Denken geschieht in Bildern, Begriffen – und oft auch in Räumen. In unserem Sprechen und Erinnern greifen wir auf räumliche Metaphern zurück, um das Unsichtbare und Abstrakte fassbar zu machen. «Gedankenräume» ist ein transdisziplinäres Projekt zwischen Kunst und Wissenschaft. Es untersucht, wie Metaphern als ästhetische und kognitive Formen wirken – wie sie unser Denken strukturieren, unsere Wahrnehmung leiten und unser Erinnern gestalten. Fünf Verben bilden die Grundlage des Projekts: orientieren, überschreiben, einverleiben, verknüpfen, erklären. Sie beschreiben nicht nur Prozesse des Erinnerns, sondern auch eine Haltung zum Denken selbst – als Bewegung im Raum, als Handlung im Zwischenraum, als Einladung zum Mitdenken.