Magda Drozd, geboren 1987 in Warschau/Polen, lebt in Zürich und ist Theatermacherin, Künstlerin, Musikerin und Kuratorin. Drozd hat an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) 2015 den Bachelor of Arts in Dramaturgie und 2017 den Master of Arts in Fine Arts abgeschlossen. Seit 2019 ist sie Research Fellow an der ZHdK und forscht zur urbanen Räumen und wie deren Verdichtung hörbar gemacht und performativ übersetzt werden kann. In ihrer künstlerischen Praxis interessiert sie sich für eine nicht rationale Wahrnehmung der Welt und alternative Narrationen, welche in Form von Sound und Performance einen künstlerischen Ausdruck bekommen. Dabei verknüpft sie feministische Denkweisen, wie die Verbindung zwischen Mensch und Nichtmenschlichem, urbane Soundforschung und akustische Ökologie und benutzt Klang als Medium, um Unsichtbares sichtbar zu machen und noch Ungehörtes zu sichern. Ihre Kompositionen bewegen sie sich zwischen Noise, Dark Pop und Elektronik, welche sie in Performances aktiviert. Sie zeigte ihre Performances und Installationen Schweizweit und im Ausland in unterschiedlichen Theater- und Kunsträumen, u. a. am Tanzhaus Zürich, Gessnerallee Zürich, Theater Neumarkt, Shedhalle Zürich, Helmhaus Zürich, Kunstraum Walcheturm Zürich, Depot Basel, 100 Grad Berlin, Institute for Contemporary Art Detroit, Geidai Tokyo, IKI-BA Tokyo, KGRN Tokyo. 2019 brachte sie ihr erstes Soloalbum «Songs for Plants» auf dem Label «Präsens Editionen» heraus. Seit 2019 ist sie am Südpol Luzern als Leitung Theater/Performance tätig. In ihrer kuratorischen Tätigkeit interessiert sich Drozd für Zwischenräume, Öffnungen und Vernetzung, Prozesse und neue Organisationsstrukturen. Zudem versucht sie stets einen interdisziplinären Ansatz in der Programmierung zu verfolgen und Räume für andere Disziplinen zu öffnen.
Ferhat Türkoglu studierte zunächst an der Hochschule der Künste Bern Schauspiel und war dann zu einem späteren Zeitpunkt auch Gastschüler im Bereich Schauspiel an der Ernst Busch in Berlin. Als darstellender Künstler in fiktionalen Film- und Fernsehformaten war er unter seinem Pseudonym «Deniz Kara» in vielen preisgekrönten Produktionen beteiligt und arbeitete mit namhaften Regisseuren wie Veit Helmer oder Anno Saul zusammen. Ausserdem war auch geförderter Schüler der Tanzfabrik Berlin und durfte an der Seite von Musikgrössen wie z. B. Madonna performen. Nach seinem Masterstudiengang in Transdisziplinarität in den Künsten an der ZHdK ist er nun Fellow im 3. Zyklus und zeitgleich auch in der Produktionsklasse der Filmarche in Berlin eingeschrieben. Sein Musiktitel «Let me Be», der während seines Masterstudiums an der ZHdK entstand, hat den European Songwriting Award gewonnen.
Luca Magni, 1987 in Bondeno geboren, arbeitet schon früh als Tontechniker an Konzerten, später bei Studioaufnahmen und Mischungen. Gleichzeitig absolviert er sein Bachelorstudium in Kommunikationswissenschaften (2008–2011). 2013 beginnt er den Master Komposition in Ferrara, um seine Fähigkeiten als Komponist weiter zu entwickeln. Während dieser Zeit absolviert er im Rahmen des Erasmus-Programms ein Praktikum am ZKM (Zentrum für Kunst und Medien, Karlsruhe, DE). Dort kommt er zum ersten Mal in Kontakt mit zeitgenössischer und deutscher elektronischer Musik. Auf Empfehlung seines Mentors am ZKM setzt er seine Ausbildung an der ZHdK fort und beginnt im September 2015 den Master in Komposition FTM (Komposition Film, Theater und Medien). Nach seinem Abschluss mit der Performance «Embodied Signs» beginnt er 2019 das Forschungsprojekt «Virtual Voice» im Rahmen des Fellowship-Programms der ZHdK.