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    2026

    Katrina McFerran: Health Benefits of Music Listening

    Vortrag  |  14.01.2026  |  ZHdK, Toni-Areal, Hörsaal 1, Ebene 3, Pfingstweidstrasse 96, Zürich
    A coproduction of ZHdK, Master Performance and Music Therapy Studies, Institute for Music Research and SMG, Sektion Zürich.
    Katrina McFerran resided in Zürich through a Scientific Exchange Visit with Friederike Haslbeck (Music as Therapy in Neonatal Care and Beyond) sponsored by SNF. 

    In this talk, Professor McFerran will explore the health benefits of music listening drawing on theory from brain studies, psychology, and therapy. Each field provides a different explanation for why music makes us “feel good”, but the mechanisms of action underpinning successful treatment with music are not yet clear. The talk will include illustrations and examples of music that will help the audience to reflect on what music might help them and their clients to benefit from listening.   

    • → Katrina McFerran

      Professor Katrina Skewes McFerran is world-leading music therapy researcher in the topics of music, music listening and wellbeing. She has written six books, the latest of which comprehensively synthesises existing knowledge in “The Psychology of Music Listening for Health and Wellbeing Professionals” published by Palgrave in 2024 (with Carol Lotter). Her research has been funded my multiple grants from the Australian Research Council and her experience as a music therapist ensures that the knowledge generated can be used to benefit the lives of people with a range of chronic physical and mental health conditions. Prof McFerran has produced a TedX talk with more than 130’000 views (“Returning from the Darkside with Music”) and a free Massive Open Online Course on “How Music Can Change Your Life” that has more than 32’000 learners from around the globe. She is a dynamic and well-informed speaker who bridges research, theory and application. 


    2025

    Professionelle Musikausbildung im Kanton Zürich 1873–2025

    Tagung  |  23./24.06.2025  |  ZHdK, Toni-Areal, Konferenzraum 5.K03, Ebene 5, Pfingstweidstrasse 96, Zürich
    Eine Koproduktion von ZHdK, Master Performance, Institute for Music Research und SMG, Sektion Zürich

    Seit über 150 Jahren existieren im Kanton Zürich Institutionen für professionelle Musikausbildung. Das Institute for Music Research (IMR) der ZHdK widmet dem Thema eine öffentliche Tagung. In Referaten und Gesprächen mit Zeitzeugen wird der Entwicklung und bewegten Geschichte der professionellen Musikausbildung und ihrer Institutionen nachgegangen. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die institutionellen Veränderungen gelegt: Wie kamen die Umwandlungen zustande und wie liefen sie ab? Welche Rolle spielte die Politik dabei? Sind Muster zu erkennen, deren Analyse helfen könnte, künftige Herausforderungen besser zu meistern?
    Impulse aus der Tagung fliessen in ein nachfolgendes Forschungsprojekt ein, das die professionelle Musikausbildung im Kanton Zürich dokumentiert, kontextualisiert und reflektiert.

    → Tagungsprogramm (PDF zum Download)


    Elisabeth Danuser-Zogg: «Musik und Bewegung / Rhythmik: Tendenzen der Ausbildungsgestaltung im Lauf von 99 Jahren»

    • → Elisabeth Danuser-Zogg

      Geboren am 23. Dezember 1950. 1969–1973 Studium Rhythmik am Konservatorium Zürich im ersten Studiengang nach dem Tod von M. Scheiblauer. Bis 1996 tätig als Rhythmiklehrerin in Sonderklassen und Sonderschulheimen sowie Kurstätigkeit im In- und Ausland sowie Vorstandsmitglied des Berufsverbandes Rhythmik Schweiz. 1980 und 1983 Heirat und Geburt zweier Söhne. 1997–2017 Tätigkeit an der HMT/ZHdK als Professorin Didaktik für Menschen von 0–100 sowie für Menschen mit besonderen Bedürfnissen, Aufbau Berufsfelder und Betreuung Praxisunterricht. Ausserdem Studienleiterin Musik und Bewegung, Projekt angewandte Forschung und Entwicklung »Musik und Bewegung konkret«: Bedarfsanalyse, Erarbeitung der Grundlagen Didaktik, Mitarbeit bei Umsetzung Bologna Prozess von Bachelor Musik und Bewegung sowie Master-Schwerpunkt Rhythmik, mit Jürg Lanfranconi, Christian Berger und Team. 2005–2011 Leiterin Weiterbildung Musik HMT/ZHdK, enge Zusammenarbeit mit dem Verband Zürcher Musikschulen. Ab 2011 Leiterin Zentrum Weiterbildung ZHdK, Kreation von Weiterbildung in allen Departementen gemäss Bologna Vorgaben. Seit 2017 im musikbewegten Ruhestand. Weitere Informationen und Publikationen unter www.elisabethdanuser.ch 


    Dominik Sackmann: «… dass in Winterthur – bei überschaubareren Verhältnissen – solche  immer dann stattfinden, wenn sie nötig sind.» Musikalische  Berufsausbildung in Winterthur 

    • → Dominik Sackmann

      Am 25. Juni 1960 in Riehen geboren. Studierte 1980–84 Orgel in Zürich, seit 1996 ist er Organist in Schönenbuch BL; studierte 1980–87 Musikwissenschaft, Kirchengeschichte und Lateinische Philologie in Basel, Kiel und Bern. 2000 wurde er in Zürich promoviert aufgrund einer Arbeit über «Bach und Corelli». Seit 1992 ist er Dozent für Musikgeschichte, Kirchenmusikgeschichte, Aufführungspraxis und Kammermusik an der heutigen Zürcher Hochschule der Künste, seit 2000 dort auch Leiter des heutigen Institutes for Music Research und Herausgeber der Zürcher Musikstudien. Temporäre Lehraufträge in Freiburg i. Br., St. Gallen, Tallinn und Bukarest, Brasov, Rostock, Cluj-Napoca, Salzburg. Publiziert hat er zur Musikgeschichte des 16. bis 20. Jahrhunderts, speziell zu J. S. Bachs Instrumentalmusik, zu Schweizer Musik, zu Aufführungspraxis und Interpretationsgeschichte. Er war 1994–2025 Geschäftsführer der Stiftung Christoph Delz (Basel), 2007–2023 Vizepräsident des Barockorchesters Capriccio und 2006–2025 Präsident der Sektion Zürich der Schweizerischen Musikforschenden Gesellschaft. 


    Beat Schäfer: Vom Institut für Kirchenmusik der evang.-ref. Landeskirche des Kantons Zürich zum heutigen Profil Kirchenmusik an der ZHdK

    • → Beat Schäfer

      1955 in Pully (VD) geboren. Nach Abschluss seiner Studien (Primarlehrer, Klavier, Schulmusik II, Kantor) war er 1982–1995 Musiklehrer an der Kantonsschule Hohe Promenade. 1984–2000 Aufbau einer mehrchörigen Kantorei mit angegliederter Singschule in Meilen. Ab 1994 war er Dozent für Chorleitung am Konservatorium Zürich und Leiter der Kantorenschule Zürich, von 2008–2020 Leiter des Profils Kirchenmusik an der ZHdK. 2007–2023 war er Dirigent des Neuen Zürcher Kammerchores. Er ist Leiter von Singwochen, Offenen Singveranstaltungen und Kursen und verfasste mehrere Artikel zur kantoralen Arbeit und Ausbildung in Fachzeitschriften. Langjährige Mitwirkung in Verbänden und öffentlichen Gremien: u.a. Zürcher Kirchenmusikerverband 1984–1988, Kleine Expertenkommission zur Herausgabe des neuen ref. Kirchengesangbuches der deutschen Schweiz 1984–1998, Freunde der Kirchenmusik H.I.F. Bibers 1992–2000, Musikkommission der Präsidialabteilung der Stadt Zürich 2002–2014, Präsident »Orgel 2011« (2009–2014), Präsident Freundeskreis der KunstKlangKirche Zürich (2013–2017), Präsident der Musikschule Pfannenstiel (2020–2025). 


    Lukas Näf: «Wandelprozesse». Beobachtungen zur bewegten Geschichte des  Konservatoriums Zürich

    • → Lukas Näf

      Am 24. Februar 1975 in Basel geboren. Studierte Musikwissenschaft, Geschichte und Philosophie an der Universität Zürich. 2004–2007 Stipendiat des Schweizerischen Nationalfonds und Arbeit an einer Dissertation über die Beckett-Vertonungen des rumänisch-französischen Komponisten Marcel Mihalovici (1898–1985). Promotion Frühling 2008. Seit 2008 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institute for Music Research der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) sowie Dozent. Leiter von Projekten zur Musikedition, Interpretation/Aufführungspraxis der Neuen Wiener Schule, zur Musikkritik und zur Schweizer Musikgeschichte. Publikationen zur Musik des 20. Jahrhunderts, zur Schweizer Musikgeschichte sowie zur Rezeptions- und Interpretationsgeschichte. Er ist Vorstandsmitglied der Schweizerischen Musikforschenden Gesellschaft (Sektion Zürich) sowie der Willy Burkhard-Gesellschaft. Er war 2004–19 Teilhaber der musikwissenschaftlichen Beratungsfirma introducemusic GmbH. 


    Lehel Donáth: Die Musikakademie Zürich: Das (etwas) andere Musikinstitut der Stadt 

    • → Lehel Donáth

      Geboren 1970 in Zürich. Musikstudium (Violoncello) am Konservatorium Winterthur bei Susanne Basler. 1992 erwarb er das Lehrdiplom, 1995/96 das Konzertdiplom, 1997 das Solistendiplom. 2018–2020 erwarb er den Master of Advanced Studies in Archival, Library and Information Science (MAS ALIS) an den Universitäten Bern und Lausanne. Er ist als Kammer- und Orchestermusiker tätig (Mitglied des Sarastro-Quartetts, Winterthur). Konzerte führten ihn nach Frankreich, Italien, Japan, Rumänien und Ungarn. Die 2022 beim Label CPO erschienene CD mit Ersteinspielungen von Kammermusikwerken des deutschen Geigers und Komponisten Adolf Busch erhielt begeisterte Kritiken von The Strad, BBC Music Magazine und Gramophone. Sein besonderes Interesse gilt selten gespielter und/oder unveröffentlichter Literatur. Zudem ist Donáth als Editor, Bearbeiter und Arrangeur tätig sowie als Redaktor von mehreren Erstausgaben (Amadeus Verlag, Bärenreiter-Verlag, Carus-Verlag, Donemus, Edition Dohr, Editio Janacek, Edition Kunzelmann, Merseburger Verlag, Müller & Schade). Neben seiner musikalischen Tätigkeit setzt er sich intensiv mit der ungarischen, rumänischen und japanischen Sprache, Kultur und Literatur auseinander. 


    2024

    Musikkritik im Kontext der Gegenwartsmusik seit dem Zweiten Weltkrieg

    Tagung  |  23./24.09.2024  |  ZHdK, Toni-Areal, Hörsaal 1, Ebene 3, Pfingstweidstrasse 96, Zürich
    Eine Koproduktion von ZHdK, Master Performance, Institute for Music Research und SMG, Sektion Zürich

    Gegenwartsmusik wurde seit den 1950er-Jahren zumeist an Festivals, wie den Donaueschinger Musiktagen, den Wittener Tagen für neue Kammermusik, den Weltmusikfesten der IGNM und vielen weiteren Veranstaltungen aufgeführt. Diese Konzerte wurden von Musikkritikern journalistisch begleitet. Deren Berichte beruhten auf objektiv abgestützten Expertenmeinungen und waren dennoch von gewissen Narrativen oder Stereotypen geprägt. Im Rahmen der Tagung sollen Eigenarten, Hintergründe und Wirkungsweisen verschiedener Arten von Musikkritik im Kontext der Gegenwartsmusik seit dem Zweiten Weltkrieg diskutiert werden. Insbesondere soll erörtert werden, woher jene verfestigten Klassifizierungen stammten, inwieweit sie das Kritisieren beeinflusst haben und ob veröffentlichte Musikkritiken neue Argumentationsgrundlagen für nachfolgende Rezensionen geschaffen oder gar zu wissenschaftlich approbierten Geschichtsbildern beigetragen haben.

    → Tagungsprogramm (PDF zum Download)


    Ivan Denes, Iris Eggenschwiler, Lukas Näf: «Im Ausland gehört»: Perspektiven des Zürcher Kritikers Fritz Muggler. Drei Fallstudien

    • → Ivan Denes

      Ivan Denes (*1988) wuchs in La Paz, Bolivien auf. Im Jahr 2010 zog er nach Zürich und studierte Querflöte, Transdisziplinarität und Musikpädagogik. Er arbeitet am Institut for Music Research der ZHdK als wissenschaftlicher Assistent. Sein Fokus liegt auf der Fritz Muggler Sammlung. Er inventarisierte dessen Tonbandsammlung und arbeitet zurzeit am Projekt «Im Ausland gehört» mit. Er ist auch als Flötist, Musiklehrer und Leiter des Ensembles Le Pli tätig.

    • → Iris Eggenschwiler

      Iris Eggenschwiler studierte Musikwissenschaft, Philosophie und Historische Hilfswissenschaften an der Universität Zürich. Ihre Dissertation Beethoven und Haydn. Musik, Geschichte, Rezeption erschien 2023 in den Beiheften zum Archiv für Musikwissenschaft. Seit 2013 ist sie am Institute for Music Research der ZHdK tätig, wo sie im Bereich der Schweizer Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts forscht (Erich Schmid, Musikkritik). Zurzeit beschäftigt sie sich zudem mit der Sinfonik von Joachim Raff.

    • → Lukas Näf

      Lukas Näf (*1975) studierte Musikwissenschaft, Geschichte und Philosophie an der Universität Zürich. Stipendiat des Schweizerischen Nationalfonds und Dissertation über die Beckett-Vertonungen von Marcel Mihalovici. Seit 2008 wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent am Institute for Music Research der ZHdK. Editionen und Publikationen zur Musik des 20. Jahrhunderts und zur Schweizer Musikgeschichte sowie zur Rezeptions- und Interpretationsgeschichte.


    Björn Gottstein: Begegnungen der dritten Art – Das Unbekannte in der Kritik

    • → Björn Gottstein

      Björn Gottstein (*1967 in Aachen) ist seit 2022 Sekretär des Kuratoriums der Ernst von Siemens Musikstiftung. Zuvor war er Redakteur für Neue Musik beim Südwestrundfunk, für den er von 2015-22 auch die Donaueschinger Musiktage leitete. Als Kritiker schrieb er für die taz und veröffentlichte außerdem Fachtexte. Für den Westdeutschen Rundfunk moderierte er von 2000 bis 2014 die Sendung Studio elektronische Musik. 2024 erschien sein Buch Der Klang der Gegenwart. Eine kurze Geschichte der Neuen Musik im Reclam Verlag.


    Leonie Reineke: Fremde Musik, vertraute Worte? Ein vergleichender Blick auf Geschriebenes zu Kompositionen von Mathias Spahlinger und Simon Steen-Andersen

    • → Leonie Reineke

      Leonie Reineke ist Redakteurin für Neue Musik beim Südwestrundfunk und freie Autorin für die Kulturprogramme von ARD und Deutschlandradio. 2015, 2016 und 2020 leitete sie das Festival »nano« für zeitgenössische Musik in Essen. Lehraufträge an Musikhochschulen sowie Jurytätigkeiten, u.a. Kranichsteiner Musikpreis und Kulturverwaltung Berlin. 2017 Auszeichnung mit dem Folkwang-Preis in der Sparte Musikwissenschaft. 2018 erhielt sie den Reinhard-Schulz-Preis für zeitgenössische Musikpublizistik.


    Thomas Meyer: »Da hilft nur ein Schnaps!« Der Fall »Sub-Kontur« und die »Neue Einfachheit«

    • → Thomas Meyer

      Studium der Musikwissenschaft und der Literaturkritik an der Universität Zürich. Freischaffender Musikessayist, lange als Kritiker tätig für den Tages-Anzeiger Zürich und für Schweizer Radio SRF 2 Kultur sowie für diverse Zeitungen, Fachzeitschriften, Rundfunkstationen und Konzertveranstalter. Vortrags-, Unterrichts- und Forschungstätigkeit, u.a. an Schweizer Musikhochschulen und der Volkshochschule Zürich. Mitglied des Kuratoriums des Musikfestivals Bern. 2016 Atelierstipendium der Stiftung Landis & Gyr in London.


    Tobias Schick: Heinz-Klaus Metzger, Anwalt der musikalischen Negation!?

    • → Tobias Schick

      1985 in Oberschwaben geboren. Studium von Komposition (u.a. bei Mark Andre, Ernst Helmuth Flammer und Manos Tsangaris), Kontrabass und Klavier in Dresden und Rom. Promotion in Musikwissenschaft 2017 über Weltbezüge in der Musik Mathias Spahlingers. 2020 und 2024 Portrait- CDs beim Label NEOS. 2015 bis 2022 Lehrauftrag für Musikwissenschaft und Analyse an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden. Seit 2022 freischaffender Komponist, Musikwissenschaftler und Manager von Ensemble Aventure in Freiburg (Breisgau).


    Torsten Möller: Reinhard Oehlschlägel und das Diskursfeld der 70er und 80er Jahre

    • → Torsten Möller

      1969 in Bochum geboren. Studium der Musikwissenschaft, der Kunstgeschichte und der Soziologie an der Humboldt-Universität Berlin. Danach tätig als Musikjournalist für den Öffentlichen Rundfunk (DeutschlandFunk, SWR, WDR) und für diverse Fach-Zeitschriften, unter anderem der MusikTexte, der Neuen Zeitschrift für Musik und der Schweizer Musikzeitung.


    Wolfgang Schreiber: Musik erzählen und beschreiben. Der Kritiker und seine »Erlebnisse«: Analysieren im Musikjournalismus war vor allem gestern. Heute herrscht Subjektivität

    • → Wolfgang Schreiber

      1939 in Koblenz geboren. Studium der Germanistik, Geschichte, Musikwissenschaft in Mainz, Mailand und Regensburg. Sieben Jahre Kulturkorrespondent in Wien, 1978–2002 Musikredakteur der Süddeutschen Zeitung in München und Autor für Zeitschriften und Rundfunk. Musikfilme mit Bettina Ehrhardt (z.B. »Eine Kielspur im Meer« – die Freunde Abbado-Nono-Pollini). Heute freier Autor in Berlin – auch noch für die SZ. Bücher: Gustav Mahler. Rowohlt Monografien, Hamburg 1971. – Große Dirigenten. Verlag Piper, München 2005. – Claudio Abbado – Der stille Revolutionär. Verlag C. H. Beck, München 2019.


    2022

    East Meets West. Arnold Schönberg als Lehrer

    Tagung |  7. Mai 2022 | ZHdK, Toni-Areal, Hörsaal 1, Ebene 3, Pfingstweidstrasse 96, Zürich
    Eine Koproduktion von ZHdK, Master Performance, Institute for Music Research und SMG, Sektion Zürich


    Dr. Iris Eggenschwiler (Zürich): Einführung. Arnold Schönberg als Kompositionslehrer

    Arnold Schönberg hat mehrere Komponist:innen-Generationen entscheidend geprägt, darunter besonders seine Kompositionsschüler:innen in Wien, Berlin und den USA. Angesichts der hohen Zahl seiner Lernenden weiss man jedoch erstaunlich wenig über den konkreten Ablauf und die Inhalte von Schönbergs Lehre. Der Vortrag bietet einen Überblick über die Quellenlage und den Forschungsstand zu Schönbergs Unterricht und thematisiert dessen institutionellen Voraussetzungen, Lehrinhalte und Lehrmethoden.

    • → Dr. Iris Eggenschwiler

      Iris Eggenschwiler studierte Musikwissenschaft, Philosophie und Historische Hilfswissenschaften an der Universität Zürich und schloss 2013 mit dem Lizenziat ab. Ihre im Anschluss verfasste Dissertation Beethoven und Haydn (ebenda) wird 2022 im Druck erscheinen. Seit 2013 forscht sie am Institute for Music Research der Zürcher Hochschule der Künste im Bereich der Schweizer Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts (Erich Schmid, Fritz Muggler). Freiberuflich verfolgt sie zudem ein Editionsprojekt zu Joachim Raff.


    Dr. Lukas Näf (Zürich): Bei Arnold Schönberg in Berlin. 

    Erich Schmids Lehrjahr (1930/31) und die Umarbeitung seines Streichquartetts op. 4

    Ab November 1930 besuchte der Schweizer Erich Schmid (1907–2000) den Unterricht in Schönbergs Meisterklasse an der Preußischen Akademie der Künste. Schmids verstreute Berichte über diese für ihn prägende Zeit sollen in einem einleitenden Teil kritisch beleuchtet werden. Im Zentrum der folgenden Betrachtungen steht dann die alles andere als gradlinige Entstehung des Streichquartetts op. 4, dessen Umarbeitung Schönberg im Rahmen mehrerer Besprechungen eng begleitete. Anhand eines umfangreichen Skizzenkonvoluts mit Schönbergs Eintragungen (Zentralbibliothek Zürich) kann gezeigt werden, dass dieser an formal entscheidenden Stellen der 1. Fassung radikal eingriff. Änderungsvorschläge, die Schönberg zuweilen wiederholt eintrug, zeigen klar, dass es sich dabei nicht um allgemeine Gedankenanstösse handelte. Vielmehr kann Schönbergs Rolle als «eingreifender» Lehrer an diesem Beispiel eindrücklich dokumentiert werden. Sein Einfluss führte zu einer fundamental neuen Gestalt des Streichquartetts in einer 2. Fassung.

    • → Dr. Lukas Näf

      Lukas Näf, geboren 1975 in Basel, studierte Musikwissenschaft, Allgemeine Geschichte und Philosophie an der Universität Zürich. Zwischen 2005 und 2007 Stipendiat des Schweizerischen Nationalfonds und Arbeit an einer Dissertation über die Beckett-Vertonungen des rumänisch-französischen Komponisten Marcel Mihalovici (1898–1985). Nach der Promotion 2008 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institute for Music Research der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK). Projektleiter der «Erich Schmid Edition. Historisch-kritische Edition für die Praxis» (SNF) und Leiter von Projekten zur Interpretation/Aufführungspraxis der Neuen Wiener Schule und zur Schweizer Musikgeschichte. Werkeditionen und Publikationen zur Musik des 20. Jahrhunderts, zur Schweizer Musikgeschichte sowie zur Rezeptions- und Interpretationsgeschichte.


    Prof. Dr. Ludwig Holtmeier (Freiburg i.Br.): «Auf welches Instrument sind wir gespannt?». Reihentechnik und Ausdruck in Norbert von Hannenheims Rilke-Vertonung «Liebes-Lied» 

    Wahrscheinlich in den 1930er Jahren hat Norbert von Hannenheim eine Gruppe von Rilke-Liedern aus der 1907 veröffentlichten ersten Sammlung der «Neuen Gedichte» vertont. Die Publikation der beiden Bände dieser Gedichtsammlung werden im Allgemeinen mit der Hinwendung Rilkes zu jenen »artistischen« poetischen Ausdrucksformen, die gemeinhin mit «Dinggedichten» bezeichnet werden, in Zusammenhang gebracht. In jenen Vertonungen lässt sich von Hannenheims «reife» Technik der Arbeit mit nicht transponierenden, «vieltönigen» Reihen exemplarisch beobachten. In meinem Vortrag möchte ich mich nach einem kurzen Überblick über von Hannenheims erhaltenes Liedschaffen intensiv mit seiner idiosynkratischen ­­Reihentechnik auseinandersetzen und jene besonderen Eigenschaften beleuchten, die Michael Polth am Beispie­­l der Bratschensonaten erstmals näher betrachtet hat. Dabei sollen sowohl die linearen als auch harmonischen Reihenverfahren analytisch erläutert werden. Abschließend möchte ich der Frage nachgehen, inwieweit von Hannenheims Vertonung bzw. auch die zur Anwendung gelangenden Kompositionstechniken auf den «artistischen» Turn der Rilkeschen Dichtung reagiert.

    • → Ludwig Holtmeier

      Ludwig Holtmeier studierte Klavier in Detmold, Genf und Neuchâtel und legte 1992 das Konzertexamen ab. Seit Ende der 1980er Jahre hat er sich intensiv mit dem Hammerflügel auseinandergesetzt und ist seither vor allem als Interpret dieses Instruments konzertierend und durch CD-Aufnahmen in Erscheinung getreten. Er hat mit vielen Liedinterpreten zusammengearbeitet, insbesondere mit Werner Hollweg und Hans Jörg Mammel. Er studierte Musiktheorie, Musikwissenschaft, Schulmusik, Geschichte und Germanistik in Freiburg und Berlin. Er wurde an der TU Berlin mit einer Arbeit zur Rezeption der musiktheoretischen Schriften Jean-Philippe Rameaus promoviert. Er lehrte von 1998 bis 2000 an der Hochschule für Musik «Hanns Eisler» Berlin. Von 2000 bis 2003 war er Professor für Musiktheorie an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden, seit­ 2003 hat er eine Professur an der Musikhochschule Freiburg inne, wo er außerdem seit 2017 das Amt des Rektors bekleidet. Ferner war er von 2007 bis 2009 Dozent für historische Satzlehre an der Schola Cantorum Basiliensis. Ludwig Holtmeier ist Mitbegründer und ehemaliger Herausgeber der Zeitschrift Musik & Ästhetik.


    PDoz. Mag. Dr. Nina-Maria Wanek (Wien): «Wie Du weißt, bin ich jetzt die rechte Hand von Schönberg» 

    «Durch Sie habe ich die Methode, musikalisch zu denken gelernt»:
    Der Osten in Gestalt von Nikos Skalkottas und Egon Wellesz in der Lehre bei Arnold Schönberg

    «Gleiches zieht Gleiches an»: Das Genie Arnold Schönberg hat eine große Zahl faszinierender Musikerpersönlichkeiten im Laufe seiner Lehrtätigkeit um sich scharen können. Zwei davon waren der Österreicher Egon Wellesz  (1885–1974) und der Grieche Nikos Skalkottas (1904–1949). Nikos Skalkottas, mittlerweile als einer der ganz großen Komponisten Griechenlands apostrophiert, blieb zu Lebzeiten verkannt: Von seinen Studien bei Schönberg in Berlin ausgehend, entwickelte er eine eigene Ton- und Formsprache, die seiner Zeit weit voraus war. Egon Wellesz, der Erforscher der byzantinischen Musik, gleichzeitig nimmermüder Komponist von über hundert Werken, blieb seiner eigenen (tonalen) musikalischen Sprache treu: Er übernahm vor allem Schönbergs Art zu unterrichten und arbeitete im Oxforder Exil auf ähnliche Weise mit seinen Schülern. Getroffen haben sich die beiden so verschiedenen Musikschaffenden (außer in diesem Vortrag) nie. Trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen, lässt sich anhand ihrer Kompositionsgeschichte prägnant und vielschichtig die Größe Schönbergs als Lehrer und Former aufzeigen.

    • → Nina-Maria Wanek

      Nina-Maria Wanek erforscht seit mittlerweile zwanzig Jahren die byzantinische Kirchenmusik, sowie neugriechische Kunstmusik des 19. und 20. Jahrhunderts. Daneben ist sie als literarische Übersetzerin für Neugriechisch tätig. Sie promovierte 2003 an der Universität Wien, wo sie sich 2006 auch für Historische Musikwissenschaft habilitierte. 2008 erhielt sie den «Förderungspreis des Kardinal Innitzer Studienfonds» für hervorragende junge österreichische WissenschafterInnen. Nina-Maria Wanek unterrichtet an in- und ausländischen Universitäten und ist mit zahlreichen Publikationen in einschlägigen Fachzeitschriften vertreten. Von 2015–2020 leitete sie das vom Österreichischen Forschungsfonds (FWF) geförderte Projekt «Musikalische Transferprozesse zwischen Byzanz und dem Westen». Im Sommer 2020 begann ihr neues FWF-Projekt zur «Komposition von Psalmen in Mittel- und Spätbyzanz». 
      → Mehr Informationen 


    2021

    Prof. Dr. Hans-Joachim Hinrichsen (Zürich): »Beethoven – Komponist der Freiheit?«

    Montag, 25. Oktober 2021, 18 Uhr 3.K01, Ebene 3
    Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 96, Zürich
    Eine Koproduktion von ZHdK, Master Performance, Institute for Music Research und SMG, Sektion Zürich

    Ludwig van Beethoven, der in seiner Jugend die Französische Revolution erlebte, gilt als der Komponist, den man bis heute am ehesten mit der Vorstellung der »Freiheit« assoziiert. So wie die Französische Revolution eine Zäsur in der politischen Geschich-te der Neuzeit bedeutet, scheint die Bedeutung von Musik als Symbol der Freiheit erst neu in die Musikgeschichte hineingekommen zu sein. Dieser Zusammenhang wird erst sinnvoll, wenn man dem Begriff der Freiheit seine Abstraktheit nimmt: »Freiheit« im Sinne Beethovens ist eine sehr komplizierte Angelegenheit, sie darf nicht mit schran-kenloser Willkür verwechselt werden. Was bedeutet Freiheit als praktische Lebens-form, als philosophische Weltanschauung, als Grundlage des Komponierens? Der Vortrag wird versuchen, diese verschiedenen Aspekte beim Blick auf Beethovens Leben und auf ausgewählte Werke neu zu beleuchten.

    • → Hans-Joachim Hinrichsen

      Hans-Joachim Hinrichsen, geb. 1952, studierte Germanistik und Geschichte, an-schließend Musikwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Er war von 1999 bis 2018 Ordinarius für Musikwissenschaft an der Universität Zürich. Er ist Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und Mitglied im Wissenschaft-lichen Beirat des Beethoven-Hauses, außerdem Mitherausgeber der Periodika Archiv für Musikwissenschaft und wagnerspectrum. Wichtigste Forschungsgebiete: Musikgeschichte des 18. bis 20. Jahrhunderts, Interpretations- und Rezeptionsforschung, Geschichte der Musikästhetik.


    Dr. Felix Meyer (Basel) / Dr. Simon Obert (Basel) im Gespräch mit Prof. Dr. Dominik Sackmann und Dr. Lukas Näf: »Zündstoff Beethoven.  Rezeptionsdokumente aus der Paul Sacher Stiftung«

    Montag, 6. Dezember 2021, 18 Uhr 3.K01, Ebene 3
    Toni-Areal, Pfingstweidstrasse 96, Zürich
    Eine Koproduktion von ZHdK, Master Performance, Institute for Music Research und SMG, Sektion Zürich

    Seit gut 200 Jahren beschäftigt und fasziniert Beethovens Musik nicht nur das Publikum und die Interpreten, sondern ebenso sehr Komponisten und Komponistinnen. Wie sich diese im 20. und 21. Jahrhundert mit dem Erbe des Bonner Meisters auseinandergesetzt haben – sei es in eigenen Kompositionen oder in Bearbeitungen seiner Werke, sei es in verbalen Kommentaren –, ist Gegenstand einer Ausstellung, die die Paul Sacher Stiftung im Beethoven-Haus Bonn zeigte, sowie des dazu erschienenen Begleitbuchs. Das Spektrum der Musikschaffenden, die in Ausstellung und Buch behandelt werden, reicht von Igor Strawinsky, Anton Webern, Béla Bartók und Richard Strauss bis zu Mauricio Kagel, Cathy Berberian und Kaija Saariaho. Die Kuratoren Felix Meyer und Simon Obert führen in ihrer Präsentation einerseits in die Thematik der Beethoven-Rezeption in der neuen Musik ein, andererseits geben sie einen Einblick, wie sie Ausstellung und Buch konzipiert haben, um ein nahezu unendlich weites Feld anschaulich werden zu lassen.

    • → Felix Meyer

      Felix Meyer ist seit 1999 Direktor der Paul Sacher Stiftung, für die er zuvor als Kurator tätig war. Seine besonderen Forschungsinteressen gelten der klassischen Moderne des 20. Jahrhunderts und der amerikanischen Musik. Er hat mehrere Bücher herausgegeben, zuletzt Alberto Ginastera in der Schweiz (2016, mit Angela Ida De Benedictis) und eine Faksimileausgabe von Béla Bartóks Sonate für zwei Klaviere und Schlagzeug (2018).

    • → Simon Obert

      Simon Obert ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Kurator der Paul Sacher Stiftung. Seine Forschungsschwerpunkte bilden die neue und die populäre Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. Zuletzt gab er den Band Re-Set. Rückgriffe und Fortschreibungen in der Musik seit 1900 heraus (2018, mit Heidy Zimmermann). Er ist außerdem Mitglied der Editionsleitung der Anton Webern Gesamtausgabe.