Die angehende Schriftstellerin Sasha reist auf ein abgelegenes Schreibretreat, um ihren ersten Schauerroman zu verfassen. Zunehmend werden der Aufenthalt und das Schreiben an ihrem Erstling selbst zur Horrorgeschichte, die schliesslich in einer Heimsuchung durch ein grünes, nasebohrendes Monster kulminiert, dem sie einst den Namen Oskar gegeben und ihren Körper geliehen hat.
Das Romanprojekt Monster erkundet die Abgründe des Schreibens als radikale Form der Selbstbegegnung. Im Zentrum steht eine Figur, die zu erzählen versucht und dabei mit etwas konfrontiert wird, das sich ihrer Kontrolle entzieht: mit ihrer Vergangenheit, ihrem Körper und einer Instanz, die sie weder als eigenständiges Lebewesen noch als Einbildung fassen kann.
Der Roman verbindet psychologischen Horror mit einer Reflexion über weibliche Autor*innenschaft und verhandelt die Frage, was es bedeutet, etwas hervorzubringen – und dafür Verantwortung zu tragen. Im Spannungsfeld von kreativer Schöpfung und Fürsorge wird das Monströse nicht als Gegenbild, sondern als Teil des Eigenen sichtbar.