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    Miruna: "Labour under Surveillance (Assemblage)" (2026)

    Photographie

      Labour Under Surveillance rekonzeptualisiert digital vermittelte Dienstleistungsumgebungen als Felder, in denen Körper, Sichtbarkeit und Temporalität durch Zirkulationen von Erfassung und Kontrolle ko-produziert werden. Indem die kleinsten Gesten und operativen Anpassungen in den Blick genommen werden, aus denen Arbeit unter permanenter Überwachung besteht, rahmt das Projekt Forschung als topologische Praxis neu: eine Praxis, die kartiert, wie Macht Körper, Rhythmen und Infrastrukturen bewohnt — und nicht-hierarchische Modi der Dokumentation und Zirkulation vorschlägt, über Gegenarchive, iterative Schnitte und dispositive Installation.

      Labour Under Surveillance erweitert eine prozessuale Felduntersuchung, die sich über Jahre der Arbeit in überwachten Dienstleistungsumgebungen entwickelt hat, und kehrt zu einer dieser Konfigurationen zurück. Die Forschung nähert sich diesen Arbeitsorten topologisch, als relationale Felder, in denen der Körper der Arbeiterin als Schnittstelle, Knotenpunkt und Bild innerhalb von Zirkulationen von Sichtbarkeit und Feedback reorganisiert wird. Während Reproduktion durch die Installation von Selbstüberwachung und antizipatorischer Anpassung transformiert wird — Dynamiken, die historisch nicht neu sind — recombinieren digital vermittelte Dienstleistungsumgebungen diese Logiken zu kontinuierlichen operativen Kreisläufen, in denen Körper als operative Interfaces innerhalb verteilter Infrastrukturen der Erfassung reorganisiert werden. Online-Casinostudios werden dabei nicht als singuläre Orte verstanden, sondern als paradigmatische Artikulationen dieser Bedingungen.

      Wenn der Körper zu einem Live-Endpunkt wird, wird er hier zugleich als Ort und Sensor behandelt, der registriert, wie etwas aufgebaut wird: etwas Künstliches, Gestelltes, Prozedurales. Durch das Lesen der Architektur des Ortes bleibt die Arbeit kontinuierlich, während die produzierten Materialien als Schnitte innerhalb eines fortlaufenden Prozesses erscheinen — nicht als abgeschlossene Resultate.

      Mit mehreren Einstiegspunkten und der Absicht, seitwärts zu wachsen, entwickelt sich die Untersuchung rhizomatisch. Durch Porosität wird Intersubjektivität unter diesen Bedingungen neben dem Körper materiell. Fragmente und Register akkumulieren sich über die Zeit, ohne vorab auferlegte Bedingungen oder prädiktive Sequenzierung. Strategien und Taktiken bilden dennoch kumulative Knoten: Schreiben fungiert als Extraktion, und das entstehende Material nimmt die Form eines Archivs an — nicht als geschlossenes Argument, sondern als Assemblage aus Reflexionen, Feldnotizen, Berichten, Integrationen multipler Inputs, Geschichten, Maschinen und mentalen Sprüngen.

      Innerhalb des spektakulären Rahmens des Casinos richtet mikrologische Aufmerksamkeit sich auf eine Konstellation von Prozessen — Live-Evaluationen, Messungen der Handgeschwindigkeit, Skripte, Protokolle, Algorithmen, Uniformen und Affekte — während zugleich der durchdringende Blick permanenter Überwachung sowie die flackernde Alltäglichkeit eingefangener Zeit diagrammatisch erfasst werden.

      Ein weiterer Schnitt nimmt die Form einer Videoinstallation an, in der Kameras als archivale Instrumente operieren, Sehen in eine Form von Arbeit und Bilder in operative Diagramme überführen.
       


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