlights während meines Studium, dass ich eine riesige Liste aufschreiben könnte! Jedoch waren alle Shows, die ich mit meiner Klasse in Zürich getanzt habe und auch die ganze Erfahrung während dem Internship-Jahr an der Oper Graz eines der grössten Highlights! Weitere Highlights waren Music-collage, Film-projects, Projects mit Masterstudent:innen, Churchproject „It’s kind of magic!“ mit der Choreografie von Lida Doumouliaka und viele mehr!
Welches Tanzstück oder welche:r Choreograf:in inspiriert dich besonders, und warum?
- Mich haben die Stücke "Lust" von Caroline Finn, „Dive“ von Edouard Hue und "Petrushka" von Lida Doumouliaka sehr gefallen. In „Lust“ habe ich mich von der „Rawness“ der Bewegungssprache von Caroline inspiriert gefühlt, und dass wir alle barfuss und in Röcken getanzt haben. Im Stück „Dive“ war es die Intensität vom gesamten Stück, das Gefühl von einem Zusammenhalt der Gruppe, jedoch auch die komplett neue und einzigartige Bewegungssprache von Edouard, die mich sehr inspiriert hat. Im Stück von Lida war es die Komplexität der Musik und wie Lida sehr nah mit der musikalischen Komposition von Stravinsky gearbeitet hat.