Über vier Monate verbrachte ich Zeit im Innenhof des Bundesasylzentrums (BAZ) neben dem Toni-Areal und baute durch Gespräche, gemeinsame Mahlzeiten und regelmässige Präsenz Beziehungen auf. Daraus entstand ein partizipatives Malprojekt, in dem Bewohner:innen und ich gemeinsam Spiele und farbenfrohe Muster auf den Boden malten und so einen transitorischen, institutionellen Raum in einen Ort des Spiels, der Interaktion und der kollektiven Autor:innenschaft verwandelten. Die Arbeit untersucht, wie gemeinsame Anwesenheit Verbindungen zwischen unterschiedlichen Migrationserfahrungen schaffen kann, wobei Zugehörigkeit durch Teilhabe, Fürsorge und gemeinsam verbrachte Zeit entsteht. Statt fester Narrative oder Migrationsbiografien stehen dabei die Ideen, Fähigkeiten und kleinen gemeinsamen Momente der Menschen im Mittelpunkt.