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    Makar Fabrika: "Echo Quiescentiae" (2026)

    Painting Makar Fabrika

      Echo Quiescentiae (Lateinisch für Echos der Stille) ist ein künstlerisches Forschungsprojekt, das die Beziehung zwischen Ruinen, kultureller Präsenz und innerer Wahrnehmung durch Feldforschung in der Schweiz untersucht. Das Projekt dokumentiert vergessene mittelalterliche Burgen durch sinnliche Beobachtung, Archivstudien, Tonaufnahmen, digitale Rekonstruktion und Malerei, mit dem Ziel, historische Schichten mit nonverbalen Dialogen zwischen Landschaft, Architektur und menschlichem Gedächtnis zu verknüpfen.

      Beim Einleben in ein neues Land und einen neuen kulturellen Kontext erforscht Makar historische Spuren auf Hügeln und untersucht, wie Ruinen, Symbole der Vergänglichkeit und des Verfalls, als Orte der Kontemplation neu gedacht werden können. Ein unerwartetes Gefühl von Sicherheit, das an diesen Orten erlebt wird, bildet den Ausgangspunkt der Forschung und deutet auf ein unbewusstes Streben nach einer heiligen Antwort hin.

      Das Projekt untersucht, wie ehemalige Verteidigungsanlagen, die nun ihrer ursprünglichen Funktion enthoben sind, für eine Neuankömmling ein Gefühl von Ruhe und Stille hervorrufen. Die ältesten architektonischen Räume des Landes, geprägt sowohl von Konfliktperioden als auch von Phasen langfristiger Stabilität, dienen sowohl als künstlerisches Sujet als auch als Co-Erzähler, was eine direkte Auseinandersetzung vor Ort für den Forschungsprozess unerlässlich macht. Diese Arbeit wurde durch die Unterstützung des IfCAR-Stipendiums ermöglicht.

      Sorgfältig auf die Texturen, Reliefs und Akustik dieser Orte abgestimmt, vom Summen zerfallener Steinmauern über die tiefe Stille der Relikte, das ferne Klappern der Eisenbahnen bis hin zu den wechselnden Aquarellschatten über das Gelände, behandelt die Künstlerin diese Elemente als lebendiges Material, das sowohl emotionale Reaktionen als auch künstlerische Form prägt. Die Methodik kombiniert Feldaufnahmen, Arbeiten im Freien und Gespräche mit lokalen Bewohnern mit der Archivforschung zu Burggeschichten in privaten und öffentlichen Sammlungen.

      Durch die Verbindung digitaler Bewahrung mit emotionaler Archäologie vereint das Projekt technologische Werkzeuge und intuitive Sensibilität und schlägt neue Wege vor, sich vergessenen Architekturen sowohl über gesammelte Daten als auch durch verkörperte Erfahrung zu nähern. Aufbauend auf früheren Erkundungen von Klang, Raum und Zeitwahrnehmung setzt Makars Arbeit eine breitere Reflexion über Bewegung, Besiedlung und den Prozess des Wiedererlebens vergangener Erfahrungen durch eine neue Perspektive fort.
       


      Grantee
       

      Makar Fabrika

      Orte und Datenn

      April bis Oktober 2026, Kantone Graubünden, Tessin, Wallis, Solothurn