Das Erstellen eines Raumhalles zur Verwendung in Games ist oft ein zeitaufwändiges Unterfangen. Es wurden wenige Versuche unternommen die Prozesse zu vereinfachen und die Qualität zu steigern. Die bisher gefundenen Lösungen sind entweder immer noch zu zeitaufwändig, komplex oder auf dem freien Markt schlichtweg nicht verfügbar.
In dieser Arbeit wird Raytracing, ein Konzept aus der Optik, verwendet, um einen neuen Workflow für die Erstellung eines Raumhalles zu entwickeln. Raytracing wird normalerweise eingesetzt, um Licht, Schatten und Reflexionen zu simulieren. Hier wird es für die Simulation einer Impulsantwort adaptiert. Das durch diese Thesis entstandene Plugin CeSoundTrace soll es den Sound Designern ermöglichen, sich weniger mit eintönigem Konfigurieren beschäftigen zu müssen und mehr mit der kreativen Auseinandersetzung der virtuellen Bühne. Um dies zu erreichen wird der Raumhall während der Ausführung des Games simuliert. Dazu werden eine Reihe an Parametern zur Verfügung gestellt, die ein kreatives Eingreifen in die Simulation erlauben. Daraus ergibt sich ein neuer Arbeitsablauf, welcher nicht nur Ressourcen schonend ist aber auch genügen kreative Flexibilität, schnelle Iteration und eine geringe Konfigurationszeit bietet. Da dieses Plugin veröffentlicht werden soll, wird diese Technologie einer breiteren Anwenderschaft zugänglich und schliesst eine Marktlücke.