Verstaubt und oft übersehen – Assoziationen, die insbesondere Ortsmuseen nur schwer loswerden. Dabei sind gerade wenig frequentierte Lokal- und Ortsmuseen in der Schweiz von grosser Bedeutsamkeit. In dieser Arbeit werden sechs solcher Insitutionen in den Fokus gerückt. Sie alle haben einen Eingriff an ihrer Gebäudehülle vorgenommen oder planen dies aktuell. Mittels einer «Archäologie der Gegenwart» nach Gilles Deleuze wird der Fragestellung nachgegangen, wie sich solche Museen im Zuge institutioneller Veränderungsprozesse wandeln und inwiefern dabei bauliche Eingriffe als Auslöser oder Katalysatoren wirken. Die Erfahrungen von sechs Museumsleiter:innen bilden dabei die Forschungsgrundlage. Durch die Gespräche mit ihnen wird die enge Wechselwirkung von physischem Raum, institutionellen und öffentlichen Aushandlungsprozessen sichtbar gemacht. Die Erkenntnisse zeigen, dass sich die ausgewählten Institutionen in einem Aktualisierungsprozess oder 'Schwellenzustand' befinden, welcher Räume, Narrative und Rollen gleichermassen betrifft.