Im Projekt «LOSLASSEN» beschäftige ich mich mit dem Ausbrechen aus dem Streben nach Symmetrie und Perfektion bei der Arbeit an der Töpferscheibe. Auf spielerische Weise verändere ich eine Serie gedrehter Zylinder durch kontrollierte oder zufällige Störungen und Eingriffe, während oder nach dem Drehen. So entstehen neue, unerwartete Formen. Ich frage mich: Wann entsteht das Gefühl von Schönheit? Welche Rolle spielen Symmetrie und Perfektion, und was geschieht, wenn diese Ordnung ins Wanken gerät? Kann das vermeintlich Unperfekte nicht ebenso spannend und wertvoll sein? Zudem möchte ich mit meiner Arbeit dazu ermuntern, einen offenen Umgang mit Fehlern, Zufall und Abweichungen zuzulassen, um kreative Prozesse anzuregen.