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    Joela Vogel: "Modern Love – Bodies and Intimacy within Socio-Economic Structures" (2026)

    Projektbild

      Dieses Projekt ist eine video- und performancebasierte künstlerische Forschung zu der Frage, wie Liebe, Körper und Beziehungen durch sozioökonomische Strukturen geprägt werden. Es untersucht die Erfahrungen von Frauen innerhalb dominanter Formen von Intimität und analysiert, wie Beziehungsmodelle und Familienstrukturen durch Kapitalismus und Tradition geformt sind.

      Das Projekt verbindet theoretische Recherche, Feldforschung und körperlich-verkörperte Praxis, um zu erforschen, wie sozioökonomische Strukturen Körper, Liebe und relationale Normen beeinflussen und hervorbringen.
       

      Das Projekt verbindet theoretische Forschung, Feldforschung und körperliche Praxis, um zu untersuchen, wie sozioökonomische Strukturen Körper, Liebe und Beziehungsnormen prägen.

      Die Forschung wird von folgenden Fragen geleitet: Welche Vorstellungen von Liebe, Intimität und Zugehörigkeit werden durch Kapitalismus und Tradition hervorgebracht? Wie werden diese Vorstellungen von Frauen erlebt und verhandelt? Und welche alternativen Formen von Intimität und sozialer Organisation existieren jenseits dominanter Beziehungs- und Familienmodelle?

      Die erste Phase besteht aus theoretischer Recherche durch Lektüren und Interviews mit Expert:innen aus den Bereichen Gender Studies, Soziologie und Philosophie und bildet den konzeptuellen Rahmen für den künstlerischen Prozess.

      Die zweite Phase findet auf der Insel Kihnu in Estland statt, einer historisch matrifokalen Gemeinschaft. Gemeinsam mit Thilda Bourqui werden Rituale und Alltagspraktiken beobachtet und Videomaterial gesammelt, das dokumentarische und experimentelle Ansätze verbindet. Diese Phase untersucht, wie Tradition und kollektives Gedächtnis alternative soziale Strukturen hervorbringen.

      Die dritte Phase konzentriert sich auf körperliche Forschung durch performative und choreografische Experimente in Zusammenarbeit mit Anna Christen. Es werden bewegungs- und scorebasierte Materialien entwickelt, um zu erforschen, wie Normen von Liebe und Weiblichkeit in Körper und Interaktionen eingeschrieben sind.

      Das Projekt soll zu neuem Videomaterial und einer Live-Performance führen sowie zu künstlerischen und konzeptuellen Einsichten in alternative Vorstellungen von Intimität und sozialer Organisation.

       


      Grantee
       

      Joela Vogel

      Projektpartner/Kooperationen

      Thilda Bourqui, MFA student
      Anna Christen, Alumni DFA
       

      Orte und Daten
       

      Februar bis April 2026, Zürich
      Juni 2026, Kihnu Island, Estland
      August 2026, tbd