DIPLOMPROJEKT
Ein gewaltvolles System profitiert von der Furcht, die es im Innern von jedem Menschen einbaut. Es versucht zu verbieten, was unmöglich zu verbieten ist: Das Träumen.
In jedem noch so ohnmächtigen Traum steckt ein widerständiges Aufbegehren gegen die Härte der Realität. Vergangene Träume haben uns zu dieser Arbeit inspiriert. Die Träumenden dieser Träume sind nicht mehr am Leben, sie können nicht mit uns auf einer Bühne sein – die Verantwortung des Träumens ist unsere geworden.
Charlotte Beradt hat zwischen 1933 und 1939 Träume von systemkritischen Menschen in Deutschland gesammelt. Wir fragen uns, in Anlehnung an ihre Methode einer «politischen Traumdeutung», welche Spuren diese Träume in uns und unserer Gegenwart hinterlassen und erforschen die Kraft der Imagination.
MITWIRKENDE
Spiel: Kim Werner und Simon Thöni
Konzept und Regie: Maja von Schlenther
Bühnenbild und Licht: Lioba Lea Bangert
Dramaturgie: Jette Clasen
Konzeptionelle Mitarbeit und Dramaturgie: Kathinka Schroeder
Sound: Wilma Schapp
Kostüm: Renée Kraemer
Outside-Eye: Edith Kaupp Rivadeneira
Mentorat: Tim Zulauf
Technik: BTW ZHdK
Grafikdesign: Zora Brändle
BIOGRAFIE
Maja von Schlenther (sie/ihr, *1997 in Hamburg) studierte erst Szenische Künste mit den Fächern Theater, Literatur und Musik an der Universität Hildesheim und dann Theaterregie an der ZHdK. Mit dem Kollektiv zart&bitter entwickelte sie eigene Performances und war in diversen Projekten als Regisseurin, Theaterpädagogin und dramaturgische Beratung tätig. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit arbeitete Maja in der Kinder- und Jugendarbeit und in interkulturellen Bildungsprojekten.