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Diplomführung 2026

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Diplomführung «Nachhaltigkeit in den Künsten»

Wie klingt, fühlt oder gestaltet sich Nachhaltigkeit in den Künsten und im Design?

Die kuratierte Führung «Nachhaltigkeit in den Künsten» lädt dazu ein, Projekte aus der ZHdK Diplomausstellung 2026 zu entdecken, die sich mit ökologischen, sozialen, kulturellen und politischen Fragestellungen auseinandersetzen.

Studierende verschiedener Disziplinen geben Einblick in ihre Abschlussarbeiten und zeigen vielfältige Perspektiven auf nachhaltige künstlerische und gestalterische Praktiken. Die Arbeiten bewegen sich zwischen experimentellen Ansätzen, gesellschaftlicher Reflexion, sinnlichen Erfahrungen und spekulativen Zukunftsentwürfen.

Die Führung bietet Raum für Austausch, neue Perspektiven und Begegnungen an der Schnittstelle von Kunst, Design und Nachhaltigkeit.
 

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Projekte

Im Vorfeld wurden im Rahmen einer Ausschreibung sieben Projekte ausgewählt. Teil der diesjährigen Führung waren folgende Diplomarbeiten:

  • Tooling to Regenerate – A Design for Regional Material Resilience in a Flock

    Caja Peters
    MA Industrial Design

    Das Projekt untersucht, wie regionale Regeneration durch Werkzeugentwicklung skaliert werden kann. Werkzeuge zum Auflockern von Fasern und Formen von Filz reagieren auf lokale Materialunterschiede und die Realitäten von Wolle in alpinen Schafherden. Durch eine neue Kartierung des Schafvlieses hinterfragt die Arbeit die industrielle Standardisierung von Natur und Wolle als uniforme Ressource. Sie schlägt einen Perspektivwechsel vor: von Materialien als isolierten Ressourcen hin zu einem Verständnis von Materie als vernetztem Gefüge.

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  • Repair Rituals – Textilpflege als nachhaltige Self-Care Praktik

    Miel Schneeberger
    MA Trends & Identity

    Täglich kümmern wir uns um unseren Körper und unsere Lebensräume. Während eine warme Dusche wohltuend wirkt, werden das Waschen oder Reparieren von Kleidung oft als lästige Pflicht wahrgenommen. Anstatt unsere Kleider zu pflegen, kaufen wir lieber neu. «Repair Rituals» untersuchte, wie Textilpflege zu einer Form von Self-Care werden kann. Dafür wurden Pflegeinstrumente und Care-Objekte entwickelt, die Flicken und Reinigen als sinnliche Rituale erfahrbar machen. Diese Objekte laden dazu ein, die Pflege von Kleidung neu zu entdecken. Sie fördern eine liebevolle Beziehung zu unseren Textilien und machen Nachhaltigkeit nicht als Verzicht, sondern als Fürsorge für Mensch, Material und Umwelt erlebbar.

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  • No Longer

    Yasmina Kupferschmid
    BA Game Design

    Die Bachelorarbeit «No Longer» beschäftigt sich mit den langfristigen Potentialen der Verhandlung von Klimawandel und ökologischer Nachhaltigkeit in Videospielen. Basierend auf Erkenntnissen und Strategien der Klimakommunikation verschränkt das Spiel emotionales Storytelling mit strategisch schnellem und absurden Handeln auf Gameplay-Ebene in einem physikbasierten Plattformer, um «Awareness» für den drohenden Klimakollaps zu erzeugen. Hauptprotagonist ist dabei ein superelastischer Eisbär, der sich durch die schmelzende Arktis stretcht und um sein Überleben kämpft.

    No Longer
  • Verwurzelt – Geschichten der Agrarökologischen Transition

    Manon Davies
    BA Knowledge Visualization

    Die industrielle Landwirtschaft stösst an planetare Grenzen. Gleichzeitig entsteht eine globale, lokal verankerte Bewegung für eine nachhaltige Lebensmittelproduktion: die agrarökologische Transition. Die Comicreportage Verwurzelt verbindet die Reportagen des Journalisten Samuel Schlaefli aus Kenia und Senegal mit Einblicken in Initiativen in der Schweiz und persönlichen Anekdoten der Autorin, Manon Davies.

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  • ein chimäres Duett bis zum Ende der Zeit

    Sulamith Tamborriello
    BA Fine Arts

    «ein chimäres Duett bis zum Ende der Zeit» ist ein langfristiges künstlerisches Experiment, das die Beziehungen zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Lebensformen, zwischen individueller Fürsorge und kollektiver Verantwortung sowie zwischen dem Selbst und dem Anderen untersucht. Im Laufe eines Jahres entwickelt sich eine speziesübergreifende Zusammenarbeit zwischen Sulamith Tamborriello und einer Schleimpilzkultur (Physarum polycephalum) – ein Prozess der gegenseitigen Abhängigkeit?, der Symbiose? und der Transformation? Es ist eine Reflexion über Hierarchien innerhalb speziesübergreifender Arbeiten.

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  • an/wesenheiten – be/longing

    Julia Dorsch
    MA Transdisziplinarität

    Eine fortlaufende Serie über die Intimität zwischen Menschen und Plankton, inspiriert von wissenschaftlichen Praktiken wie der Mikroskopie sowie einer persönlichen Verbundenheit mit Wasser und nichtmenschlichem Leben. Sie fragt, wie sich Wissen über die Rolle des Planktons in ökologischen Kreisläufen in ein emotionales und verkörpertes Verständnis von gegenseitiger Abhängigkeit, gemeinsamem Atmen und Getragensein übersetzen lässt. Durch Verschiebungen von Maßstab und Perspektive nähern sich menschliche und planktonische Körper einander an und können miteinander verschmelzen.

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  • Gardening in the Archives

    Alisha Dutt Islam
    MA Transdisziplinarität

    «Gardening in the Archives» ist ein künstlerisches Forschungsprojekt, das Gärten als Heterotopien untersucht – als Orte, an denen widersprüchliche Geschichten, Identitäten und Machtverhältnisse innerhalb eines begrenzten Raums nebeneinander bestehen. Mithilfe einer transdisziplinären Methodik, die sich an fünf Schritten des Gärtnerns orientiert, erforscht das Projekt, wie Archive und Gärten als lebendige Räume des Erinnerns, Pflegens und Neuordnens von Wissen verstanden werden können.

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