Die Schule ist ein getakteter Ort. In der Schule gilt die institutionelle Normzeit. Die Lehrpersonen halten den Stundenplan ein, legen das Lerntempo fest und verwalten die Pausen ihrer Schüler:innen. Das Masterprojekt «Aus dem Takt» hat die schulische Normzeit kritisch befragt und in einem Primarschulhaus in Buchs AG einen ZeitRaum für die Lehrpersonen installiert. Im ZeitRaum wird der Alltagstakt unterbrochen, ich klinke mich aus, entziehe mich der Produktivität und nehme mir Zeit zum Ausruhen, Pause machen und nicht mehr verfügbar sein, und zwar in horizontaler Lage. Der ZeitRaum stellt Fragen: Wann brauche ich eine Pause? Wie muss sie sein, damit ich mich erholen kann? Welche Räume stehen mir dazu zur Verfügung? Und was wäre, wenn sich diese Fragen nicht nur Lehrpersonen, sondern auch Schüler*innen stellen dürften?
MITWIRKENDE
Konzept, Dramaturgie und Umsetzung: Nina Curcio
Mitarbeit Dramaturgie und Theaterpädagogik: Sarah Freiermuth
Szenographie: Linda Rothenbühler
Assistenz: Joya Imhof
Mentorin ZHdK: Milena Meier
BIOGRAFIE
Nina Curcio wuchs im Aargau auf und ist Lehrerin, Theaterpädagogin und Dramaturgin. 2016 bis 2024 war sie bei der Bühne Aarau als Theaterpädagogin und Spielclubleiterin tätig und zeichnete für die Programmation des Kinder- und Jugendtheaters mitverantwortlich. Aktuell ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin für Theaterpädagogik an der Pädagogischen Hochschule FHNW tätig, arbeitet freischaffend als Theaterpädagogin und Dramaturgin, philosophiert mit Kindern und entwickelt mit dem Kollektiv Hallimasch künstlerische Forschungsprojekte für Kinder und Jugendliche. Nina interessiert sich in ihrer Arbeit für unwahrscheinliche Begegnungen, echte Verhandlungen und die Möglichkeiten von Leerstellen.