The research at the IAE, in its methods and problem-setting, is biased in favour of political anti-racism and anti-sexism.
“During the co-research process of Art.School.Differences, in discussions on texts and in workshops, some problematic statements with somewhat racist and/or sexist content have been made. Such statements are less an expression of individual ignorance or narrow-mindedness, but instead witnesses of a political and institutional acceptance of sexism and racism which we would like to challenge with the Art.School.Differences project. Bringing these to the fore during an ongoing work process creates a potential for conflict and leads to frictions, which complicates further collaborations. Nevertheless, it is important to raise the subject in connection with the actual case since only in this way can our personal entanglement with structures and practices of exclusion and discrimination be revealed. Thus, in the course of our research work we became aware that Art.School.Differences, in addition to writing a recommendation booklet, and, reporting on what took place, must also contribute to awareness-building through discussions and collaborative work in future events.”
Philippe Saner (Project: Art.School.Differences)
“In dem Projekt mit der Nürtingen-Grundschule Berlin soll die Schule als ein Ort begriffen werden, der sich in die Gesellschaft hinein öffnet. Konkret bedeutet das, dass Künstler_innen und Kulturschaffende in die Schule einziehen werden. Wer das sein wird, soll gemeinsam mit der Schulgemeinschaft entschieden werden. Diesen Prozess begleite ich als Mitarbeiterin des IAE. Die Schulgemeinschaft ist heterogen, wobei 40% der Schüler_innenschaft migrantischer Herkunft sind. Das ist deswegen bedeutend, weil die Kategorien „Herkunft, religiöse Zugehörigkeit und Ethnie“ die machtvollsten sind, die eine Ordnung in der Schule herstellen – sowohl in der Elternschaft, bei den Schüler_innen als auch bei den Lehrenden. Mein Anliegen wäre es jene Akteure in die Schule zu holen, die für eine Unterbrechung dieser Ordnung sorgen. Doch schon allein bei der Zusammenstellung eines Gremiums, was entscheiden soll, wer einziehen wird und wer nicht, wird die Kategorie Migrant_in – Nicht-Migrant_in auch für mich leitend. So wie bei der Idee zu einer Kooperation mit einer internationalen Musikschule, die sich auf die Vermittlung traditioneller türkischer Instrumente spezialisiert hat. Der Grat zwischen einer Reproduktion der herrschenden Ordnung und ihrer Unterbrechung in der konkreten Projektumsetzung ist sehr, sehr schmal.”
Anna Chrusciel (Projekt: Tür an Tür: Ausweitung der Schulzone)