Master Theater: Dramaturgie

Ausbildungsziel

Das Tätigkeitsfeld von Dramaturginnen und Dramaturgen hat sich gewandelt. Ihre Arbeit beschränkt sich nicht mehr nur auf die Auseinandersetzung mit einem dramatischen Material und die Vermittlung dieses Materials innerhalb eines Produktionsteams. Ziel der Ausbildung ist ein breites und fundiertes theoretisch-wissenschaftliches Wissen sowie die Fähigkeit, transdisziplinäre Kulturformate zu entwickeln, zu organisieren und zu vermitteln. Die Master-Studierenden lernen, auf einen komplex gewordenen Kunstmarkt zu reagieren und zukunftsweisende künstlerische Positionen zu entwickeln.

Eignung

Das Master-Studium richtet sich an Studierende mit einem abgeschlossenen Bachelor-Studium in Dramaturgie, in einem kultur- bzw. geisteswissenschaftlichen Studiengang oder in einem künstlerischen Studiengang. Es soll ein Nachweis an praktischer Erfahrung in der Konzeption, Vermittlung und Durchführung öffentlicher Aufführungen in mindestens einem der Bereiche Theater, Medien, Literatur, Musik oder Bildender Kunst vorliegen. Aufnahmen sur dossier sind nicht möglich.

Methodik

Die Ausbildung lässt sich in drei Bereiche einteilen:

  1. Theater-, medien- und kulturwissenschaftliche Wissensvermittlung: Die transdisziplinär ausgerichtete Ausbildung ermöglicht neben der fachspezifischen Wissensvermittlung durch die theoretisch-wissenschaftliche Auseinandersetzung mit anderen Disziplinen neue Referenz- und Bezugssysteme. 
  2. Produktionsdramaturgie / Kuration: Zur Ausbildung gehören zwei Produktionsdramaturgien inklusive des gesamten Rahmenprogramms sowie die Dokumentation des Probenverlaufs als Entwicklungsprotokoll. Daneben bekommen die Studierenden durch die kuratorische Mitarbeit am hochschuleigenen Theater der Künste die Möglichkeit, Formate für eine transdisziplinär ausgerichtete Bühne zu entwickeln, vorzustellen und bis zur Umsetzung zu betreuen.
  3. Projektentwicklung und Management: Innerhalb der Ausbildung werden unterschiedlich grosse Projekte entwickelt, konzipiert und teilweise realisiert. Dazu gehören theatrale Produktionen ebenso wie beispielsweise die Kuration einer Ausstellung oder die Entwicklung eines Festivals (Theater, Film, Musik etc.). In Übungen entwickeln die Studierenden Projekte und können ihr in Projektmanagement-Kursen erworbenes Wissen anwenden. 

Modulgruppen

Vertiefen: 

  • Setzt sich aus fachspezifischen Modulen und Managementmodul zusammen.
  • Neben den über drei Semester angebotenen obligatorischen spezifischen Kursen besuchen die Studierenden weitere Kurse.
  • Die Vermittlung spezifischer Theorie erfolgt durch vertiefende Kurse/Kolloquien.
  • Der Leistungsnachweis erfolgt nach drei Semestern durch eine Kolloquiumsprüfung.

Umsetzen:

  • MA-Diplomprojekt und MA-Diplomthesis
  • Interne und Externe Projekte/Mitarbeit an Projekten von Mitstudierenden
  • Spezialprojekte

Erkunden:

  • Obligatorische Campus-Woche, Campus-Modulwoche und Campus-Slots
  • Plattform und Plattform-Kurse
  • Praktika

Abschluss

MA-Dimplomthesis, individuelles MA-Diplomprojekt und Kolloquiumsprüfung bilden die für den Abschluss relevanten Studienleistungen und werden benotet.

Kompetenz- und Berufsfelder

Das Studium bereitet auf Tätigkeiten in den Bereichen Theater, Projekt- und Festivalarbeiten, Film und Fernsehen, Neue Medien, Kuration sowie auf wissenschaftliche Forschungsarbeiten vor.
Die Studierenden erwerben Kommunikations- und Verhandlungskompetenzen sowie Kompetenzen in der eigenständigen Planung, Organisation und Durchführung von Projekten unterschiedlich grossen Umfangs und verschiedener Formate.