DIPLOMPROJEKT
""04:49 - what remains"" ist eine Rauminstallation in Auseinandersetzung mit 4.48 Psychosis von Sarah Kane.
Statt den Text zu inszenieren, richtet das Projekt den Blick auf das, was nach seinem Ende bleibt: einen Raum, geprägt von Abwesenheit, Spuren und Stillstand.
Der Raum ist als postdramatischer Zustand gedacht, in dem keine Handlung mehr stattfindet und sich keine Erzählung mehr entfaltet. Was bleibt übrig am Ende der Geschichte?
Besucher:innen betreten einen Ort, an dem bereits etwas geschehen ist – etwas, das nicht mehr rückgängig gemacht werden kann.
Die Arbeit soll dazu einladen, einen Moment innezuhalten und sich bewusst mit oft verdrängten inneren Zuständen auseinanderzusetzen: Gedanken, Gefühle und Abgründe, die im Alltag keinen Raum finden.
Sie eröffnet einen sensiblen Erfahrungsraum, in dem Verletzlichkeit nicht verborgen, sondern sichtbar wird, und fordert dazu auf, über psychische Gesundheit, Isolation und die Sprachlosigkeit im Umgang mit Suizidalität nachzudenken – ohne zu urteilen, sondern mit Offenheit und Empathie.
Dabei greift sie die Intensität und Fragmentierung von 4.48 Psychosis auf und übersetzt deren emotionale Radikalität in eine räumliche Erfahrung.
MITWIRKENDE
Konzept und Raum: Manuel Hablützel
Sounddesign: Hannah Blaser
BIOGRAFIE
Manuel Hablützel, geboren 1993, wuchs im Appenzellerland auf. Er absolvierte eine Berufslehre als Metallbauer. Nach der Ausbildung zog es ihn ans Theater St. Gallen, wo er 8 Jahre als Bühnentechniker / Dekorateur arbeitete. 2021-2026 studierte er Bühnenbild an der Zürcher Hochschule der Künste. Während des Studiums wirkte er in verschiedenen Theater- und Filmproduktionen mit und arbeitete am Schauspielhaus Zürich, wo er u.a. Nadia Fistarol in Alexander Giesches Visual Poem Moise und die Welt der Vernunft assistierte. In der Saison 24/25 war er als fester Bühnenbildassistent an den Bühnen Bern tätig, wo er auch eigene Arbeiten auf die Bühne bringen konnte.