Ein Jubiläum, ein Umzug, eine neu erzählte Sammlung: Mit dem Einzug ins Toni-Areal richtet das Museum für Gestaltung Zürich seinen Blick auf 150 Jahre Designgeschichte und fragt mit der Ausstellung Swiss Design, welche Geschichten die Sammlung eigentlich erzählt. Zwischen bekannten Klassikern und unscheinbareren Objekten entsteht dabei ein vielschichtiges Bild der Sammlung – viele Geschichten bleiben jedoch nur angedeutet.
Genau hier setzt Mehr als Ware an. Der Podcast folgt einzelnen Objekten aus der Sammlung und untersucht die Widersprüche und Entscheidungen, die sich in ihnen eingeschrieben haben, um ihren Entstehungsprozess nachzuvollziehen. Die Ausstellungsstücke erscheinen dabei nicht nur als zum Verkauf und Gebrauch bestimmte Waren, sondern als Objekte, die entworfen, produziert, benutzt und weitergegeben wurden. Diese spezifischen Objektgeschichten werfen allgemeinere Fragen auf: Was macht ein Objekt wertvoll? Wann gilt Design als erfolgreich? Und wie gelangt etwas überhaupt ins Museum?
Die erste Folge der Podcastserie widmet sich einem kleinen Holzfuchs des Schweizer Bildhauers und Spielzeugdesigners Antonio Vitali. Mit der Pilotfolge entwickelt Emily Jourdan ein essayistisches Audioformat, das Recherche, Interviewausschnitte und Erzählung verbindet.